Das machst du in der Ausbildung
- Bauzeichnungen mit CAD-Software erstellen
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten ausarbeiten
- Bewehrungspläne und Details zeichnen
- Massen und Flächen berechnen
- Pläne verwalten und Änderungen einpflegen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Bauzeichner/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 9.156 € im Jahr
entspricht 11.100 € im Jahr
entspricht 13.044 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
33.300 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Bauzeichner?
Eine Architektin skizziert einen Entwurf für ein Wohnhaus, und aus dieser Idee wird ein Plan, nach dem tatsächlich gebaut werden kann: Genau das ist deine Aufgabe. Am CAD-Rechner setzt du Entwürfe von Architekten oder Ingenieuren in maßstabsgerechte Zeichnungen um, mit denen später auf der Baustelle gearbeitet wird. Du erstellst Grundrisse, Schnitte und Ansichten, zeichnest Details wie Fenster- oder Treppenanschlüsse und arbeitest bei Bedarf Bewehrungspläne für Stahlbetonteile aus. Dabei berechnest du Massen und Flächen, etwa wie viel Beton oder Dämmmaterial benötigt wird, damit die Kalkulation stimmt. Wenn sich während der Planung etwas ändert, weil ein Statiker Bedenken hat oder der Bauherr eine andere Raumaufteilung wünscht, pflegst du diese Änderungen sauber in die Pläne ein und hältst die Planversionen verwaltet, damit auf der Baustelle immer der aktuelle Stand vorliegt.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des technischen Zeichnens, den Umgang mit CAD-Software und einfache Grundrisse. Im zweiten Jahr kommen komplexere Schnitte, Ansichten und erste Bewehrungspläne dazu. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Massen- und Flächenberechnungen sowie in die Planverwaltung und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, wo du stehst. Je nach Betrieb spezialisierst du dich auf Hochbau, Tiefbau oder Ingenieurbau, was sich in den letzten Ausbildungsmonaten stärker bemerkbar macht.
Passt der Beruf zu dir?
Räumliches Vorstellungsvermögen ist entscheidend, weil du aus einer zweidimensionalen Zeichnung ein dreidimensionales Bauwerk im Kopf entstehen lassen musst, und umgekehrt. Genauigkeit ist unverzichtbar, weil schon kleine Maßfehler auf der Baustelle zu echten Problemen führen können. Interesse an Software hilft dir, weil du den Großteil des Tages mit CAD-Programmen arbeitest und dich in neue Funktionen einarbeiten musst. Konzentration brauchst du für die oft kleinteilige, detailreiche Arbeit an Plänen. Wer lieber körperlich aktiv draußen auf der Baustelle sein möchte, sollte wissen, dass diese Tätigkeit überwiegend am Bildschirm im Büro stattfindet.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 763 Euro im 1. Lehrjahr, 925 Euro im 2. Lehrjahr und 1.087 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2600 und 3200 Euro brutto im Monat, je nach Büro und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Bautechniker oder zur Bautechnikerin weiterbilden oder eine Weiterbildung zum geprüften Bauzeichner beziehungsweise zur geprüften Bauzeichnerin mit einer Fachrichtung anschließen. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Architektur oder des Bauingenieurwesens aufnehmen, wobei die Ausbildung ein solides praktisches Fundament dafür liefert.
Gut zu wissen
Der Beruf spielt sich fast ausschließlich im Büro ab, an Architektur- oder Ingenieurbüros oder in Bauämtern, mit gelegentlichen Baustellenbesuchen zur Bestandsaufnahme. CAD-Software entwickelt sich ständig weiter, sodass du dich immer wieder in neue Werkzeuge und Standards einarbeitest, etwa in Richtung digitaler Bauwerksmodelle. Wer Genauigkeit mag und gern am Computer gestalterisch wie technisch arbeitet, findet hier einen Beruf mit klarem Bezug zum realen Bauen, ohne selbst auf der Baustelle zu stehen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • räumliches Vorstellungsvermögen
- • Genauigkeit
- • Interesse an Software
- • Konzentration
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Kunst
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Architekturbüro
- Ingenieurbüro
- Bauamt
Nach der Ausbildung
- Bautechniker/in
- Geprüfte/r Bauzeichner/in mit Fachrichtung
- Studium Architektur oder Bauingenieurwesen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Bauzeichner/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Bauzeichner/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 763 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.087 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 33.300 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Kunst und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem räumliches Vorstellungsvermögen, Genauigkeit, Interesse an Software und Konzentration.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Bautechniker/in, Geprüfte/r Bauzeichner/in mit Fachrichtung oder Studium Architektur oder Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.