Das machst du in der Ausbildung
- Messpunkte mit Tachymeter und GNSS aufnehmen
- Bauwerke und Grenzen abstecken
- Messdaten auswerten und Pläne erstellen
- Geodaten in Informationssystemen pflegen
- Bestandsaufnahmen und Kontrollmessungen durchführen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Vermessungstechniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.168 € im Jahr
entspricht 15.780 € im Jahr
entspricht 16.356 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
47.304 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.400 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Vermessungstechniker?
Bevor ein Neubau entstehen kann, muss klar sein, wo genau die Grundstücksgrenzen verlaufen und wo das Fundament exakt hinkommt: Du gehst mit Tachymeter und GNSS-Empfänger ins Gelände und nimmst Messpunkte auf, aus denen später Pläne und Karten entstehen. Auf Baustellen steckst du Bauwerke und Grenzen ab, damit Baufirmen genau wissen, wo gegraben oder gebaut werden darf. Zurück im Büro wertest du die gesammelten Messdaten aus und erstellst daraus Pläne, die Behörden, Architekten oder Bauunternehmen weiterverwenden. Diese Geodaten pflegst du zusätzlich in digitale Geoinformationssysteme ein, damit sie auch später noch verfügbar und aktuell sind. Regelmäßig führst du außerdem Bestandsaufnahmen und Kontrollmessungen durch, etwa um zu prüfen, ob ein Bauwerk sich im Lauf der Zeit gesetzt oder verschoben hat.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Messtechnik und den Umgang mit einfachen Messgeräten. Im zweiten Jahr kommen komplexere Absteckungen und die Auswertung von Messdaten am Computer dazu. Im dritten Jahr vertiefst du die Arbeit mit Geoinformationssystemen und übernimmst eigenständige Messeinsätze, bevor die Abschlussprüfung ansteht. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, wo du stehst. Je nachdem, ob du bei einem privaten Vermessungsbüro oder im öffentlichen Dienst, etwa einem Katasteramt, ausgebildet wirst, unterscheiden sich die Schwerpunkte etwas.
Passt der Beruf zu dir?
Genauigkeit ist die Grundvoraussetzung, weil schon kleine Messfehler später zu falschen Grenzen oder fehlerhaften Bauplänen führen können. Mathe-Verständnis brauchst du, weil du aus Messwerten Koordinaten und Flächen berechnest. Freude an Technik hilft dir im Umgang mit modernen Messgeräten, die zunehmend satellitengestützt und digital arbeiten. Wetterfestigkeit ist wichtig, weil ein guter Teil der Arbeit im Gelände stattfindet, bei Wind, Regen oder Hitze, während der andere Teil im Büro an der Datenauswertung liegt. Wer nur drinnen arbeiten möchte, sollte wissen, dass der Außendienst fest zum Berufsbild gehört.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.264 Euro im 1. Lehrjahr, 1.315 Euro im 2. Lehrjahr und 1.363 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2800 und 3400 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Techniker oder zur Technikerin für Vermessungstechnik weiterbilden und mehr Verantwortung für komplexere Projekte übernehmen. Ein anschließendes Studium der Geodäsie oder Geoinformatik öffnet den Weg in Richtung Planung, Forschung oder Leitungspositionen bei Vermessungsämtern und Ingenieurbüros.
Gut zu wissen
Die Arbeit wechselt zwischen Außendienst im Gelände und Büroarbeit am Computer, was den Beruf abwechslungsreich macht, aber auch bedeutet, dass du bei jedem Wetter draußen unterwegs sein musst, wenn Messtermine anstehen. Moderne Technik wie GNSS und digitale Geoinformationssysteme hat den Beruf in den letzten Jahren stark verändert, weshalb IT-Kenntnisse zunehmend wichtiger werden. Wer Genauigkeit schätzt und gern zwischen Gelände und Büro wechselt, findet hier einen technisch geprägten Beruf mit gutem Bezug zum Bauwesen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Genauigkeit
- • Mathe-Verständnis
- • Freude an Technik
- • Wetterfestigkeit
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Außendienst im Gelände
- Büro
- Katasteramt
Nach der Ausbildung
- Techniker/in Vermessungstechnik
- Studium Geodäsie oder Geoinformatik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Vermessungstechniker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Vermessungstechniker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.264 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.363 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.304 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem Genauigkeit, Mathe-Verständnis, Freude an Technik und Wetterfestigkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Techniker/in Vermessungstechnik oder Studium Geodäsie oder Geoinformatik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat.