Das machst du in der Ausbildung
- Elektrische Betriebsmittel montieren und anschließen
- Schaltschränke verdrahten
- Messungen und Prüfungen durchführen
- Anlagen warten und Fehler melden
- Arbeiten dokumentieren
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Industrieelektriker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.076 € im Jahr
entspricht 15.396 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
29.472 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Industrieelektriker/in?
Damit eine Produktionsanlage läuft, muss jedes Kabel am richtigen Platz sitzen und jeder Schalter zuverlässig funktionieren – das stellst du sicher. Du montierst elektrische Betriebsmittel wie Motoren, Sensoren oder Schaltgeräte und schließt sie fachgerecht an. Ein großer Teil deiner Arbeit spielt sich an Schaltschränken ab, die du nach Schaltplan verdrahtest, damit Strom und Signale dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Bevor eine Anlage in Betrieb geht, führst du Messungen und Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass alles sicher funktioniert. Läuft eine Anlage bereits, gehörst du zum Team, das sie wartet, Verschleißteile austauscht und bei Störungen erste Fehler eingrenzt oder an Elektroniker/innen weitermeldet. Jede Arbeit an elektrischen Anlagen musst du sorgfältig dokumentieren, weil das aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben ist.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual, du bist also abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die elektrotechnischen Grundlagen: wie man Leitungen verlegt, Bauteile montiert und einfache Schaltungen liest. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in einen betrieblichen Schwerpunkt, etwa Anlagen- und Betriebstechnik, Geräte- und Systemtechnik oder Energie- und Gebäudetechnik, und übernimmst zunehmend eigenständig Montage- und Prüfarbeiten. Eine Zwischenprüfung findet wegen der kurzen Ausbildungsdauer nicht in der klassischen Form statt, dafür gibt es regelmäßige Lernstandskontrollen. Am Ende steht die IHK-Abschlussprüfung. Wer nach den zwei Jahren mehr will, kann direkt anschließend die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik aufsatteln und damit einen höheren Abschluss mit mehr Verantwortung erreichen.
Passt der Beruf zu dir?
Sorgfalt ist in diesem Beruf keine Nebensache, sondern Sicherheitsfrage: Ein falsch angeschlossenes Kabel kann eine Anlage beschädigen oder Menschen gefährden. Technisches Interesse hilft dir, Schaltpläne zu verstehen und dich in neue Anlagen einzuarbeiten. Zuverlässigkeit ist gefragt, weil andere sich darauf verlassen, dass deine Arbeit hält, was sie soll, gerade bei sicherheitsrelevanten Installationen. Teamgeist rundet das Profil ab, denn du arbeitest meist im Verbund mit anderen Gewerken und musst dich abstimmen, wenn mehrere Arbeitsschritte ineinandergreifen. Wenn dir Physik und Mathematik in der Schule keine Probleme machen und du gern mit den Händen an technischen Systemen arbeitest, passt der Beruf gut zu dir.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.173 Euro im 1. Lehrjahr und 1.283 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Mit dem IHK-Abschluss arbeitest du in Produktionsbetrieben, Werkstätten oder auf Baustellen an Montage, Installation und Wartung elektrischer Anlagen. Sehr viele nutzen den zweijährigen Abschluss als Sprungbrett und hängen die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik direkt an, weil das mehr Aufgaben und besseren Verdienst bringt. Mit der Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Elektrotechnik übernimmst du später Führungsverantwortung für ein Team oder eine Abteilung.
Gut zu wissen
Der zweijährige Abschluss ist bewusst kompakt gehalten und eignet sich gut, um schnell in die Elektrotechnik einzusteigen, ohne dass du dich sofort für die längere Elektroniker-Ausbildung entscheiden musst. Wer aber langfristig mehr Verantwortung und ein höheres Gehalt anstrebt, sollte die Aufbauqualifizierung von Anfang an einplanen. Arbeitssicherheit spielt in diesem Beruf durchgehend eine zentrale Rolle, weil du mit Strom arbeitest – Vorschriften und Schutzmaßnahmen gehören von der ersten Woche an zum Alltag.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • technisches Interesse
- • Zuverlässigkeit
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Physik
- • Mathematik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Produktionsbetrieb
- Werkstatt
- Baustelle
Nach der Ausbildung
- Aufbau zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik
- Industriemeister/in Elektrotechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Industrieelektriker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Industrieelektriker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.173 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.283 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 29.472 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, technisches Interesse, Zuverlässigkeit und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufbau zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik oder Industriemeister/in Elektrotechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.