Das machst du in der Ausbildung
- Netzwerk- und Glasfaserleitungen installieren
- Kommunikationsanlagen einrichten und konfigurieren
- Alarm- und Videosysteme montieren
- Messungen durchführen und Netze dokumentieren
- Kunden beraten und in Systeme einweisen
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.772 € im Jahr
entspricht 15.504 € im Jahr
entspricht 16.620 € im Jahr
entspricht 17.760 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
55.776 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.500 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik?
Ob im Neubau ein Glasfaseranschluss verlegt wird, ein Unternehmen eine neue Telefonanlage bekommt oder ein Rechenzentrum verkabelt werden muss – überall dort bist du gefragt. Du installierst Netzwerk- und Glasfaserleitungen, verlegst Kabel fachgerecht durch Wände und Kabelkanäle und schließt sie an Verteiler und Endgeräte an. Anschließend richtest du Kommunikationsanlagen ein, konfigurierst Router, Switches oder Telefonanlagen und sorgst dafür, dass Daten und Gespräche zuverlässig übertragen werden. Auch Sicherheitstechnik gehört dazu: Du montierst Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme und bindest sie in bestehende Netzwerke ein. Nach der Installation führst du Messungen durch, um die Qualität der Leitungen und Anlagen zu prüfen, und dokumentierst die Netze, damit spätere Wartung und Erweiterung möglich sind. Weil du oft direkt bei Kundinnen und Kunden arbeitest, berätst du sie zu passenden Lösungen und weist sie in die Bedienung der neuen Systeme ein.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, und ist dual: Du arbeitest überwiegend beim Betrieb und auf Kundenbaustellen, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Im ersten Lehrjahr lernst du elektrotechnische Grundlagen, den sicheren Umgang mit Werkzeugen und einfache Installationsarbeiten. Im zweiten Jahr kommen Netzwerktechnik, Verkabelungssysteme und erste eigenständige Installationen dazu. Zwischen erstem und zweitem Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten und angefangenen vierten Lehrjahr spezialisierst du dich auf einen Schwerpunkt, etwa Kommunikationstechnik oder Sicherheitssysteme, und bereitest dich auf die gestreckte Abschlussprüfung der Handwerkskammer vor, deren Teile über die Ausbildungszeit verteilt abgelegt werden.
Passt der Beruf zu dir?
IT-Interesse ist wichtig, weil du dich ständig mit Netzwerken, Software und digitaler Technik beschäftigst, die sich schnell weiterentwickelt. Genauigkeit brauchst du bei Verkabelung und Konfiguration, denn ein einziger Fehler kann eine ganze Anlage lahmlegen. Kundenkontakt gehört zum Alltag, weil du oft direkt vor Ort bei Privatkunden oder Firmen arbeitest, und Problemlösungskompetenz hilft dir, wenn eine Anlage nicht wie erwartet funktioniert. Der Beruf eignet sich für alle, die technisch interessiert sind, gerne selbstständig an wechselnden Einsatzorten arbeiten und es mögen, am Ende eine funktionierende Anlage zu übergeben.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.231 Euro im 1. Lehrjahr, 1.292 Euro im 2. Lehrjahr, 1.385 Euro im 3. Lehrjahr und 1.480 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss arbeitest du bei Elektrofachbetrieben, IT-Dienstleistern oder in Rechenzentren als Fachkraft für Kommunikationstechnik. Über die Meisterprüfung zum Informationstechnikermeister oder zur Informationstechnikermeisterin kannst du später selbst ausbilden und einen Betrieb leiten. Wer sich technisch weiter vertiefen möchte, kann sich zum Techniker oder zur Technikerin für Informationstechnik weiterbilden. Zusätzlich sind branchenübliche Netzwerkzertifizierungen gefragt, mit denen du dich auf bestimmte Herstellersysteme oder Technologien spezialisierst und deine Chancen bei anspruchsvollen Projekten verbesserst.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Informationselektroniker, dem Fachinformatiker für Systemintegration und dem IT-Systemelektroniker, mit denen es fachliche Überschneidungen gibt. Weil sich Netzwerktechnik ständig weiterentwickelt, bleibt lebenslanges Lernen Teil des Berufs, auch nach der Ausbildung. Baustelleneinsätze und wechselnde Kundenobjekte bedeuten Mobilität und gelegentlich ungewöhnliche Arbeitsorte, etwa Keller, Dachböden oder Serverräume.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • IT-Interesse
- • Genauigkeit
- • Kundenkontakt
- • Problemlösung
Wichtige Schulfächer
- • Informatik
- • Physik
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Kundenobjekte
- Baustelle
- Rechenzentrum
Nach der Ausbildung
- Informationstechnikermeister/in
- Techniker/in Informationstechnik
- Netzwerkzertifizierungen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.231 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.480 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.776 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Informatik, Physik und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem IT-Interesse, Genauigkeit, Kundenkontakt und Problemlösung.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Informationstechnikermeister/in, Techniker/in Informationstechnik oder Netzwerkzertifizierungen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat.