Das machst du in der Ausbildung
- Angehörige beraten und Trauerfeiern planen
- Verstorbene versorgen und einkleiden
- Behördengänge und Formalitäten erledigen
- Überführungen organisieren
- Grabstätten und Feiern koordinieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Bestattungsfachkraft während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 9.900 € im Jahr
entspricht 11.280 € im Jahr
entspricht 12.828 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
34.008 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Bestattungsfachkraft?
Eine Familie hat gerade einen nahen Angehörigen verloren und weiß nicht, wo sie anfangen soll: Du nimmst dir Zeit, hörst zu und begleitest sie durch alle Schritte, die jetzt anstehen. Dazu gehört, die Verstorbenen fachgerecht und würdevoll zu versorgen und einzukleiden, was ruhige Hände und Respekt vor dem Verstorbenen erfordert. Du übernimmst die notwendigen Behördengänge und Formalitäten, etwa Sterbeurkunden oder Anmeldungen bei Ämtern, damit sich die Angehörigen in dieser Zeit nicht selbst darum kümmern müssen. Überführungen, ob innerhalb der Stadt oder über weitere Strecken, organisierst du ebenso wie die Koordination von Trauerfeiern, Grabstätten und den beteiligten Personen wie Pfarrer, Musiker oder Redner. Am Ende steht eine Trauerfeier, deren Ablauf du gemeinsam mit den Angehörigen so gestaltest, dass er zur verstorbenen Person und zur Familie passt.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Versorgung Verstorbener, einfache Formalitäten und den respektvollen Umgang mit Trauernden. Im zweiten Jahr kommen die eigenständige Organisation von Überführungen und erste Beratungsgespräche mit Angehörigen dazu. Im dritten Jahr übernimmst du komplette Trauerfeiern von der Planung bis zur Durchführung und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, wo du stehst. Neben fachlichen Themen wie Hygiene und Recht spielt in der Berufsschule auch der einfühlsame Umgang mit Trauer eine Rolle.
Passt der Beruf zu dir?
Einfühlungsvermögen ist die wichtigste Eigenschaft, weil du täglich mit Menschen in einer der schwersten Situationen ihres Lebens zu tun hast. Psychische Stabilität ist unverzichtbar, weil du mit Tod, Trauer und manchmal auch belastenden Umständen wie plötzlichen Todesfällen konfrontiert wirst und trotzdem professionell handeln musst. Organisationstalent brauchst du, weil eine Trauerfeier viele Details hat, die alle rechtzeitig zusammenkommen müssen. Zuverlässigkeit zählt besonders, weil Angehörige sich in dieser Ausnahmesituation vollständig auf dich verlassen. Wer sich einen Alltag mit Tod und Verstorbenen nicht vorstellen kann, sollte den Beruf nicht ergreifen, denn das gehört zum Kern der Arbeit.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 825 Euro im 1. Lehrjahr, 940 Euro im 2. Lehrjahr und 1.069 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2500 und 3200 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Bestattermeister oder zur Bestattermeisterin weiterbilden und dann selbst ausbilden oder einen Betrieb leiten. Eine Zusatzqualifikation als Trauerbegleiter beziehungsweise Trauerbegleiterin vertieft die psychosoziale Seite der Arbeit. Wer betriebswirtschaftlich weitergehen möchte, kann sich zum Betriebswirt oder zur Betriebswirtin im Handwerk qualifizieren.
Gut zu wissen
Der Beruf verlangt, mit Tod und Verlust professionell umzugehen, ohne selbst emotional überfordert zu werden – ein Balanceakt, der nicht jedem liegt, aber vielen, die ihn beherrschen, echte Erfüllung bringt, weil sie Familien in einer schweren Zeit spürbar helfen. Rufbereitschaft, etwa für Todesfälle in der Nacht oder am Wochenende, gehört in vielen Betrieben zum Alltag. Wer einfühlsam, verantwortungsbewusst und organisiert arbeiten möchte und keine Scheu vor dem Thema Tod hat, findet hier einen Beruf mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Einfühlungsvermögen
- • psychische Stabilität
- • Organisationstalent
- • Zuverlässigkeit
Wichtige Schulfächer
- • Deutsch
- • Biologie
- • Politik/Sozialkunde
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bestattungsunternehmen
- Friedhof
- Trauerhalle
Nach der Ausbildung
- Bestattermeister/in
- Trauerbegleiter/in
- Betriebswirt/in im Handwerk
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Bestattungsfachkraft?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Bestattungsfachkraft?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 825 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.069 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 34.008 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Biologie und Politik/Sozialkunde. Mitbringen solltest du vor allem Einfühlungsvermögen, psychische Stabilität, Organisationstalent und Zuverlässigkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Bestattermeister/in, Trauerbegleiter/in oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.