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Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Du baust Licht, Ton und Bühne für Konzerte und Messen auf und fährst die Technik während der Show.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.050 €
Vergütung 3. Jahr
1.230 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Bühnen, Traversen und Technik aufbauen
  • Licht- und Tonanlagen einrichten
  • Technik während der Veranstaltung bedienen
  • Sicherheitsvorgaben und Lastberechnungen beachten
  • Anlagen prüfen und warten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachkraft für Veranstaltungstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.050 € / Monat

entspricht 12.600 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.130 € / Monat

entspricht 13.560 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.230 € / Monat

entspricht 14.760 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

40.920 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.400 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Fachkraft für Veranstaltungstechnik?

Bevor ein Konzert beginnt oder eine Messe öffnet, steht meist tagelange Aufbauarbeit dahinter, an der du maßgeblich beteiligt bist. Du baust Bühnen, Traversen und die dazugehörige Technik auf, oft in großen Hallen, wo tonnenschwere Konstruktionen sicher tragen müssen. Anschließend richtest du Licht- und Tonanlagen ein, verkabelst Mischpulte, Lautsprecher und Scheinwerfer und sorgst dafür, dass Ton und Licht zueinander passen. Während der eigentlichen Veranstaltung bedienst du die Technik live, fährst Lichtstimmungen, regelst den Sound oder steuerst technische Effekte, je nachdem, was das Programm gerade verlangt. Weil viele Aufbauten in großer Höhe erfolgen und schwere Lasten tragen müssen, beachtest du ständig Sicherheitsvorgaben und Lastberechnungen, denn ein Fehler an dieser Stelle kann gefährlich werden. Nach der Veranstaltung prüfst und wartest du die Anlagen, bevor sie für den nächsten Einsatz oder zurück ins Lager gehen. Deine Einsatzorte wechseln zwischen Konzerthalle, Messegelände und Theater, selten sieht ein Arbeitstag dem anderen ähnlich.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du arbeitest bei einem Veranstaltungstechnikbetrieb, einer Halle oder einem Theater und besuchst begleitend die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Bühnenaufbau, Licht- und Tontechnik sowie den sicheren Umgang mit Werkzeug und Material. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in komplexere Technikaufbauten, Lastberechnungen und die Bedienung von Licht- und Tonanlagen während laufender Veranstaltungen, dazu kommt die Zwischenprüfung, mit der dein bisheriger Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig die technische Verantwortung für ganze Veranstaltungsbereiche, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer endet.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis brauchst du, weil du mit Licht-, Ton- und Bühnentechnik arbeitest, deren Zusammenspiel du verstehen musst, um sie sicher und wirkungsvoll einzusetzen. Schwindelfreiheit ist wichtig, weil Aufbauarbeiten oft in großer Höhe stattfinden, etwa beim Rigging von Traversen unter der Hallendecke. Teamgeist ist entscheidend, weil Auf- und Abbau selten allein geschehen und ein eingespieltes Team für Sicherheit und Zeitplan sorgt. Belastbarkeit brauchst du, weil Aufbauphasen körperlich anstrengend und zeitlich oft eng getaktet sind, gerade wenn eine Veranstaltung am nächsten Tag stattfinden soll. In der Schule zählen Physik für Statik und Lastberechnungen, Mathematik für technische Berechnungen, und Musik, weil ein Gespür für Klang und Rhythmus bei der Tontechnik hilft.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Jahr bei rund 1.050 Euro, im zweiten bei etwa 1.130 Euro und im dritten bei rund 1.230 Euro im Monat. Das sind Orientierungswerte, die je nach Tarifbindung, Betrieb und Region unterschiedlich ausfallen können. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung darf dabei in keinem Fall unterschritten werden.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig von Betrieb, Region und Spezialisierung auf Licht, Ton oder Rigging. Mit einer Weiterbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik übernimmst du die technische Gesamtverantwortung für größere Produktionen oder Veranstaltungsorte. Eine Weiterbildung zum Techniker öffnet den Weg in Planung und Projektleitung, und wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Veranstaltungstechnik anschließen.

Gut zu wissen

Der Beruf bedeutet unregelmäßige Arbeitszeiten, weil Veranstaltungen meist abends oder am Wochenende stattfinden und Auf- und Abbau oft unter Zeitdruck laufen müssen. Körperliche Anstrengung und Arbeiten in der Höhe gehören zum Alltag, dafür bietet der Beruf eine besondere Nähe zu Konzerten, Messen und Theateraufführungen, die viele andere nur als Zuschauer erleben. Wer Technik mag und gerne in wechselnden, oft aufregenden Umgebungen arbeitet, findet hier einen Beruf mit viel Abwechslung.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Schwindelfreiheit
  • • Teamgeist
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Musik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Konzerthalle
  • Messegelände
  • Theater

Nach der Ausbildung

  • Meister/in für Veranstaltungstechnik
  • Techniker/in
  • Studium Veranstaltungstechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.050 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.230 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 40.920 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Musik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Schwindelfreiheit, Teamgeist und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Meister/in für Veranstaltungstechnik, Techniker/in oder Studium Veranstaltungstechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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