Bau & Ausbau

Ausbildung als Stuckateur/in

Du bringst Putz und Trockenbau an Wände und Decken, dämmst Fassaden und stellst Stuck für historische Gebäude wieder her.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.066 €
Vergütung 3. Jahr
1.519 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Innen- und Außenputz anmischen und auftragen
  • Wärmedämmverbundsysteme an Fassaden anbringen
  • Trockenbauwände und abgehängte Decken montieren
  • Stuckprofile ziehen, gießen und restaurieren
  • Untergründe prüfen und vorbereiten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Stuckateur/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.066 € / Monat

entspricht 12.792 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.267 € / Monat

entspricht 15.204 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.519 € / Monat

entspricht 18.228 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.224 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.100 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Stuckateur/in?

Bevor eine Wand gestrichen werden kann, muss sie verputzt sein, und genau das gehört zu deinen Kernaufgaben. Du mischst Innen- und Außenputz an und trägst ihn glatt und gleichmäßig auf, außerdem bringst du Wärmedämmverbundsysteme an Fassaden an, damit Häuser weniger Heizenergie verlieren. Im Innenausbau montierst du Trockenbauwände und abgehängte Decken, etwa um Räume neu aufzuteilen oder Leitungen zu verstecken. Bei historischen Gebäuden ziehst, gießt und restaurierst du Stuckprofile, eine besondere Handwerkskunst mit viel Liebe zum Detail. Vor jeder Arbeit prüfst und bereitest du den Untergrund vor, damit später alles hält. Bei Restaurierungsarbeiten fertigst du zudem eigene Schablonen und Modelle an, um historische Formen originalgetreu nachzubilden.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Baustelle und Berufsschule, ergänzt durch den überbetrieblichen Lehrgang in einer Ausbildungswerkstatt. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Putztechniken und Untergrundvorbereitung, im zweiten Jahr kommen Wärmedämmverbundsysteme und Trockenbau dazu. Im dritten Jahr vertiefst du anspruchsvollere Arbeiten wie das Ziehen von Stuckprofilen und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Eine ruhige Hand ist wichtig, besonders bei feinen Stuckarbeiten oder beim glatten Verputzen sichtbarer Flächen. Sinn für Formen hilft dir, Profile und Verzierungen originalgetreu nachzubilden, körperliche Fitness brauchst du, weil du oft über Kopf arbeitest oder schwere Materialien bewegst. Geduld ist entscheidend, wenn Putz trocknen muss oder eine Restaurierung viele kleine Arbeitsschritte erfordert. Die Arbeit findet auf Baustellen, in Innenräumen und auf Fassadengerüsten statt, bei jedem Wetter. Vor allem bei Außenarbeiten an Fassaden bist du wechselnden Temperaturen ausgesetzt, was den Beruf körperlich fordernd macht.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.066 Euro im 1. Lehrjahr, 1.267 Euro im 2. Lehrjahr und 1.519 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung steigst du orientierungsweise mit 2.500 bis 3.100 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Betrieb und Region. Mit der Meisterprüfung kannst du einen eigenen Betrieb führen oder ausbilden. Wer sich auf historische Gebäude spezialisieren möchte, kann eine Weiterbildung zum Restaurator im Handwerk anschließen, auch der Weg zum Techniker für Bautechnik steht offen.

Gut zu wissen

Stuckateurarbeiten reichen von reinem Neubauputz bis zur aufwendigen Restaurierung historischer Fassaden, das macht den Beruf abwechslungsreicher, als es der Name vermuten lässt. Verwandte Berufe wie Maler und Lackierer, Trockenbaumonteur oder Maurer arbeiten oft auf denselben Baustellen mit dir zusammen. Wer handwerklich geschickt ist und gerne sichtbare Ergebnisse schafft, findet hier einen kreativen Bauberuf. Wer sich für alte Gebäude und Handwerkskunst begeistert, kann sich später auf die Denkmalpflege spezialisieren.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • ruhige Hand
  • • Sinn für Formen
  • • körperliche Fitness
  • • Geduld

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Kunst
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Innenräume
  • Fassadengerüst

Nach der Ausbildung

  • Stuckateurmeister/in
  • Restaurator/in im Handwerk
  • Techniker/in Bautechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Stuckateur/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Stuckateur/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.066 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.519 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.224 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Kunst und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem ruhige Hand, Sinn für Formen, körperliche Fitness und Geduld.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Stuckateurmeister/in, Restaurator/in im Handwerk oder Techniker/in Bautechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.

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