Bau & Ausbau

Ausbildung als Beton- und Stahlbetonbauer/in

Du baust die tragenden Teile großer Bauwerke: Schalung stellen, Stahl einlegen, Beton einbringen – vom Parkhaus bis zur Brücke.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.079 €
Vergütung 3. Jahr
1.520 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Schalungen aus Holz oder Systemteilen aufbauen
  • Bewehrung aus Betonstahl biegen, flechten und einbauen
  • Beton einbringen, verdichten und nachbehandeln
  • Fertigteile mit dem Kran versetzen und verankern
  • Betonbauteile prüfen und instand setzen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Beton- und Stahlbetonbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.079 € / Monat

entspricht 12.948 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.292 € / Monat

entspricht 15.504 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.520 € / Monat

entspricht 18.240 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.692 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Beton- und Stahlbetonbauer?

Du baust die Teile eines Bauwerks, die später niemand mehr sieht, aber auf die sich alles andere stützt. Zuerst stellst du die Schalung auf, aus Holz oder aus vorgefertigten Systemteilen, die dem späteren Bauteil seine Form gibt. Anschließend biegst und flechtest du die Bewehrung aus Betonstahl und baust sie so ein, dass der spätere Beton die nötige Zugfestigkeit bekommt. Dann bringst du den Beton ein, verdichtest ihn, damit keine Hohlräume entstehen, und sorgst mit Nachbehandlung dafür, dass er richtig aushärtet. Bei Fertigteilen versetzt und verankerst du die Elemente mit dem Kran auf der Baustelle. Du prüfst außerdem bestehende Betonbauteile und setzt sie instand, wenn Risse oder Schäden auftreten. Deine Arbeit steckt in Parkhäusern, Brücken, Tunneln und den tragenden Teilen großer Gebäude.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen des Bauens: Baustoffe, einfache Schalungs- und Bewehrungsarbeiten sowie den sicheren Umgang mit Werkzeug und Maschinen auf der Baustelle. Im zweiten Jahr kommen komplexere Schalungssysteme, das Lesen von Bewehrungsplänen und der Umgang mit Fertigteilen dazu, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr arbeitest du zunehmend eigenständig an anspruchsvolleren Bauteilen und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor, in der du zeigst, dass du Schalung, Bewehrung und Betonage sicher beherrschst.

Passt der Beruf zu dir?

Kraft und Ausdauer sind wichtig, weil du schwere Materialien wie Schaltafeln, Bewehrungsstahl und Werkzeug bewegst und oft körperlich anstrengend arbeitest. Technisches Verständnis hilft dir, Baupläne zu lesen und Schalungen richtig zu konstruieren. Da du häufig auf Gerüsten oder in größerer Höhe arbeitest, solltest du schwindelfrei sein. Zuverlässigkeit ist entscheidend, weil Beton nach dem Einbringen nicht wartet und der ganze Bautrupp aufeinander angewiesen ist. In der Schule helfen dir Mathematik für Mengen- und Mischungsberechnungen, Physik für das Verständnis von Kräften und Statik, und Technik oder Werken für den Umgang mit Werkzeug.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.079 Euro im 1. Lehrjahr, 1.292 Euro im 2. Lehrjahr und 1.520 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird auf Großbaustellen, in Fertigteilwerken oder allgemein im Freien bei jedem Wetter. Wer sich weiterentwickeln will, kann Werkpolier oder Meister werden und damit Bautrupps leiten, sich zum Bautechniker weiterbilden oder ein Studium des Bauingenieurwesens anschließen und in Planung oder Bauleitung wechseln.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet meist im Freien statt, bei Hitze, Kälte oder Regen, und ist körperlich fordernd. Termine auf dem Bau sind oft eng getaktet, weil andere Gewerke auf deine fertigen Bauteile warten. Dafür siehst du direkt, was du geschafft hast, und der Beruf ist wegen des anhaltenden Bedarfs an Wohnungen und Infrastruktur langfristig gefragt, mit guten Aufstiegschancen für alle, die sich weiterqualifizieren wollen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Kraft und Ausdauer
  • • technisches Verständnis
  • • Schwindelfreiheit
  • • Zuverlässigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Großbaustelle
  • Fertigteilwerk
  • im Freien

Nach der Ausbildung

  • Werkpolier/in
  • Meister/in
  • Bautechniker/in
  • Studium Bauingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Beton- und Stahlbetonbauer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Beton- und Stahlbetonbauer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.079 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.520 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.692 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Kraft und Ausdauer, technisches Verständnis, Schwindelfreiheit und Zuverlässigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Werkpolier/in, Meister/in, Bautechniker/in oder Studium Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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