Das machst du in der Ausbildung
- Energieverteilungsanlagen installieren und prüfen
- Schaltschränke aufbauen und verdrahten
- Steuerungen programmieren und Anlagen in Betrieb nehmen
- Störungen an Maschinen und Anlagen beheben
- Wartungen planen und dokumentieren
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Elektroniker/in für Betriebstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.724 € im Jahr
entspricht 15.720 € im Jahr
entspricht 16.812 € im Jahr
entspricht 17.976 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
56.244 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.000–3.700 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Elektroniker für Betriebstechnik?
Ohne dich steht die Produktion still. Du installierst und prüfst Energieverteilungsanlagen, baust Schaltschränke auf und verdrahtest sie nach Schaltplan, und du sorgst dafür, dass Strom sicher von der Trafostation bis zur einzelnen Maschine kommt. Du programmierst Steuerungen, nimmst Anlagen in Betrieb und passt Abläufe an neue Anforderungen an. Fällt eine Maschine mitten in der Produktion aus, bist du gefragt: Du suchst systematisch nach der Ursache, tauschst defekte Bauteile und bringst die Anlage wieder zum Laufen. Daneben planst und dokumentierst du Wartungen, damit Störungen möglichst gar nicht erst entstehen. Der Beruf verbindet klassische Elektrotechnik mit moderner Automatisierung, du arbeitest an Anlagen von der einfachen Schaltung bis zur komplexen SPS-Steuerung.
So läuft die Ausbildung ab
Die duale Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, und findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt. Im ersten Jahr lernst du die elektrotechnischen Grundlagen: Messtechnik, einfache Schaltungen, Werkstoffkunde und Arbeitssicherheit. Im zweiten Jahr kommen Steuerungstechnik und der Aufbau von Schaltanlagen dazu, meist mit einer Zwischenprüfung, die zeigt, wo du stehst. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Automatisierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung größerer Anlagen. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du, um dein Wissen in der betrieblichen Praxis zu festigen und dich auf die gestreckte Abschlussprüfung vorzubereiten, deren zweiter Teil am Ende der Ausbildung steht.
Passt der Beruf zu dir?
Du solltest analytisch denken können, denn Fehlersuche an Anlagen bedeutet, systematisch Schritt für Schritt einzugrenzen, wo das Problem liegt. Sorgfalt ist bei der Arbeit mit elektrischem Strom keine Option, sondern Voraussetzung für deine eigene Sicherheit und die deiner Kollegen. Wenn dich Automatisierung interessiert – wie Maschinen selbstständig Abläufe steuern – bringst du die richtige Neugier mit. Belastbarkeit brauchst du, weil Störungen oft unter Zeitdruck behoben werden müssen und Produktionsbetriebe in Schicht arbeiten. Physik und Mathematik helfen dir beim Verständnis von Strom, Spannung und Schaltungen, Informatik erleichtert dir den Einstieg ins Programmieren von Steuerungen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.227 Euro im 1. Lehrjahr, 1.310 Euro im 2. Lehrjahr, 1.401 Euro im 3. Lehrjahr und 1.498 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat, je nach Branche und Region. Du arbeitest in Produktionsbetrieben, an Schaltanlagen oder in Werkstätten, oft im Instandhaltungsteam. Wer sich weiterentwickeln will, kann Industriemeister für Elektrotechnik oder Techniker für Elektrotechnik werden, sich zur SPS-Fachkraft spezialisieren oder ein Studium der Elektrotechnik anschließen und so in Planung oder Projektleitung wechseln.
Gut zu wissen
Viele Produktionsbetriebe laufen im Schichtbetrieb, sodass auch früher oder später Dienstbeginn sowie gelegentliche Wochenendarbeit zum Alltag gehören können. Störungen kündigen sich selten an – du musst flexibel sein und manchmal schnell reagieren, auch außerhalb der normalen Arbeitszeit über einen Bereitschaftsdienst. Dafür ist der Beruf krisensicher, weil praktisch jeder Industriebetrieb qualifizierte Elektroniker für Betriebstechnik braucht, und du siehst direkt, dass deine Arbeit die Anlagen am Laufen hält.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • analytisches Denken
- • Sorgfalt
- • Interesse an Automatisierung
- • Belastbarkeit
Wichtige Schulfächer
- • Physik
- • Mathematik
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Produktionsbetrieb
- Schaltanlage
- Werkstatt
Nach der Ausbildung
- Industriemeister/in Elektrotechnik
- Techniker/in Elektrotechnik
- SPS-Fachkraft
- Studium Elektrotechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Betriebstechnik?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Betriebstechnik?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.227 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.498 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 56.244 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem analytisches Denken, Sorgfalt, Interesse an Automatisierung und Belastbarkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Industriemeister/in Elektrotechnik, Techniker/in Elektrotechnik, SPS-Fachkraft oder Studium Elektrotechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.