Gesundheit & Pflege

Ausbildung als Zahntechniker/in

Du fertigst Kronen, Brücken und Prothesen – Feinhandwerk zwischen Wachs, Keramik und digitalem Fräszentrum.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
750 €
Vergütung 4. Jahr
1.000 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Abformungen ausgießen und Modelle herstellen
  • Kronen und Brücken modellieren und gießen
  • Prothesen anfertigen und reparieren
  • Keramik schichten und Farben anpassen
  • CAD/CAM-Systeme bedienen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Zahntechniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 750 € / Monat

entspricht 9.000 € im Jahr

2. Lehrjahr 830 € / Monat

entspricht 9.960 € im Jahr

3. Lehrjahr 930 € / Monat

entspricht 11.160 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.000 € / Monat

entspricht 12.000 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

36.120 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.400–3.000 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Zahntechniker?

Wenn eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt einen Abdruck vom Gebiss eines Patienten nimmt, landet dieser bei dir im Labor. Du gießt daraus Modelle aus und fertigst darauf Kronen, Brücken oder Prothesen an, die später exakt in den Mund passen müssen. Beim Modellieren und Gießen arbeitest du mit Wachs und Metall, beim Verblenden schichtest du Keramik in feinen Schritten auf und passt die Farbe an die natürlichen Zähne des Patienten an. Beschädigte Prothesen reparierst du, damit sie wieder passgenau sitzen. Immer mehr Arbeitsschritte laufen heute digital: An CAD/CAM-Systemen konstruierst du Zahnersatz am Bildschirm und lässt ihn von einer Fräsmaschine herstellen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet dual statt: im Betrieb, meist einem Dentallabor, in der Berufsschule mit den Fächern Kunst, Chemie und Technik. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Modellherstellung und einfache Zahnersatzformen, später kommen anspruchsvollere Arbeiten wie Keramikverblendungen und der Umgang mit CAD/CAM-Systemen dazu. Nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an, die Gesellenprüfung bei der Handwerkskammer erfolgt gestreckt über zwei Teile. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du, um komplexere Fälle eigenständiger zu bearbeiten.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du feinmotorisch geschickt bist, denn viele Arbeitsschritte finden im Millimeterbereich statt. Farbgefühl brauchst du, um Zahnersatz so einzufärben, dass er natürlich wirkt und nicht auffällt. Geduld ist wichtig, weil manche Modelle mehrfach nachbearbeitet werden, bis sie perfekt sitzen. Genauigkeit entscheidet darüber, ob eine Krone später wirklich passt oder dem Patienten Beschwerden bereitet. Wenn dir stundenlanges konzentriertes Arbeiten an kleinen Details grundsätzlich schwerfällt, solltest du dir den Laboralltag vorher genauer ansehen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Ausbildungsvergütung steigt über die vier Lehrjahre von etwa 750 auf 830, 930 und schließlich rund 1.000 Euro brutto im Monat. Diese Werte sind Orientierungswerte, die tatsächliche Höhe hängt von Tarifbindung, Betriebsgröße und Bundesland ab, mindestens gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg zwischen etwa 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung arbeitest du in Dentallaboren oder modernen Fräszentren. Mit der Meisterprüfung kannst du einen eigenen Betrieb führen oder ausbilden, als Betriebswirt oder Betriebswirtin im Handwerk übernimmst du zusätzlich kaufmännische Aufgaben. Wer sich auf digitale Fertigung spezialisieren möchte, kann sich zum CAD/CAM-Spezialisten oder zur CAD/CAM-Spezialistin weiterbilden und die digitale Konstruktion von Zahnersatz verantworten.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet fast ausschließlich am Werkbank- oder Bildschirmarbeitsplatz statt, mit direktem Patientenkontakt hast du in der Regel nichts zu tun, das übernehmen die Zahnarztpraxen. Manche Materialien und Stäube erfordern besondere Schutzmaßnahmen, etwa beim Schleifen von Metallen oder Keramik. Der digitale Wandel verändert den Beruf spürbar, weshalb Interesse an neuer Technik heute genauso wichtig ist wie handwerkliches Geschick.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Feinmotorik
  • • Farbgefühl
  • • Geduld
  • • Genauigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Kunst
  • • Chemie
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Dentallabor
  • Fräszentrum
  • Werkbank

Nach der Ausbildung

  • Zahntechnikermeister/in
  • Betriebswirt/in im Handwerk
  • CAD/CAM-Spezialist/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Zahntechniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Zahntechniker/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 750 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.000 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 36.120 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Chemie und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Feinmotorik, Farbgefühl, Geduld und Genauigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Zahntechnikermeister/in, Betriebswirt/in im Handwerk oder CAD/CAM-Spezialist/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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