Bau & Ausbau

Ausbildung als Trockenbaumonteur/in

Du baust Wände, Decken und Böden aus vorgefertigten Platten – schnell, sauber und mit viel Maßarbeit im Innenausbau.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
950 €
Vergütung 3. Jahr
1.430 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Unterkonstruktionen aus Metallprofilen stellen
  • Gipskarton- und Spezialplatten zuschneiden und montieren
  • Brandschutz- und Schallschutzkonstruktionen einbauen
  • Fugen spachteln und Oberflächen für Maler vorbereiten
  • Aufmaß nehmen und Materialbedarf berechnen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Trockenbaumonteur/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 950 € / Monat

entspricht 11.400 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.180 € / Monat

entspricht 14.160 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.430 € / Monat

entspricht 17.160 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

42.720 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.400–3.000 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Trockenbaumonteur/in?

Statt Wände zu mauern und wochenlang trocknen zu lassen, baust du sie aus vorgefertigten Platten auf – das geht deutlich schneller und ist dennoch Millimeterarbeit. Du stellst Unterkonstruktionen aus Metallprofilen, schneidest Gipskarton- und Spezialplatten passgenau zu und montierst sie zu Wänden, Decken oder abgehängten Böden. Dabei baust du auch Brandschutz- und Schallschutzkonstruktionen ein, die bestimmten Vorschriften genügen müssen. Nach der Montage spachtelst du Fugen, sodass die Oberfläche glatt genug ist, um vom Maler weiterbearbeitet zu werden. Vor dem eigentlichen Bau nimmst du Aufmaß und berechnest, wie viel Material du brauchst. Gearbeitet wird auf Baustellen und im Innenausbau von Bürogebäuden, oft im Team mit anderen Gewerken.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Mathematik, Physik und Technik/Werken. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Trockenbaus, einfache Unterkonstruktionen und den Umgang mit Werkzeug und Maschinen. Im zweiten Jahr kommen komplexere Konstruktionen sowie Brand- und Schallschutz dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig ganze Bauabschnitte, von der Aufmaßnahme bis zur fertigen Fläche. Eine Zwischenprüfung liegt in der Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Genauigkeit ist entscheidend, weil schiefe Wände oder ungenaue Fugen später sichtbar bleiben. Räumliches Vorstellungsvermögen brauchst du, um aus Plänen die tatsächliche Konstruktion im Raum zu erkennen, dazu Teamarbeit, weil viele Arbeiten zu zweit oder in der Gruppe erledigt werden. Belastbarkeit zeigt sich beim Tragen schwerer Platten und beim Arbeiten über Kopf, etwa bei Deckenkonstruktionen. Ehrlich dazu gehört: Der Job ist körperlich fordernd, teils staubig und findet auf Baustellen bei wechselnden Bedingungen statt – im Rohbau ist es im Winter kalt, im Sommer heiß. Termindruck kurz vor der Übergabe eines Gebäudes gehört ebenfalls dazu.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung gilt: Im ersten Lehrjahr bekommst du etwa 950 Euro brutto im Monat, im zweiten rund 1180 Euro und im dritten etwa 1430 Euro. Die tatsächliche Höhe hängt von Tarifbindung, Betriebsgröße, Branche und Bundesland ab. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bildet dabei die Untergrenze, die kein Betrieb unterschreiten darf.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2400 und 3000 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Vorarbeiter oder zur Vorarbeiterin weiterentwickeln, eine Meisterausbildung zum Stuckateurmeister oder zur Stuckateurmeisterin anschließen oder eine Technikerausbildung in Bautechnik aufnehmen und so in Richtung Bauleitung wechseln.

Gut zu wissen

Verwandt sind der Stuckateur beziehungsweise die Stuckateurin, der Tischler beziehungsweise die Tischlerin und der Maler und Lackierer beziehungsweise die Malerin und Lackiererin – wer sich mehr für Verputz oder Holzarbeiten interessiert, findet dort verwandte Alternativen. Der Beruf ist im Innenausbau stark gefragt, weil Trockenbau schnell, sauber und flexibel ist – gerade bei Umbauten in bereits genutzten Gebäuden ein klarer Vorteil.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Genauigkeit
  • • räumliches Vorstellungsvermögen
  • • Teamarbeit
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Innenausbau
  • Bürogebäude

Nach der Ausbildung

  • Vorarbeiter/in
  • Stuckateurmeister/in
  • Techniker/in Bautechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Trockenbaumonteur/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Trockenbaumonteur/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 950 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.430 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.720 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Genauigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Teamarbeit und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Vorarbeiter/in, Stuckateurmeister/in oder Techniker/in Bautechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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