Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Technische/r Systemplaner/in

Du planst am Rechner, wo Leitungen, Kanäle und Stromkreise im Gebäude verlaufen – die Grundlage für jede Montage.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
794 €
Vergütung 4. Jahr
1.538 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Technische Zeichnungen und Schemata mit CAD erstellen
  • Leitungsnetze und Anlagen im Gebäudemodell planen
  • Berechnungen für Heizung, Lüftung oder Elektro durchführen
  • Massen ermitteln und Angebotsunterlagen vorbereiten
  • Pläne mit Fachplanern und Baustelle abstimmen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Technische/r Systemplaner/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 794 € / Monat

entspricht 9.528 € im Jahr

2. Lehrjahr 946 € / Monat

entspricht 11.352 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.128 € / Monat

entspricht 13.536 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.538 € / Monat

entspricht 18.456 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

43.644 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.800–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Technische/r Systemplaner/in?

Bevor eine Heizung, eine Lüftungsanlage oder ein Stromkreis in einem Gebäude installiert werden kann, muss genau feststehen, wo welche Leitung verläuft – das planst du am Rechner. Mit CAD-Software erstellst du technische Zeichnungen und Schemata, die zeigen, wie Leitungsnetze und Anlagen im Gebäude verlaufen sollen. Dabei arbeitest du oft direkt im digitalen Gebäudemodell, das alle Gewerke wie Heizung, Lüftung, Sanitär oder Elektro miteinander verknüpft. Du führst Berechnungen durch, etwa um festzulegen, welche Rohrdurchmesser oder Kabelquerschnitte für eine Anlage nötig sind. Aus deinen Plänen ermittelst du Massen, also wie viel Material gebraucht wird, und bereitest damit Angebotsunterlagen für Kundinnen und Kunden vor. Weil deine Pläne die Grundlage für die Montage sind, stimmst du dich eng mit Fachplaner/innen anderer Gewerke und gelegentlich direkt mit der Baustelle ab, wenn sich vor Ort Änderungen ergeben.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual, du arbeitest also in einem Ingenieur- oder Planungsbüro und besuchst parallel die Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du technisches Zeichnen und die Grundlagen der CAD-Software. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in einen Fachbereich, etwa Versorgungs- und Ausrüstungstechnik oder Elektrotechnische Systeme, und lernst, Leitungsnetze zu planen. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Planungsaufgaben und erste Berechnungen eigenständig. Das angefangene vierte Halbjahr dient der Vertiefung und der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Nach dem zweiten Jahr steht eine Zwischenprüfung an, mit der die IHK überprüft, ob die Grundlagen für die anspruchsvolleren Ausbildungsinhalte sitzen.

Passt der Beruf zu dir?

Räumliches Denken ist entscheidend, denn du musst dir vorstellen können, wie Leitungen und Anlagen dreidimensional durch ein Gebäude verlaufen, ohne sich gegenseitig zu behindern. Genauigkeit ist wichtig, weil Planungsfehler auf der Baustelle teuer und aufwendig zu korrigieren sind. Interesse an Gebäudetechnik hilft dir, dich in die verschiedenen Systeme wie Heizung, Lüftung oder Elektro einzuarbeiten. Sorgfalt rundet das Profil ab, denn du arbeitest mit vielen Details, die alle stimmen müssen. Wenn dir Mathematik und Physik in der Schule liegen und du lieber am Bildschirm planst als selbst zu montieren, ist der Beruf eine gute Wahl.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 794 Euro im 1. Lehrjahr, 946 Euro im 2. Lehrjahr, 1.128 Euro im 3. Lehrjahr und 1.538 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit dem IHK-Abschluss arbeitest du in Ingenieurbüros oder Planungsabteilungen weiter an der Planung von Gebäudetechnik, gelegentlich mit Einsätzen auf der Baustelle zur Abstimmung vor Ort. Über die Weiterbildung zum/zur Techniker/in Versorgungs- oder Elektrotechnik übernimmst du anspruchsvollere Planungs- und Projektaufgaben. Wer sich auf digitale Gebäudemodelle spezialisiert, kann sich zum/zur BIM-Koordinator/in weiterbilden und größere Projekte technisch koordinieren. Ein anschließendes Studium der Gebäudetechnik eröffnet Wege in Ingenieurtätigkeit und Projektleitung.

Gut zu wissen

Der Beruf ähnelt dem des/der Technischen Produktdesigner/in, unterscheidet sich aber im Anwendungsfeld: Statt Maschinenbauteile planst du Gebäudetechnik, also Leitungsnetze und Anlagen in Bauwerken. Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, gelegentliche Baustellenbesuche gehören aber dazu, um Pläne mit der Realität abzugleichen. Wer sich zwischen diesem Beruf und dem/der Bauzeichner/in nicht sicher ist, sollte beide Berufsbilder vergleichen, da sie sich in Schwerpunkt und Software teilweise überschneiden.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • räumliches Denken
  • • Genauigkeit
  • • Interesse an Gebäudetechnik
  • • Sorgfalt

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Informatik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Ingenieurbüro
  • Planungsabteilung
  • gelegentlich Baustelle

Nach der Ausbildung

  • Techniker/in Versorgungs- oder Elektrotechnik
  • BIM-Koordinator/in
  • Studium Gebäudetechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Technische/r Systemplaner/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Technische/r Systemplaner/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 794 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.538 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.644 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem räumliches Denken, Genauigkeit, Interesse an Gebäudetechnik und Sorgfalt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Techniker/in Versorgungs- oder Elektrotechnik, BIM-Koordinator/in oder Studium Gebäudetechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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