Das machst du in der Ausbildung
- Geodaten erfassen, prüfen und aufbereiten
- Karten und 3D-Modelle erstellen
- Geoinformationssysteme pflegen und auswerten
- Luftbilder und Fernerkundungsdaten auswerten
- Daten für Web-Anwendungen bereitstellen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Geomatiker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.180 € im Jahr
entspricht 15.816 € im Jahr
entspricht 16.440 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
47.436 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.500 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Geomatiker?
Eine Stadtverwaltung braucht eine aktuelle digitale Karte ihrer Leitungsnetze, ein Unternehmen möchte Geodaten in einer Web-App nutzbar machen: Du sammelst und prüfst Geodaten aus unterschiedlichen Quellen, etwa aus Vermessungen, Luftbildern oder amtlichen Registern, und bereitest sie so auf, dass sie zuverlässig weiterverwendet werden können. Aus diesen Daten erstellst du Karten und 3D-Modelle, die je nach Auftrag für Planung, Navigation oder Präsentation gedacht sind. Ein zentraler Teil deiner Arbeit ist die Pflege von Geoinformationssystemen, in denen Geodaten strukturiert gespeichert, verknüpft und ausgewertet werden. Auch Luftbilder und Fernerkundungsdaten, etwa von Satelliten oder Drohnen, wertest du aus, um daraus verwertbare Informationen zu gewinnen, zum Beispiel über Flächennutzung oder Vegetation. Am Ende bereitest du die aufbereiteten Daten häufig so auf, dass sie in Web-Anwendungen oder Apps direkt genutzt werden können, etwa in einer interaktiven Stadtkarte.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Geodatenerfassung und einfache Kartenerstellung. Im zweiten Jahr kommen der Umgang mit Geoinformationssystemen und die Auswertung von Luftbildern dazu. Im dritten Jahr vertiefst du die Aufbereitung von Daten für Web-Anwendungen und übernimmst eigenständige Projekte, bevor die Abschlussprüfung ansteht. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, wo du stehst. Je nachdem, ob du bei einem privaten Unternehmen oder im öffentlichen Dienst, etwa einem Vermessungsamt, ausgebildet wirst, unterscheiden sich die Schwerpunkte etwas.
Passt der Beruf zu dir?
Interesse an IT ist zentral, weil du überwiegend mit spezialisierter Software arbeitest, von Geoinformationssystemen bis zu Datenbanken. Genauigkeit brauchst du, weil fehlerhafte Geodaten sich in allen darauf aufbauenden Karten und Anwendungen fortsetzen. Analytisches Denken hilft dir, große Datenmengen zu strukturieren und Auffälligkeiten zu erkennen, etwa wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen nicht zusammenpassen. Gestaltungssinn ist gefragt, wenn du Karten oder 3D-Modelle so aufbereitest, dass sie übersichtlich und verständlich wirken. Wer lieber den ganzen Tag draußen im Gelände arbeiten möchte, sollte wissen, dass dieser Beruf überwiegend im Büro stattfindet, mit nur gelegentlichen Außeneinsätzen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.265 Euro im 1. Lehrjahr, 1.318 Euro im 2. Lehrjahr und 1.370 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2800 und 3500 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Techniker oder zur Technikerin für Vermessungstechnik weiterbilden oder dich als GIS-Spezialist beziehungsweise GIS-Spezialistin auf Geoinformationssysteme fokussieren. Ein anschließendes Studium der Geoinformatik öffnet den Weg in Richtung Softwareentwicklung, Planung oder Forschung im Geodatenbereich.
Gut zu wissen
Der Beruf liegt an der Schnittstelle zwischen klassischer Vermessung, Kartografie und moderner IT, weshalb sich das Berufsbild durch neue Technologien wie Drohnenbefliegung oder 3D-Stadtmodelle laufend weiterentwickelt. Anders als bei vielen anderen Berufen im Feld Bau findet die Arbeit überwiegend am Bildschirm statt, mit gelegentlichen Ausflügen ins Gelände zur Datenerfassung oder Kontrolle. Wer technisches Interesse mit einem Gespür für Daten und Visualisierung verbindet, findet hier einen zukunftsorientierten Beruf mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Interesse an IT
- • Genauigkeit
- • analytisches Denken
- • Gestaltungssinn
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Informatik
- • Geografie
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Büro
- Vermessungsamt
- gelegentlich im Gelände
Nach der Ausbildung
- Techniker/in Vermessungstechnik
- GIS-Spezialist/in
- Studium Geoinformatik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Geomatiker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Geomatiker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.265 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.370 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.436 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Informatik und Geografie. Mitbringen solltest du vor allem Interesse an IT, Genauigkeit, analytisches Denken und Gestaltungssinn.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Techniker/in Vermessungstechnik, GIS-Spezialist/in oder Studium Geoinformatik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat.