Elektro & Energie

Ausbildung als Elektroniker/in für Geräte und Systeme

Du baust elektronische Geräte und Baugruppen, bestückst Leiterplatten und prüfst, ob alles funktioniert.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.236 €
Vergütung 4. Jahr
1.451 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Leiterplatten bestücken und löten
  • Geräte montieren und verdrahten
  • Software aufspielen und Geräte konfigurieren
  • Funktionstests durchführen und Fehler analysieren
  • Prüfprotokolle erstellen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Elektroniker/in für Geräte und Systeme während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.236 € / Monat

entspricht 14.832 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.298 € / Monat

entspricht 15.576 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.381 € / Monat

entspricht 16.572 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.451 € / Monat

entspricht 17.412 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

55.686 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.600 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Ein elektronisches Gerät, egal ob Messgerät, Steuerungssystem oder Haushaltselektronik, entsteht in vielen kleinen Schritten. Du bestückst Leiterplatten mit Bauteilen und lötest sie fest, mal von Hand, mal mit Unterstützung von Maschinen. Anschließend montierst du das Gerät, verdrahtest die einzelnen Baugruppen miteinander und sorgst dafür, dass alle Kabel und Verbindungen korrekt sitzen. Viele moderne Geräte brauchen zusätzlich Software, die du aufspielst und passend konfigurierst, damit das Gerät am Ende so funktioniert, wie es soll. Bevor ein Gerät die Fertigung verlässt, führst du Funktionstests durch: Läuft alles wie vorgesehen, oder gibt es einen Fehler? Tritt ein Problem auf, analysierst du systematisch, woran es liegt, und behebst es. Zum Abschluss erstellst du Prüfprotokolle, mit denen dokumentiert wird, dass ein Gerät die geforderten Prüfungen bestanden hat.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, inklusive eines angefangenen vierten Lehrjahres, und findet dual statt, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Elektronik, das Löten und einfache Verdrahtungsarbeiten. Im zweiten Jahr kommen komplexere Baugruppen, das Aufspielen von Software und erste eigenständige Funktionstests dazu. Im dritten Jahr vertiefst du dich in die Fehleranalyse und übernimmst mehr Verantwortung bei der Endkontrolle von Geräten. Im vierten, angefangenen Ausbildungsjahr bereitest du dich intensiv auf die Abschlussprüfung vor, die eine praktische Projektarbeit einschließt. Eine Zwischenprüfung nach der ersten Ausbildungshälfte überprüft den bisherigen Lernstand.

Passt der Beruf zu dir?

Feinmotorik ist entscheidend, denn das Löten und Bestücken kleiner Bauteile verlangt eine ruhige Hand und Präzision. Konzentration brauchst du, weil ein kleiner Fehler beim Verdrahten dazu führen kann, dass ein ganzes Gerät nicht funktioniert. Interesse an Elektronik hilft dir, die technischen Zusammenhänge zu verstehen, statt Arbeitsschritte nur auswendig auszuführen. Sorgfalt ist unverzichtbar, insbesondere bei der Fehleranalyse, wo systematisches Vorgehen gefragt ist, statt einfach auf gut Glück Bauteile auszutauschen. Wer sich für Technik generell wenig begeistert oder lieber grobmotorisch mit großen Werkstücken arbeitet, ist in diesem Beruf mit seiner feinen, oft kleinteiligen Arbeit weniger gut aufgehoben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.236 Euro im 1. Lehrjahr, 1.298 Euro im 2. Lehrjahr, 1.381 Euro im 3. Lehrjahr und 1.451 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der IHK-Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat, je nach Unternehmen und Region. Elektroniker/innen für Geräte und Systeme arbeiten anschließend in der Fertigung, im Prüffeld oder im Labor von Elektronikunternehmen. Mit einer Weiterbildung zum/zur Techniker/in Elektrotechnik kannst du dich stärker in Planung und Entwicklung einbringen, mit der Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Elektrotechnik übernimmst du Führungsaufgaben in der Fertigung. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Elektrotechnik anschließen.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet überwiegend im Sitzen an einem Arbeitsplatz mit gutem Licht statt, was für manche entspannend, für andere auf Dauer eintönig sein kann. Gerade in der Serienfertigung wiederholen sich Arbeitsschritte häufig, was Geduld und Konzentration über längere Zeit erfordert. In manchen Betrieben wird im Schichtsystem gearbeitet, wenn die Fertigung durchgehend laufen muss. Wer präzises, technisches Arbeiten mag, findet hier einen soliden Beruf mit guten Zukunftsaussichten in einer wachsenden Branche.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Feinmotorik
  • • Konzentration
  • • Interesse an Elektronik
  • • Sorgfalt

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Informatik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fertigung
  • Prüffeld
  • Labor

Nach der Ausbildung

  • Techniker/in Elektrotechnik
  • Industriemeister/in Elektrotechnik
  • Studium Elektrotechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.236 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.451 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.686 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem Feinmotorik, Konzentration, Interesse an Elektronik und Sorgfalt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Techniker/in Elektrotechnik, Industriemeister/in Elektrotechnik oder Studium Elektrotechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.

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