Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Feinwerkmechaniker/in

Du fertigst feinmechanische Bauteile, Werkzeuge und Maschinen – im Handwerksbetrieb oft vom Auftrag bis zur Auslieferung.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.032 €
Vergütung 4. Jahr
1.255 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Bauteile drehen, fräsen und schleifen
  • Maschinen und Vorrichtungen montieren
  • Werkstücke messen und Toleranzen einhalten
  • CNC-Maschinen programmieren und einrichten
  • Sondermaschinen instand setzen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Feinwerkmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.032 € / Monat

entspricht 12.384 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.104 € / Monat

entspricht 13.248 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.183 € / Monat

entspricht 14.196 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.255 € / Monat

entspricht 15.060 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.358 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Feinwerkmechaniker/in?

Ein Werkzeug, das auf einen hundertstel Millimeter genau passen muss, ein Bauteil für eine Sondermaschine, die es nur einmal gibt – das ist dein Arbeitsgebiet. Du drehst, fräst und schleifst Bauteile aus Metall nach technischen Zeichnungen, montierst Maschinen und Vorrichtungen und misst deine Werkstücke, um enge Toleranzen einzuhalten. Dazu programmierst und richtest du CNC-Maschinen ein, die viele Fertigungsschritte automatisch übernehmen. In Handwerksbetrieben bist du oft an mehreren Schritten eines Auftrags beteiligt, von der ersten Zeichnung bis zur Auslieferung, und setzt auch Sondermaschinen bei Kunden instand, wenn dort etwas repariert werden muss. Gearbeitet wird in der Werkstatt, in der Fertigungshalle oder direkt beim Kunden vor Ort.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Mathematik, Physik und Technik/Werken. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung, Feilen, Bohren und einfache Dreh- und Frästechniken. Im zweiten Jahr kommen komplexere Fertigungsverfahren und die Montage von Maschinen und Vorrichtungen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du CNC-Programmierung und übernimmst anspruchsvollere Fertigungsaufträge. Im angefangenen vierten Lehrjahr bereitest du dich gezielt auf die Abschlussprüfung vor und arbeitest zunehmend selbstständig an kompletten Aufträgen. Eine Zwischenprüfung liegt in der ersten Hälfte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Präzision ist die wichtigste Eigenschaft, weil ein Bauteil, das ein paar hundertstel Millimeter zu groß oder zu klein ist, oft unbrauchbar ist. Geduld brauchst du, weil manche Fertigungsschritte mehrere Anläufe erfordern, bis das Ergebnis stimmt, dazu technisches Verständnis für Maschinen und Zeichnungen. Eigenständigkeit zeigt sich darin, dass du Aufträge oft von Anfang bis Ende selbst begleitest. Ehrlich dazu gehört: Die Arbeit an Maschinen ist teils laut und mit Kühlschmierstoffen verbunden, und Konzentration über längere Zeit ist gefragt, weil Fehler erst am fertigen Werkstück auffallen. Wer lieber im Team an wechselnden Aufgaben arbeitet, sollte das mit dem jeweiligen Betrieb abklären.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.032 Euro im 1. Lehrjahr, 1.104 Euro im 2. Lehrjahr, 1.183 Euro im 3. Lehrjahr und 1.255 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2700 und 3300 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Feinwerkmechanikermeister oder zur Feinwerkmechanikermeisterin weiterbilden, eine Technikerausbildung im Maschinenbau anschließen oder ein Studium der Feinwerktechnik aufnehmen und so in Richtung Konstruktion oder Werkstattleitung wechseln.

Gut zu wissen

Verwandt sind der Werkzeugmechaniker beziehungsweise die Werkzeugmechanikerin, der Zerspanungsmechaniker beziehungsweise die Zerspanungsmechanikerin und der Industriemechaniker beziehungsweise die Industriemechanikerin – wer sich stärker auf große Serienfertigung statt Einzelanfertigung spezialisieren möchte, findet dort verwandte Alternativen. Der Beruf eignet sich für alle, die gerne exakt und selbstständig an anspruchsvollen Bauteilen arbeiten.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Präzision
  • • Geduld
  • • technisches Verständnis
  • • Eigenständigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Werkstatt
  • Fertigung
  • Kundenbetrieb

Nach der Ausbildung

  • Feinwerkmechanikermeister/in
  • Techniker/in Maschinenbau
  • Studium Feinwerktechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Feinwerkmechaniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Feinwerkmechaniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.032 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.255 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.358 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Präzision, Geduld, technisches Verständnis und Eigenständigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Feinwerkmechanikermeister/in, Techniker/in Maschinenbau oder Studium Feinwerktechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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