Das machst du in der Ausbildung
- Wicklungen herstellen und Motoren montieren
- Antriebssysteme anschließen und einstellen
- Maschinen prüfen und Messwerte auswerten
- Defekte Antriebe zerlegen und instand setzen
- Wartungen und Umbauten dokumentieren
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.384 € im Jahr
entspricht 12.708 € im Jahr
entspricht 13.908 € im Jahr
entspricht 14.460 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
46.230 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren stecken in unzähligen Maschinen, und du sorgst dafür, dass sie gebaut und repariert werden. Du stellst Wicklungen her, die Herzstück jedes Elektromotors sind, und montierst die Motoren anschließend zusammen. Antriebssysteme schließt du an und stellst sie passend zur Anwendung ein. Mit Messgeräten prüfst du Maschinen und wertest die Ergebnisse aus, um Fehler zu finden. Ist ein Antrieb defekt, zerlegst du ihn, tauschst beschädigte Teile aus und setzt ihn wieder instand. Wartungen und Umbauten hältst du dabei sorgfältig fest. Bei größeren Antrieben arbeitest du häufig im Team, weil Motoren und Generatoren viel Gewicht auf die Waage bringen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual zwischen Werkstatt beziehungsweise Industriebetrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du elektrotechnische Grundlagen und den Umgang mit Wickeltechnik, im zweiten Jahr kommen Montage und Inbetriebnahme von Antriebssystemen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du Fehlersuche und Instandsetzung, das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du zur Spezialisierung und Prüfungsvorbereitung. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor IHK oder Handwerkskammer, je nach Ausbildungsbetrieb.
Passt der Beruf zu dir?
Handwerkliches Geschick brauchst du für die feine Arbeit beim Wickeln und Montieren, technisches Verständnis hilft dir, elektrische und mechanische Zusammenhänge zu durchschauen. Geduld ist wichtig, weil manche Arbeiten, etwa das exakte Wickeln von Spulen, viel Konzentration erfordern. Sorgfalt schützt dich und andere, denn du arbeitest mit elektrischem Strom, bei dem Fehler gefährlich werden können. Auch räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, wenn du dir vorstellen musst, wie einzelne Wicklungen im fertigen Motor zusammenwirken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.032 Euro im 1. Lehrjahr, 1.059 Euro im 2. Lehrjahr, 1.159 Euro im 3. Lehrjahr und 1.205 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.900 bis 3.600 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Betrieb und Einsatzbereich. Über die Meisterprüfung Elektrotechnik oder die Weiterbildung zum Techniker Elektrotechnik kannst du mehr Verantwortung übernehmen, etwa in der Instandhaltungsleitung. Auch ein Studium der Antriebstechnik ist ein möglicher Weg, wenn du später in die Entwicklung neuer Antriebssysteme wechseln willst.
Gut zu wissen
Elektromotoren stecken in fast jeder Maschine, entsprechend vielseitig sind spätere Einsatzorte, von der Industrieanlage bis zur Windkraftanlage. Verwandte Berufe wie Elektroniker für Betriebstechnik oder Industriemechaniker zeigen benachbarte Tätigkeitsfelder in der Instandhaltung. Wer handwerklich geschickt ist und sich für Elektrotechnik interessiert, findet hier einen soliden Industrieberuf mit Zukunft, gerade durch den wachsenden Bedarf an Elektroantrieben. Antriebstechnik steckt heute nicht nur in klassischen Industriemaschinen, sondern zunehmend auch in Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • handwerkliches Geschick
- • technisches Verständnis
- • Geduld
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Physik
- • Mathematik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Werkstatt
- Industriebetrieb
- Montage beim Kunden
Nach der Ausbildung
- Meister/in Elektrotechnik
- Techniker/in Elektrotechnik
- Studium Antriebstechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.032 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.205 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.230 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Geduld und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Meister/in Elektrotechnik, Techniker/in Elektrotechnik oder Studium Antriebstechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.