Elektro & Energie

Ausbildung als Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik

Du installierst Stromleitungen, Verteiler und Smart-Home-Technik in Gebäuden und nimmst ganze Anlagen in Betrieb.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
979 €
Vergütung 4. Jahr
1.201 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Leitungen verlegen und Verteilerschränke aufbauen
  • Steckdosen, Schalter und Beleuchtung installieren
  • Photovoltaik- und Speicheranlagen anschließen
  • Gebäudetechnik programmieren und einbinden
  • Anlagen messen, prüfen und Störungen beheben

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 979 € / Monat

entspricht 11.748 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.050 € / Monat

entspricht 12.600 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.125 € / Monat

entspricht 13.500 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.201 € / Monat

entspricht 14.412 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

45.054 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.800–3.500 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik?

Wenn in einem Neubau die Elektrik verlegt wird oder eine Familie sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach setzen lässt, bist du dabei. Du verlegst Leitungen durch Wände und Decken und baust Verteilerschränke auf, in denen die Sicherungen und Schaltungen zusammenlaufen. Du installierst Steckdosen, Schalter und Beleuchtung und sorgst dafür, dass am Ende alles sicher funktioniert. Immer öfter schließt du Photovoltaik- und Speicheranlagen an, damit Häuser ihren eigenen Strom erzeugen und speichern können. Auch moderne Gebäudetechnik wie Smart-Home-Systeme programmierst und bindest du ein, etwa wenn Heizung, Licht und Rollläden über eine App gesteuert werden sollen. Am Ende jeder Installation misst und prüfst du die Anlage, damit sie den Sicherheitsvorgaben entspricht, und wenn später eine Störung auftritt, suchst du systematisch nach der Ursache und behebst sie.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten und zweiten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, sicheres Arbeiten mit Strom und einfache Installationen wie Steckdosen und Schalter. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Zeit zeigt, ob deine Grundlagen sitzen. Im dritten Lehrjahr übernimmst du komplexere Installationen, etwa ganze Verteileranlagen oder Photovoltaiksysteme, und lernst, Anlagen zu programmieren. Im angefangenen vierten Lehrjahr vertiefst du deine Spezialisierung und bereitest dich auf die gestreckte Abschlussprüfung vor, die aus zwei Teilen über die Ausbildungszeit verteilt ist und praktische Installationsaufgaben enthält.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis ist die Basis, denn du musst Schaltpläne lesen und verstehen, wie Strom durch ein Gebäude fließt. Sorgfalt ist bei der Arbeit mit Elektrizität keine Option, sondern Pflicht, ein Fehler kann gefährlich werden. Verantwortungsbewusstsein zeigt sich darin, dass du Vorschriften einhältst, auch wenn es schneller ohne ginge. Da du oft direkt bei Kunden zu Hause arbeitest, hilft dir Kundenfreundlichkeit, etwa wenn du erklärst, warum eine Baustelle im Flur nötig ist. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn du ungern auf Baustellen bei Kälte, Staub oder Lärm arbeitest oder dir das Arbeiten auf Leitern und in beengten Räumen wie Kellern oder Dachböden schwerfällt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 979 Euro im 1. Lehrjahr, 1.050 Euro im 2. Lehrjahr, 1.125 Euro im 3. Lehrjahr und 1.201 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienst du häufig zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat, mit deutlichen Unterschieden je nach Region und Betrieb. Der Bedarf an Fachkräften in der Elektrotechnik ist groß, gerade weil Themen wie Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität wachsen. Mit Berufserfahrung kannst du den Elektrotechnikermeister machen, Techniker für Elektrotechnik werden, dich zur Fachkraft für Photovoltaik weiterbilden oder ein Studium der Elektrotechnik anschließen.

Gut zu wissen

Ein großer Teil deiner Arbeit findet auf Baustellen und in fremden Häusern statt, oft mit wechselnden Einsatzorten und manchmal mit längeren Anfahrten. Dafür ist die Nachfrage nach qualifizierten Elektronikern hoch, und die Themen rund um erneuerbare Energien machen den Beruf zukunftssicher.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • Verantwortungsbewusstsein
  • • Kundenfreundlichkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Informatik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Kundenhaushalte
  • Betriebe
  • Werkstatt

Nach der Ausbildung

  • Elektrotechnikermeister/in
  • Techniker/in Elektrotechnik
  • Fachkraft für Photovoltaik
  • Studium Elektrotechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 979 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.201 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.054 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Kundenfreundlichkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Elektrotechnikermeister/in, Techniker/in Elektrotechnik, Fachkraft für Photovoltaik oder Studium Elektrotechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat.

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