Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in

Du baust die Werkzeuge, mit denen andere produzieren: Stanzwerkzeuge, Spritzgussformen und Vorrichtungen im Zehntelbereich.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.209 €
Vergütung 4. Jahr
1.432 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Formen und Werkzeuge nach Zeichnung fertigen
  • Bauteile fräsen, erodieren und schleifen
  • Werkzeuge montieren und einpassen
  • Musterteile fertigen und Werkzeuge einfahren
  • Verschlissene Werkzeuge instand setzen

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Werkzeugmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.209 € / Monat

entspricht 14.508 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.269 € / Monat

entspricht 15.228 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.357 € / Monat

entspricht 16.284 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.432 € / Monat

entspricht 17.184 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

54.612 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.600 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Werkzeugmechaniker?

Bevor ein Produkt in Serie gefertigt werden kann, brauchst du das passende Werkzeug dafür, und genau das baust du. Nach technischer Zeichnung fertigst du Formen und Werkzeuge, etwa Stanzwerkzeuge oder Spritzgussformen, mit denen später andere Maschinen Bauteile in großer Stückzahl herstellen. Dabei fräst, erodierst und schleifst du Bauteile, oft im Zehntelmillimeterbereich, weil selbst kleinste Abweichungen später zu fehlerhaften Serienteilen führen würden. Du montierst und passt die fertigen Werkzeugteile zueinander ein, fertigst Musterteile an und fährst das Werkzeug ein, bis es zuverlässig läuft. Verschleißen Werkzeuge im Einsatz, setzt du sie wieder instand. Der Beruf verlangt äußerste Präzision und ein gutes Gespür für Technik.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung: Feilen, Bohren, Drehen und das Lesen technischer Zeichnungen. Im zweiten Jahr kommen CNC-Fräsen, Erodieren und Schleifen dazu, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr vertiefst du dich in den Bau kompletter Werkzeuge und Formen sowie deren Montage und Einfahren. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du zur weiteren Vertiefung und zur Vorbereitung auf die gestreckte Abschlussprüfung, deren zweiter Teil am Ende der Ausbildung steht.

Passt der Beruf zu dir?

Feinmotorik brauchst du, um Bauteile im Zehntelmillimeterbereich präzise zu bearbeiten. Geduld hilft dir, weil ein Werkzeug oft in vielen kleinen, sorgfältigen Arbeitsschritten entsteht, bevor es fertig ist. Räumliches Denken ist wichtig, um dreidimensionale Formen aus einer technischen Zeichnung im Kopf zu entwickeln. Genauigkeit ist in diesem Beruf keine Option, sondern die Grundvoraussetzung für funktionierende Werkzeuge. In der Schule sind Mathematik für Maß- und Toleranzberechnungen, Physik für das Verständnis von Materialverhalten, und Technik oder Werken für den praktischen Umgang mit Maschinen hilfreich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.209 Euro im 1. Lehrjahr, 1.269 Euro im 2. Lehrjahr, 1.357 Euro im 3. Lehrjahr und 1.432 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird im Werkzeugbau, in der Fertigungshalle oder im Messraum, wo die Genauigkeit gefertigter Teile kontrolliert wird. Wer sich weiterentwickeln will, kann Industriemeister für Metall oder Techniker für Maschinenbau werden, als Konstrukteur eigene Werkzeuge entwerfen oder ein Studium des Maschinenbaus anschließen.

Gut zu wissen

Die Arbeit erfordert hohe Konzentration über lange Zeiträume, weil kleine Fehler teure Folgen haben können, und ist meist stehende Präzisionsarbeit an Maschinen. In größeren Betrieben kann Schichtarbeit vorkommen, wenn Maschinen möglichst durchgängig genutzt werden sollen. Dafür ist der Beruf gerade in der exportstarken deutschen Industrie sehr gefragt, weil hochwertige Werkzeuge die Grundlage für jede Serienfertigung sind, und bietet solide Perspektiven bis hin zur Konstruktion.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Feinmotorik
  • • Geduld
  • • räumliches Denken
  • • Genauigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Werkzeugbau
  • Fertigungshalle
  • Messraum

Nach der Ausbildung

  • Industriemeister/in Metall
  • Techniker/in Maschinenbau
  • Konstrukteur/in
  • Studium Maschinenbau

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.209 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.432 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 54.612 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Feinmotorik, Geduld, räumliches Denken und Genauigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Industriemeister/in Metall, Techniker/in Maschinenbau, Konstrukteur/in oder Studium Maschinenbau. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.

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