Das machst du in der Ausbildung
- Zimmerpreise und Auslastung steuern
- Marketing- und Vertriebsaktionen umsetzen
- Dienstpläne und Personaleinsatz planen
- Warenwirtschaft und Kalkulation übernehmen
- Gäste betreuen und Beschwerden lösen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Hotelmanagement während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.368 € im Jahr
entspricht 14.832 € im Jahr
entspricht 16.212 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.412 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.400 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Kaufmann/-frau für Hotelmanagement?
Während das Hotelfach den Gästekontakt in den Mittelpunkt stellt, kümmerst du dich um die kaufmännische Seite eines Hotels. Du steuerst Zimmerpreise und Auslastung, damit möglichst viele Zimmer zu guten Konditionen verkauft werden, und planst Marketing- und Vertriebsaktionen, etwa für die Nebensaison. Dienstpläne und Personaleinsatz gehören ebenso zu deinen Aufgaben wie Warenwirtschaft und Kalkulation, damit Wareneinkauf und Kosten im Rahmen bleiben. Trotz des kaufmännischen Schwerpunkts hast du weiterhin mit Gästen zu tun, betreust sie an der Rezeption oder kümmerst dich um Beschwerden. Auch Verhandlungen mit Lieferanten und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wie Housekeeping oder Küche gehören zu deinem Alltag.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Abläufe im Hotel kennen, von der Rezeption bis zum Housekeeping, und bekommst erste Einblicke in Kalkulation und Buchhaltung. Im zweiten Jahr vertiefst du Marketing, Vertrieb und Personalplanung, im dritten übernimmst du zunehmend eigenständig Aufgaben im Revenue Management und in der betriebswirtschaftlichen Auswertung. Nach der Hälfte der Ausbildung steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Du solltest kaufmännisch denken und Zahlen nicht scheuen, denn Kalkulationen und Kennzahlen bestimmen viele Entscheidungen. Gastfreundschaft bleibt wichtig, auch wenn du weniger am Buffet oder an der Bar stehst als im Hotelfach. Organisationstalent hilft dir, Dienstpläne und Kampagnen gleichzeitig im Blick zu behalten, Fremdsprachenkenntnisse sind besonders in internationalen Häusern gefragt. Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie unregelmäßige Arbeitszeiten gehören zur Hotelbranche dazu, das solltest du vorher wissen. Dafür erlebst du ein internationales Arbeitsumfeld mit wechselnden Gästen und Aufgaben, die selten eintönig werden.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.114 Euro im 1. Lehrjahr, 1.236 Euro im 2. Lehrjahr und 1.351 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.600 bis 3.400 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Betrieb und Position. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Betriebswirt für das Gastgewerbe oder zum Revenue Manager weiterbilden und übernimmst dann die Preis- und Ertragssteuerung größerer Häuser. Auch ein Studium im Hotelmanagement ist eine mögliche Option für den weiteren Weg, etwa in Richtung Hoteldirektion.
Gut zu wissen
Der Beruf ähnelt dem Hotelfachmann, setzt aber stärker auf kaufmännische Zusammenhänge statt auf den direkten Servicealltag. Wer sich unsicher ist, welche Richtung besser passt, kann beide Ausbildungen vergleichen, sie überschneiden sich in den ersten Monaten stark. Auch Kaufleute für Tourismus und Freizeit oder Veranstaltungskaufleute arbeiten in verwandten Bereichen der Reise- und Eventbranche. Wer sich für Zahlen und Gastgewerbe gleichermaßen begeistert, findet in diesem Beruf eine gute Mischung aus beidem.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • kaufmännisches Denken
- • Gastfreundschaft
- • Organisationstalent
- • Fremdsprachen
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Englisch
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Hotel
- Verwaltung
- Rezeption
Nach der Ausbildung
- Betriebswirt/in Gastgewerbe
- Revenue Manager/in
- Studium Hotelmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Hotelmanagement?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Hotelmanagement?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.114 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.351 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.412 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Englisch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem kaufmännisches Denken, Gastfreundschaft, Organisationstalent und Fremdsprachen.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Betriebswirt/in Gastgewerbe, Revenue Manager/in oder Studium Hotelmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat.