Medien & Druck

Ausbildung als Medientechnologe/-technologin Druck

Du fährst Druckmaschinen: einrichten, Farbe steuern, Qualität sichern – vom Plakat bis zur Verpackung.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.154 €
Vergütung 3. Jahr
1.296 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Druckmaschinen einrichten und rüsten
  • Farb- und Passerqualität steuern
  • Druckbogen prüfen und Fehler korrigieren
  • Maschinen warten und reinigen
  • Aufträge dokumentieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Medientechnologe/-technologin Druck während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.154 € / Monat

entspricht 13.848 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.218 € / Monat

entspricht 14.616 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.296 € / Monat

entspricht 15.552 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

44.016 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Medientechnologe/-technologin Druck?

Wenn ein Plakat, eine Zeitschrift oder eine Verpackung gedruckt wird, stehst du an der Maschine, die das möglich macht. Du richtest Druckmaschinen für den jeweiligen Auftrag ein, legst Papier oder Karton ein, mischst Druckfarben nach Vorgabe und startest die Produktion. Während die Maschine läuft, beobachtest du laufend die Bogen, die herauskommen: Stimmen Farbtöne, sitzt der Passer, also die exakte Übereinanderlagerung der Druckfarben, und gibt es Schlieren oder Fehlstellen? Bei Abweichungen greifst du sofort ein, justierst nach oder stoppst die Maschine. Nach dem Auftrag reinigst und wartest du die Anlage, wechselst Verschleißteile und bereitest die nächste Aufgabe vor. Weil moderne Druckmaschinen computergesteuert sind, gehört auch die Bedienung von Steuerungssoftware und die Dokumentation von Aufträgen, Materialverbrauch und Qualitätsdaten zu deinem Alltag.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Berufsschule und Betrieb wechseln sich ab, wobei du die meiste Zeit in der Druckerei verbringst. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Druckvorstufe, den Aufbau von Druckmaschinen und einfache Rüstarbeiten. Im zweiten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig das Einrichten und Fahren der Maschinen, dazu kommen Themen wie Farbmanagement und Papierkunde. Zwischen dem ersten und zweiten Jahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr spezialisierst du dich häufig auf ein Druckverfahren, etwa Bogenoffset, Rollenoffset oder Digitaldruck, und bereitest dich auf die IHK-Abschlussprüfung vor, die aus praktischen und theoretischen Teilen besteht.

Passt der Beruf zu dir?

Ein gutes Farbsehvermögen ist Voraussetzung, denn du musst kleinste Farbabweichungen erkennen, bevor sie im fertigen Produkt auffallen. Technisches Verständnis hilft dir, die Mechanik und Steuerung der Maschinen zu durchschauen, und Sorgfalt bewahrt dich vor teuren Fehldrucken. Druckmaschinen laufen laut und oft im Schichtbetrieb, auch nachts oder am Wochenende, deshalb solltest du körperlich belastbar sein und mit wechselnden Arbeitszeiten leben können. Der Beruf eignet sich für alle, die gerne an großen Maschinen arbeiten, präzise vorgehen und es befriedigend finden, am Ende der Schicht einen fertigen, sauberen Stapel bedruckter Bogen vor sich zu haben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.154 Euro im 1. Lehrjahr, 1.218 Euro im 2. Lehrjahr und 1.296 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem IHK-Abschluss kannst du in der Druckerei bleiben und dich auf ein Verfahren oder eine Maschinenart spezialisieren. Über eine Weiterbildung zum Industriemeister oder zur Industriemeisterin Printmedien übernimmst du später Verantwortung für Schichten und Personal. Wer technisch tiefer einsteigen möchte, kann sich zum Techniker oder zur Technikerin für Druck- und Medientechnik weiterbilden. Mit entsprechender Vorbildung ist auch ein Studium der Drucktechnik möglich, das zu Aufgaben in Produktionsplanung oder Verfahrensentwicklung führt.

Gut zu wissen

Der Beruf ist eng verwandt mit dem Medientechnologen Siebdruck und dem Medientechnologen Druckverarbeitung – alle drei arbeiten an unterschiedlichen Stationen der Druckproduktion. Weil Druckereien häufig im Mehrschichtbetrieb arbeiten, solltest du frühe, späte und Nachtschichten realistisch einplanen. Die Branche verändert sich stark durch Digitaldruck und Automatisierung, was den Beruf technisch anspruchsvoller, aber auch zukunftsorientierter macht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Farbsehvermögen
  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Chemie
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Druckerei
  • Produktionshalle
  • Schichtbetrieb

Nach der Ausbildung

  • Industriemeister/in Printmedien
  • Techniker/in Druck- und Medientechnik
  • Studium Drucktechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Medientechnologe/-technologin Druck?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Medientechnologe/-technologin Druck?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.154 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.296 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.016 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Chemie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Farbsehvermögen, technisches Verständnis, Sorgfalt und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Industriemeister/in Printmedien, Techniker/in Druck- und Medientechnik oder Studium Drucktechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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