Das machst du in der Ausbildung
- Ernährungspläne nach ärztlicher Anordnung erstellen
- Patienten und Angehörige beraten
- Diätküche anleiten und Speisen prüfen
- Nährwerte berechnen und dokumentieren
- Schulungen durchführen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Diätassistent/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.400 € im Jahr
entspricht 15.240 € im Jahr
entspricht 16.440 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
46.080 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.400 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Diätassistent/in?
Wenn ein Patient nach einer Diagnose wie Diabetes oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit seine Ernährung umstellen muss, erstellst du auf ärztliche Anordnung hin einen passenden Ernährungsplan. Du berätst Patienten und oft auch ihre Angehörigen, erklärst, welche Lebensmittel geeignet sind und wie sich der Alltag mit der neuen Ernährungsweise organisieren lässt. In der Diätküche einer Klinik leitest du das Küchenpersonal an und prüfst, ob Speisen wirklich den vorgegebenen Anforderungen entsprechen, etwa bei einer Ausbildung, die auf Zölliakie oder Niereninsuffizienz zugeschnitten sein muss. Nährwerte berechnest du genau und dokumentierst deine Arbeit, damit Ärzte und andere Fachkräfte den Verlauf nachvollziehen können. Zusätzlich führst du Schulungen durch, in denen Patientengruppen lernen, wie sie sich künftig richtig ernähren.
So läuft die Ausbildung ab
Diätassistent ist eine schulische Ausbildung, geregelt über das Diätassistentengesetz, keine duale Ausbildung im klassischen Sinn. Der Unterricht findet an einer Berufsfachschule statt, ergänzt durch praktische Einsätze in Kliniken, Rehazentren und Ernährungsberatungsstellen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Ernährungswissenschaft und Diätetik, im zweiten Jahr vertiefst du Krankheitsbilder und deren ernährungsbedingte Behandlung, im dritten Jahr sammelst du in längeren Praxiseinsätzen Erfahrung und bereitest dich auf die staatliche Prüfung vor. Wie die Ausbildung finanziell geregelt ist, unterscheidet sich je nach Schule und Träger, informiere dich deshalb vorab genau, ob eine Vergütung gezahlt wird oder Schulgeld anfällt.
Passt der Beruf zu dir?
Interesse an Ernährung ist die naheliegendste Voraussetzung, aber ebenso wichtig ist Beratungsfreude, weil du ständig mit Patienten sprichst und ihnen komplizierte Zusammenhänge verständlich erklärst. Genauigkeit brauchst du bei der Berechnung von Nährwerten, denn hier zählt jedes Gramm. Empathie hilft dir im Umgang mit Menschen, die durch ihre Erkrankung oft verunsichert sind und Unterstützung bei der Umstellung ihres Alltags brauchen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung für eine vergütete Ausbildung gelten 1200 Euro im ersten, 1270 Euro im zweiten und 1370 Euro im dritten Ausbildungsjahr brutto im Monat, sofern Schule oder Praxispartner eine Vergütung zahlen. Weil es sich um eine schulische Ausbildung handelt, ist das nicht überall garantiert, deshalb solltest du die Bedingungen der jeweiligen Schule genau prüfen.
Nach der Ausbildung
Nach der staatlichen Prüfung steigst du meist mit 2800 bis 3400 Euro brutto im Monat ein, häufig in Kliniken, Rehazentren oder in der Ernährungsberatung. Mit einer Weiterbildung zum Ernährungsberater nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder zum Diabetesberater spezialisierst du dich weiter. Ein Studium der Ernährungswissenschaft ist ebenfalls ein möglicher nächster Schritt, etwa in Richtung Forschung oder Leitungspositionen.
Gut zu wissen
Der Beruf verbindet medizinisches Wissen mit direktem Kontakt zu Patienten und ist damit anders ausgerichtet als eine klassische Kochausbildung. Wer sich für Ernährung und Gesundheit interessiert und gerne berät, findet hier ein wachsendes Berufsfeld angesichts zunehmender ernährungsbedingter Erkrankungen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Interesse an Ernährung
- • Beratungsfreude
- • Genauigkeit
- • Empathie
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Chemie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Klinik
- Rehazentrum
- Ernährungsberatung
Nach der Ausbildung
- Ernährungsberater/in DGE
- Diabetesberater/in
- Studium Ernährungswissenschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Diätassistent/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Diätassistent/in?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.200 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.370 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.080 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Interesse an Ernährung, Beratungsfreude, Genauigkeit und Empathie.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Ernährungsberater/in DGE, Diabetesberater/in oder Studium Ernährungswissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat.