IT & Digitales

Ausbildung als Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung

Du entwickelst Software: Anforderungen aufnehmen, programmieren, testen und die Anwendung beim Kunden ausrollen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.211 €
Vergütung 3. Jahr
1.356 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Anwendungen planen und in einer Programmiersprache umsetzen
  • Datenbanken entwerfen und Abfragen schreiben
  • Software testen, Fehler finden und beheben
  • Bestehende Programme erweitern und dokumentieren
  • Anwender schulen und im zweiten Level unterstützen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.211 € / Monat

entspricht 14.532 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.279 € / Monat

entspricht 15.348 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.356 € / Monat

entspricht 16.272 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.152 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.800 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung?

Wenn ein Unternehmen eine neue App oder ein internes Tool braucht, bist du an der Umsetzung beteiligt. Zuerst klärst du gemeinsam mit Kollegen oder direkt mit Kunden, was die Software können soll, und planst, wie du das technisch umsetzt. Dann schreibst du Code in einer Programmiersprache, baust Funktionen und testest, ob sie tun, was sie sollen. Damit die Anwendung Daten speichern kann, entwirfst du Datenbanken und schreibst Abfragen, mit denen die Software auf diese Daten zugreift. Wenn ein Programm fehlerhaft läuft, suchst du den Fehler systematisch, behebst ihn und dokumentierst die Änderung, damit Kollegen sie nachvollziehen können. Oft erweiterst du auch bestehende Software um neue Funktionen, statt komplett neu zu programmieren. Und wenn eine Anwendung beim Kunden läuft, schulst du die Anwender, damit sie damit klarkommen, und hilfst im zweiten Level weiter, wenn etwas nicht funktioniert.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen einer Programmiersprache, einfache Datenstrukturen und wie man Software plant, bevor man sie schreibt. Im zweiten Lehrjahr kommen Datenbanken, größere Softwareprojekte und Testverfahren dazu, oft arbeitest du bereits in echten Projekten des Betriebs mit. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Zeit zeigt, wo du stehst. Im dritten Lehrjahr vertiefst du dich in ein Projekt, planst und dokumentierst es eigenständig und bereitest dich auf die IHK-Abschlussprüfung vor, die ein betriebliches Projekt mit Präsentation und einen schriftlichen Teil enthält.

Passt der Beruf zu dir?

Logisches Denken ist die wichtigste Grundlage, weil Programmieren im Kern bedeutet, Probleme in klare Schritte zu zerlegen. Du brauchst Ausdauer bei der Fehlersuche, denn ein Bug lässt sich nicht immer sofort finden, manchmal steckst du stundenlang in einem Problem, bis die Lösung klar wird. Englischkenntnisse helfen dir, weil viele Dokumentationen, Fehlermeldungen und Fachbegriffe englisch sind. Und weil sich Technologien schnell weiterentwickeln, solltest du bereit sein, ständig dazuzulernen. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir stundenlange konzentrierte Arbeit am Bildschirm schwerfällt oder du dich schnell frustrieren lässt, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.211 Euro im 1. Lehrjahr, 1.279 Euro im 2. Lehrjahr und 1.356 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen etwa 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat rechnen, IT-Fachkräfte sind gefragt und die Spannen sind entsprechend groß. Du kannst dich als Softwareentwickler auf ein Fachgebiet spezialisieren, etwa Webentwicklung oder mobile Apps, den geprüften IT-Projektleiter machen oder ein Informatikstudium anschließen, oft berufsbegleitend.

Gut zu wissen

Der Beruf ist einer der wenigen, bei dem Homeoffice und flexible Arbeitszeiten häufig schon in der Ausbildung möglich sind, allerdings nicht überall gleich. Weil sich Programmiersprachen und Werkzeuge weiterentwickeln, bleibt Lernen auch nach der Ausbildung Teil des Jobs, das gehört für viele zu den spannenden Seiten dieses Berufs dazu.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • logisches Denken
  • • Ausdauer bei der Fehlersuche
  • • Englischkenntnisse
  • • Lernbereitschaft

Wichtige Schulfächer

  • • Informatik
  • • Mathematik
  • • Englisch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Büro
  • Homeoffice
  • beim Kunden vor Ort

Nach der Ausbildung

  • Softwareentwickler/in mit Spezialisierung
  • Geprüfte/r IT-Projektleiter/in
  • Studium Informatik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.211 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.356 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.152 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Informatik, Mathematik und Englisch. Mitbringen solltest du vor allem logisches Denken, Ausdauer bei der Fehlersuche, Englischkenntnisse und Lernbereitschaft.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Softwareentwickler/in mit Spezialisierung, Geprüfte/r IT-Projektleiter/in oder Studium Informatik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat.

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