Medien & Druck

Ausbildung als Mediengestalter/in Bild und Ton

Du produzierst Video- und Audioinhalte: aufnehmen, schneiden, mischen und ausspielen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.218 €
Vergütung 3. Jahr
1.341 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Kameras, Licht und Ton für Produktionen einrichten
  • Aufnahmen im Studio und vor Ort begleiten
  • Material schneiden und vertonen
  • Grafiken und Effekte einbinden
  • Sendungen und Streams technisch ausspielen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Mediengestalter/in Bild und Ton während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.218 € / Monat

entspricht 14.616 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.275 € / Monat

entspricht 15.300 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.341 € / Monat

entspricht 16.092 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.008 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Mediengestalter Bild und Ton?

Du sorgst dafür, dass eine Sendung, ein Video oder ein Podcast technisch und gestalterisch überzeugt. Vor der Aufnahme richtest du Kameras, Licht und Ton für die Produktion ein, egal ob im Studio oder bei einem Außendreh. Während der Aufnahme begleitest du das Team technisch, achtest auf Bildausschnitt, Belichtung und sauberen Ton. Danach schneidest du das Material, vertonst es mit Musik, Geräuschen oder Kommentar, und bindest Grafiken oder Effekte ein, wenn eine Sendung das braucht. Am Ende sorgst du dafür, dass Sendungen oder Streams technisch korrekt ausgespielt werden, sei es fürs Fernsehen, für Onlineplattformen oder für einen Livestream. Der Beruf verbindet technisches Verständnis für Kamera- und Tontechnik mit gestalterischem Gespür für Bild und Schnitt.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die technischen Grundlagen: Kamera- und Tontechnik, einfache Schnitttechniken und den Aufbau von Produktionsabläufen. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Studio- und Außenproduktionen, Beleuchtungstechnik und komplexere Schnitt- und Vertonungsarbeiten, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Projekte, etwa den kompletten Schnitt eines Beitrags, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor, in der du eine eigene Medienproduktion planst und umsetzt.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis brauchst du, um Kamera-, Licht- und Tontechnik sicher zu bedienen, auch unter Zeitdruck während einer Produktion. Kreativität hilft dir, Bilder und Töne so zu gestalten, dass sie eine Geschichte erzählen oder eine Stimmung transportieren. Da Produktionen fast immer im Team entstehen, ist Teamgeist wichtig, ebenso die Fähigkeit, dich schnell auf wechselnde Situationen einzustellen. Belastbarkeit brauchst du, weil Produktionstermine oft eng getaktet sind und Drehs auch mal länger dauern als geplant. In der Schule sind Physik für Licht- und Tontechnik, Kunst für das gestalterische Gespür, und Informatik für Schnittsoftware und digitale Workflows hilfreich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.218 Euro im 1. Lehrjahr, 1.275 Euro im 2. Lehrjahr und 1.341 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.500 und 3.300 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird in Fernsehstudios, Produktionsfirmen oder direkt am Drehort. Wer sich weiterentwickeln will, kann Medienfachwirt werden und Produktionen leiten, sich als Cutter oder Tonmeister spezialisieren, oder ein Studium der Medientechnik anschließen, das den Weg in Regie oder technische Leitung öffnet.

Gut zu wissen

Produktionen richten sich nach Sendeterminen und Drehplänen, nicht nach geregelten Bürozeiten: Abend-, Wochenend- und gelegentlich auch Nachtarbeit gehören dazu, besonders bei Liveproduktionen oder Außendrehs. Der Beruf ist technisch anspruchsvoll und verlangt, dass du dich mit neuer Kamera-, Schnitt- und Streamingtechnik immer wieder auseinandersetzt. Dafür bekommst du Einblick in spannende Produktionen und siehst am Ende jeder Arbeit ein fertiges, sichtbares Ergebnis, das andere Menschen anschauen oder anhören.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Kreativität
  • • Teamgeist
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Kunst
  • • Informatik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Fernsehstudio
  • Produktionsfirma
  • Außendreh

Nach der Ausbildung

  • Medienfachwirt/in
  • Cutter/in oder Tonmeister/in
  • Studium Medientechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Mediengestalter/in Bild und Ton?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Mediengestalter/in Bild und Ton?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.218 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.341 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.008 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Kunst und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Kreativität, Teamgeist und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Medienfachwirt/in, Cutter/in oder Tonmeister/in oder Studium Medientechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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