Bau & Ausbau

Ausbildung als Maurer/in

Du ziehst Wände hoch, betonierst Decken und baust aus Plänen den Rohbau, auf dem alle anderen Gewerke aufsetzen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.079 €
Vergütung 3. Jahr
1.533 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Fundamente ausheben, schalen und betonieren
  • Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein oder Beton erstellen
  • Decken und Treppen schalen, bewehren und gießen
  • Bauzeichnungen lesen und Maße auf die Baustelle übertragen
  • Altbauten sanieren, Durchbrüche setzen und Putz aufbringen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Maurer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.079 € / Monat

entspricht 12.948 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.286 € / Monat

entspricht 15.432 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.533 € / Monat

entspricht 18.396 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.776 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Maurer?

Bevor ein Haus überhaupt Wände hat, warst du schon da: Du hebst Fundamente aus, baust die Schalung dafür und betonierst sie, damit ein Gebäude einen stabilen Untergrund bekommt. Danach ziehst du Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein oder Beton hoch, Reihe für Reihe, immer nach Wasserwaage und Bauplan. Auch Decken und Treppen gehören zu deiner Arbeit: Du schalst sie, verlegst die Bewehrung aus Stahl und gießt sie mit Beton aus. Damit am Ende alles zusammenpasst, liest du Bauzeichnungen und überträgst die Maße exakt auf die Baustelle, ein Fehler von wenigen Zentimetern kann später zum Problem werden. Neben Neubauten sanierst du auch Altbauten, setzt Durchbrüche für neue Türen oder Fenster und bringst Putz auf, damit Wände am Ende glatt und fertig aussehen. Du bist damit die Grundlage, auf der später Elektriker, Klempner und alle anderen Gewerke aufbauen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen des Mauerwerksbaus, den Umgang mit Baustoffen und einfache Schalarbeiten. Im zweiten Jahr kommen komplexere Aufgaben wie Deckenkonstruktionen, Bewehrung und Betonarbeiten dazu, nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Sanierung, Putzarbeiten und größere Bauabschnitte und bereitest dich auf die praktische und theoretische Gesellenprüfung der Handwerkskammer vor, bei der du eine Arbeitsprobe direkt auf der Baustelle ablegst.

Passt der Beruf zu dir?

Körperliche Fitness ist wichtig, weil du schwere Steine und Baustoffe hebst und über den Tag viel stehst und dich bewegst. Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, dir ein fertiges Gebäude aus Plan und Rohbau vorzustellen. Sorgfalt beim Messen entscheidet darüber, ob eine Wand am Ende gerade ist oder nicht, und Teamgeist ist gefragt, weil auf der Baustelle mehrere Gewerke ineinandergreifen müssen. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir die Arbeit im Freien bei jedem Wetter, also auch bei Kälte, Hitze oder Regen, zu belastend ist, denn Baustellenarbeit lässt sich selten ins Warme verlegen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.079 Euro im 1. Lehrjahr, 1.286 Euro im 2. Lehrjahr und 1.533 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 2.600 und 3.300 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du Vorarbeiter werden, die Weiterbildung zum Werkpolier oder Polier machen oder den Maurermeister anstreben, der dir die Leitung eines eigenen Betriebs ermöglicht. Auch eine Weiterbildung zum Bautechniker oder ein Studium des Bauingenieurwesens sind mögliche Wege, wenn du dich stärker in Richtung Planung entwickeln willst.

Gut zu wissen

Die Baubranche ist auf gut ausgebildete Maurer angewiesen, weil ohne stabilen Rohbau kein Gebäude entsteht. Die Arbeit ist körperlich fordernd und wetterabhängig, aber sie hinterlässt sichtbare Ergebnisse: Du kannst an jedem Gebäude, an dem du mitgebaut hast, später vorbeifahren und sagen, dass du es mit aufgebaut hast.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • räumliches Vorstellungsvermögen
  • • Sorgfalt beim Messen
  • • Teamgeist

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • im Freien bei jedem Wetter
  • Berufsschule

Nach der Ausbildung

  • Vorarbeiter/in
  • Werkpolier/in und Polier/in
  • Maurermeister/in
  • Bautechniker/in
  • Studium Bauingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Maurer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Maurer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.079 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.533 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.776 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt beim Messen und Teamgeist.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Vorarbeiter/in, Werkpolier/in und Polier/in, Maurermeister/in, Bautechniker/in oder Studium Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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