Das machst du in der Ausbildung
- Veranstaltungen konzipieren und kalkulieren
- Dienstleister und Künstler buchen
- Genehmigungen und Sicherheitskonzepte einholen
- Auf- und Abbau koordinieren
- Veranstaltungen abrechnen und auswerten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Veranstaltungskaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.644 € im Jahr
entspricht 14.724 € im Jahr
entspricht 15.912 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.280 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.300 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Veranstaltungskaufmann?
Ein Unternehmen möchte eine Produktmesse ausrichten, ein Konzertveranstalter braucht Sicherheitskonzept und Genehmigungen für zehntausend Besucher: Du entwickelst das Konzept für die Veranstaltung und kalkulierst, was sie kosten darf und einbringen soll. Dazu gehört, passende Dienstleister zu finden und zu buchen, von der Tontechnik über das Catering bis zu Künstlern oder Rednern. Bevor eine Veranstaltung stattfinden darf, holst du die notwendigen Genehmigungen ein und stimmst Sicherheitskonzepte mit Behörden und Ordnungsdiensten ab, damit im Ernstfall klar ist, wie zu reagieren ist. Am Veranstaltungstag selbst koordinierst du Auf- und Abbau, behältst den Zeitplan im Blick und reagierst, wenn spontan etwas nicht nach Plan läuft, etwa wenn ein Lieferant sich verspätet. Nach der Veranstaltung rechnest du sie ab und wertest aus, ob sie wirtschaftlich erfolgreich war und was beim nächsten Mal besser laufen kann.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Veranstaltungsplanung, einfache Kalkulationen und den Kontakt zu Dienstleistern. Im zweiten Jahr kommen Genehmigungsverfahren, Sicherheitskonzepte und die Koordination größerer Veranstaltungen dazu. Im dritten Jahr übernimmst du eigenständig Projekte von der Konzeption bis zur Abrechnung und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, wo du stehst. Wirtschaftliche Grundlagen aus der Berufsschule brauchst du direkt für Kalkulation und Budgetplanung.
Passt der Beruf zu dir?
Organisationstalent ist die zentrale Eigenschaft, weil bei einer Veranstaltung viele Details gleichzeitig zusammenlaufen müssen, von der Technik bis zur Genehmigung. Belastbarkeit brauchst du, weil es am Veranstaltungstag selbst hektisch werden kann und du unter Zeitdruck Entscheidungen treffen musst. Kommunikationsstärke hilft dir im Kontakt mit Dienstleistern, Künstlern, Behörden und Kunden, die alle unterschiedliche Erwartungen haben. Flexibilität ist wichtig, weil sich Pläne kurzfristig ändern können und du spontan reagieren musst. Wer feste Arbeitszeiten ohne Abend- oder Wochenendtermine erwartet, wird in diesem Beruf enttäuscht, denn Veranstaltungen finden selten während der klassischen Bürozeit statt.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.137 Euro im 1. Lehrjahr, 1.227 Euro im 2. Lehrjahr und 1.326 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2500 und 3300 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Veranstaltungsfachwirt oder zur Veranstaltungsfachwirtin weiterbilden und dann größere Projekte oder ganze Teams verantworten. Eine Weiterbildung zum Meister beziehungsweise zur Meisterin für Veranstaltungstechnik vertieft die technische Seite, ein Studium des Eventmanagements öffnet den Weg in strategische Positionen bei Agenturen oder großen Veranstaltern.
Gut zu wissen
Der Beruf bringt unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich, weil Konzerte, Messen und Firmenevents oft abends, an Wochenenden oder über mehrere Tage am Stück laufen, dafür stehen ruhigere Phasen zur Vor- und Nachbereitung zwischen den Terminen. Wer gern in einem dynamischen Umfeld arbeitet, in dem jeder Auftrag anders aussieht, und dabei kaufmännisches Denken mit Organisationstalent verbindet, findet hier einen abwechslungsreichen Beruf mit sichtbaren Ergebnissen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Organisationstalent
- • Belastbarkeit
- • Kommunikationsstärke
- • Flexibilität
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Deutsch
- • Musik/Kunst
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Veranstaltungsagentur
- Messegelände
- Konzerthalle
Nach der Ausbildung
- Veranstaltungsfachwirt/in
- Meister/in für Veranstaltungstechnik
- Studium Eventmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Veranstaltungskaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Veranstaltungskaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.137 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.326 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.280 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Deutsch und Musik/Kunst. Mitbringen solltest du vor allem Organisationstalent, Belastbarkeit, Kommunikationsstärke und Flexibilität.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Veranstaltungsfachwirt/in, Meister/in für Veranstaltungstechnik oder Studium Eventmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.300 Euro brutto im Monat.