Das machst du in der Ausbildung
- Gäste empfangen, einchecken und beraten
- Zimmer kontrollieren und Housekeeping steuern
- Im Restaurant und an der Bar bedienen
- Reservierungen und Abrechnungen bearbeiten
- Veranstaltungen im Haus organisieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Hotelfachmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.344 € im Jahr
entspricht 14.772 € im Jahr
entspricht 16.164 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.280 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.100 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Hotelfachmann/-frau?
Ein Gast kommt spätabends erschöpft von einer langen Reise an – du empfängst ihn an der Rezeption, checkst ihn ein und beantwortest Fragen zum Haus, zum Frühstück oder zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Am nächsten Morgen sorgst du vielleicht dafür, dass alle Zimmer pünktlich fertig sind, kontrollierst mit dem Housekeeping, ob alles stimmt, und kümmerst dich um eine defekte Klimaanlage in Zimmer 214. Mittags stehst du im Restaurant oder an der Bar und bedienst Gäste, nachmittags bearbeitest du Reservierungen für die kommende Woche und erstellst Abrechnungen. Größere Hotels veranstalten außerdem Tagungen, Hochzeiten oder Firmenfeiern – auch deren Organisation gehört zu deinem Aufgabenbereich. Die Ausbildung ist bewusst breit angelegt: Du durchläufst während der drei Jahre alle wichtigen Abteilungen eines Hotels, vom Empfang über Service bis zur Verwaltung.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual, im Wechsel zwischen Hotelbetrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen im Service, an der Rezeption und im Housekeeping kennen. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Reservierung, Veranstaltungsorganisation und Abrechnung und übernimmst mehr Verantwortung im direkten Gästekontakt. Im dritten Jahr arbeitest du zunehmend eigenständig, etwa bei der Planung einer Veranstaltung oder als Vertretung an der Rezeption, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildung zeigt, ob die Grundlagen aus dem ersten Jahr sitzen.
Passt der Beruf zu dir?
Gastfreundschaft ist die Grundlage dieses Berufs: Du solltest gerne mit Menschen zu tun haben, auch wenn ein Gast einmal unzufrieden oder gestresst ist. Weil viele Hotels internationale Gäste haben, sind Fremdsprachenkenntnisse wichtig, vor allem Englisch. Organisationstalent brauchst du, um mehrere Aufgaben gleichzeitig im Blick zu behalten, etwa wenn an der Rezeption die Schlange länger wird und gleichzeitig das Telefon klingelt. Belastbarkeit ist ebenfalls gefragt, denn der Beruf bedeutet häufig Schichtdienst, Arbeit am Wochenende und an Feiertagen, wenn andere frei haben – gerade in der Gastronomie ist das kaum zu vermeiden. Wer feste Arbeitszeiten von Montag bis Freitag sucht, sollte sich das vorher genau überlegen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.112 Euro im 1. Lehrjahr, 1.231 Euro im 2. Lehrjahr und 1.347 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der IHK-Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.400 und 3.100 Euro brutto im Monat, je nach Hotel und Region. Viele Hotelfachleute sammeln zunächst Erfahrung in verschiedenen Häusern, teils auch im Ausland, bevor sie sich spezialisieren. Mit einer Weiterbildung zum/zur Hotelmeister/in oder zum/zur Betriebswirt/in im Gastgewerbe kannst du später Führungsaufgaben übernehmen, etwa als Abteilungs- oder Hotelleitung. Wer noch weiter gehen möchte, kann ein Studium im Bereich Hotelmanagement anschließen.
Gut zu wissen
Der Beruf bringt unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich: frühe Schichten, Spätdienste, Wochenend- und Feiertagsarbeit gehören zum Alltag, vor allem in der Hauptsaison oder bei großen Veranstaltungen. Auch stundenlanges Stehen an der Rezeption oder im Service ist üblich. Wer damit gut zurechtkommt, bekommt dafür einen Beruf mit viel direktem Kontakt zu Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Lebenssituationen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Gastfreundschaft
- • Fremdsprachen
- • Belastbarkeit
- • Organisationstalent
Wichtige Schulfächer
- • Englisch
- • Deutsch
- • Wirtschaft
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Hotel
- Rezeption
- Restaurant
Nach der Ausbildung
- Hotelmeister/in
- Betriebswirt/in Gastgewerbe
- Studium Hotelmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Hotelfachmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Hotelfachmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.112 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.347 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.280 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Englisch, Deutsch und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Gastfreundschaft, Fremdsprachen, Belastbarkeit und Organisationstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Hotelmeister/in, Betriebswirt/in Gastgewerbe oder Studium Hotelmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.100 Euro brutto im Monat.