Das machst du in der Ausbildung
- Layouts für Anzeigen, Broschüren und Websites entwerfen
- Bilder bearbeiten und freistellen
- Druckdaten aufbereiten und prüfen
- Kundenwünsche in Gestaltungskonzepte übersetzen
- Projekte kalkulieren und Termine einhalten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Mediengestalter/in Digital und Print während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.872 € im Jahr
entspricht 14.724 € im Jahr
entspricht 15.660 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.256 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Mediengestalter Digital und Print?
Wenn ein Unternehmen eine neue Broschüre, eine Anzeige oder eine Website braucht, entwirfst du das Layout dafür: Du wählst Schriften, Farben und Bildgrößen so, dass am Ende alles stimmig und lesbar wirkt. Bilder bearbeitest du selbst, schneidest sie zu, passt Farben an oder stellst Motive frei, damit sie sich gut in ein Layout einfügen. Für den Druck bereitest du Daten so auf, dass sie technisch korrekt sind, prüfst Auflösung, Farbräume und Beschnitt, damit am Ende nichts verpixelt oder falsch abgeschnitten wird. Ein großer Teil deiner Arbeit ist es, Kundenwünsche zu verstehen und in ein Gestaltungskonzept zu übersetzen, das oft vage Vorstellungen wie „modern und seriös“ in konkrete Layouts umsetzt. Dabei kalkulierst du Projekte mit, schätzt den Aufwand ein und hältst Termine ein, denn ein Layout, das erst nach dem Drucktermin fertig ist, nützt niemandem.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Gestaltung, Typografie und den Umgang mit Layout- und Bildbearbeitungssoftware. Im zweiten Lehrjahr kommen komplexere Projekte für Print und Digital dazu, etwa Webseitenlayouts oder mehrseitige Broschüren, nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr spezialisierst du dich, häufig auf Konzeption oder Digital- und Printmedien, und arbeitest an einem eigenen Abschlussprojekt, das du bei der IHK-Prüfung präsentierst und verteidigst.
Passt der Beruf zu dir?
Gestaltungssinn ist die Grundlage, ein Gefühl dafür, wie Farben, Formen und Typografie zusammenwirken. Sorgfalt ist wichtig, weil Druckdaten technisch exakt aufbereitet sein müssen, ein Fehler fällt sonst erst auf dem gedruckten Ergebnis auf. Gute Softwarekenntnisse baust du dir in der Ausbildung auf, solltest aber Freude am Umgang mit digitalen Werkzeugen mitbringen. Kritikfähigkeit brauchst du, weil Kunden und Kollegen deine Entwürfe kommentieren und du Änderungswünsche konstruktiv einarbeiten musst. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir stundenlange konzentrierte Bildschirmarbeit oder enge Termine mit engem Zeitdruck schwerfallen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.156 Euro im 1. Lehrjahr, 1.227 Euro im 2. Lehrjahr und 1.305 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 2.400 und 3.200 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du dich zum Medienfachwirt weiterbilden, in Richtung Art Director entwickeln und größere Projekte verantworten oder ein Studium der Kommunikationsdesign anschließen, wenn du dich vertieft mit Gestaltungstheorie beschäftigen willst.
Gut zu wissen
Der Beruf verändert sich mit der Technik: Während früher der Print im Vordergrund stand, ist heute digitale Gestaltung, etwa für Websites und Social Media, mindestens genauso wichtig. Wer sich für beide Welten interessiert, hat gute Chancen, weil Betriebe zunehmend Gestalter suchen, die Print und Digital gleichermaßen beherrschen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Gestaltungssinn
- • Sorgfalt
- • Softwarekenntnisse
- • Kritikfähigkeit
Wichtige Schulfächer
- • Kunst
- • Informatik
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Agentur
- Druckerei
- Marketingabteilung
Nach der Ausbildung
- Medienfachwirt/in
- Art Director
- Studium Kommunikationsdesign
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Mediengestalter/in Digital und Print?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Mediengestalter/in Digital und Print?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.156 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.305 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.256 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Informatik und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Gestaltungssinn, Sorgfalt, Softwarekenntnisse und Kritikfähigkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Medienfachwirt/in, Art Director oder Studium Kommunikationsdesign. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.200 Euro brutto im Monat.