Elektro & Energie

Ausbildung als Informationselektroniker/in

Du installierst und reparierst alles, was Daten und Bilder überträgt: IT-Systeme, Multimediatechnik und Hausgeräte-Elektronik.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.017 €
Vergütung 4. Jahr
1.237 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • IT- und Multimediasysteme einrichten
  • Antennen- und Netzwerkanlagen montieren
  • Geräte reparieren und Bauteile tauschen
  • Systeme konfigurieren und Software einspielen
  • Kunden beraten und Serviceverträge betreuen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Informationselektroniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.017 € / Monat

entspricht 12.204 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.102 € / Monat

entspricht 13.224 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.189 € / Monat

entspricht 14.268 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.237 € / Monat

entspricht 14.844 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.118 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Informationselektroniker/in?

Ob Smart-TV, WLAN-Router, Alarmanlage oder Kaffeevollautomat: Wenn Elektronik in Haushalt oder Betrieb streikt oder neu eingerichtet werden muss, bist du zuständig. Du installierst IT- und Multimediasysteme, richtest Netzwerke ein und montierst Antennenanlagen für Fernsehen und Internetempfang. Wenn ein Gerät defekt ist, öffnest du es, suchst den Fehler und tauschst Bauteile aus, statt es einfach zu entsorgen. Du konfigurierst Systeme, spielst Software und Firmware-Updates ein und richtest sie nach Kundenwunsch ein. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Beratung: Du erklärst technische Zusammenhänge verständlich und betreust auch Serviceverträge, mit denen Kunden regelmäßige Wartung buchen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet dual statt, mit Einsätzen bei Kunden zu Hause, in der Werkstatt und im Betrieb, dazu kommt die Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die elektrotechnischen Grundlagen und den sicheren Umgang mit Mess- und Prüfgeräten. Im zweiten Jahr kommen Netzwerktechnik und erste eigenständige Kundeneinsätze dazu, im dritten Jahr vertiefst du Reparatur und Systemkonfiguration. Das angefangene vierte Jahr nutzt du für Spezialisierung, etwa auf bestimmte Gerätekategorien, und zur Prüfungsvorbereitung. Zwischenprüfung und die gestreckte Abschlussprüfung der Handwerkskammer begleiten den Weg dorthin.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis ist die Basis, weil du dich in immer neue Geräte und Systeme einarbeiten musst. Serviceorientierung hilft dir im direkten Kundenkontakt, wenn du erklärst, was defekt war und wie du es behoben hast. Weil du oft allein beim Kunden vor Ort bist, brauchst du auch Selbstständigkeit, um Probleme eigenständig einzuschätzen und zu lösen. Neugier auf neue Technik ist von Vorteil, denn Geräte und Standards entwickeln sich in diesem Bereich schnell weiter.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.017 Euro im 1. Lehrjahr, 1.102 Euro im 2. Lehrjahr, 1.189 Euro im 3. Lehrjahr und 1.237 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit dem Abschluss steigst du meist mit 2700 bis 3400 Euro brutto im Monat ein, häufig direkt im Ausbildungsbetrieb oder in einem anderen Fachbetrieb der Branche. Mit Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung zum Informationstechnikermeister ablegen und selbst ausbilden, dich zum Techniker weiterbilden oder betriebswirtschaftlich über eine Weiterbildung im Handwerk qualifizieren.

Gut zu wissen

Der Beruf steht an der Schnittstelle zwischen klassischem Handwerk und moderner IT, deshalb lohnt es sich, auch außerhalb der Ausbildung am Ball zu bleiben und neue Gerätegenerationen zu verfolgen. Weil viele Einsätze in Kundenhaushalten stattfinden, gehören ein freundliches Auftreten und Termintreue selbstverständlich dazu. Wer sich für Elektronik interessiert, aber lieber direkt mit Kunden zu tun hat statt nur in der Werkstatt zu stehen, findet hier eine gute Mischung aus beidem.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Serviceorientierung
  • • Selbstständigkeit
  • • Neugier

Wichtige Schulfächer

  • • Informatik
  • • Physik
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Kundenhaushalte
  • Werkstatt
  • Betriebe

Nach der Ausbildung

  • Informationstechnikermeister/in
  • Techniker/in
  • Betriebswirt/in im Handwerk

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Informationselektroniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Informationselektroniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.017 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.237 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.118 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Informatik, Physik und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Serviceorientierung, Selbstständigkeit und Neugier.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Informationstechnikermeister/in, Techniker/in oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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