Sicherheit & öffentlicher Dienst

Ausbildung als Werkfeuerwehrmann/-frau

Du sicherst Industriebetriebe gegen Brände und Gefahrstoffe – Feuerwehr direkt auf dem Werksgelände.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.237 €
Vergütung 3. Jahr
1.385 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Brände bekämpfen und Gefahrstoffeinsätze fahren
  • Anlagen und Löschtechnik überwachen
  • Erste Hilfe und Rettungsdienst leisten
  • Brandschutzbegehungen durchführen
  • Geräte prüfen und Übungen absolvieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Werkfeuerwehrmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.237 € / Monat

entspricht 14.844 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.296 € / Monat

entspricht 15.552 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.385 € / Monat

entspricht 16.620 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

47.016 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.700 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Werkfeuerwehrmann/-frau?

Große Industrieanlagen wie Chemiewerke, Raffinerien oder Flughäfen betreiben eigene Feuerwehren, weil im Ernstfall jede Minute zählt – und dort bist du im Einsatz. Bei einem Alarm rückst du mit deinem Team aus, bekämpfst Brände, rettest Menschen und fährst Einsätze bei Gefahrstoffaustritten, bei denen du Chemikalien eindämmen und unschädlich machen musst. Im normalen Dienst überwachst und prüfst du die Löschtechnik und sicherheitsrelevanten Anlagen des Werks, etwa Sprinkleranlagen oder Löschwasserleitungen, damit sie im Ernstfall funktionieren. Weil viele Werksfeuerwehren auch den betrieblichen Rettungsdienst stellen, leistest du Erste Hilfe bei Arbeitsunfällen und begleitest teilweise medizinische Notfälle bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Zusätzlich führst du Brandschutzbegehungen durch, kontrollierst also Fluchtwege, Löschmittel und Gefahrstofflager auf dem Werksgelände, und trainierst regelmäßig mit deinem Team, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual: Du bist überwiegend auf der Werkfeuerwache und im Betrieb, ergänzt durch Berufsschulunterricht und spezielle Lehrgänge der Feuerwehr. Im ersten Lehrjahr lernst du feuerwehrtechnische Grundlagen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und den sicheren Umgang mit Ausrüstung und Fahrzeugen. Im zweiten Jahr kommen Themen wie Gefahrstoffeinsätze, Atemschutz und die Bedienung komplexer Löschtechnik dazu. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Einsatztaktik und den betrieblichen Brandschutz des jeweiligen Werks, bevor die Abschlussprüfung vor der IHK ansteht.

Passt der Beruf zu dir?

Körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung, denn du trägst schwere Schutzausrüstung, arbeitest unter Atemschutz und musst auch unter Belastung konzentriert bleiben. Technisches Verständnis hilft dir bei der Bedienung von Löschtechnik und Anlagen, und Teamgeist ist entscheidend, weil Einsätze nur im eingespielten Team funktionieren. Der Dienst läuft in Schichten rund um die Uhr, auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen, weil ein Werk niemals ganz ohne Brandschutz auskommt – das solltest du vorher realistisch einschätzen. Wer belastbar ist, in stressigen Situationen einen klaren Kopf behält und sich für Technik und Sicherheit interessiert, findet hier einen verantwortungsvollen Beruf mit hohem Praxisbezug.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.237 Euro im 1. Lehrjahr, 1.296 Euro im 2. Lehrjahr und 1.385 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem IHK-Abschluss arbeitest du als Einsatzkraft auf der Werkfeuerwache und übernimmst mit wachsender Erfahrung mehr Verantwortung, etwa als Gruppen- oder Zugführer. Über eine Weiterbildung zum Werkfeuerwehrtechniker oder zur Werkfeuerwehrtechnikerin qualifizierst du dich für Führungsaufgaben und die technische Betreuung der Löschtechnik. Wer sich auf vorbeugenden Brandschutz spezialisieren möchte, kann sich zum Brandschutzbeauftragten oder zur Brandschutzbeauftragten weiterbilden. Mit entsprechender Vorbildung ist auch ein Studium der Gefahrenabwehr möglich, das zu leitenden Positionen im betrieblichen oder kommunalen Brandschutz führt.

Gut zu wissen

Werkfeuerwehren sind privatrechtlich organisiert und unterscheiden sich damit von der kommunalen Berufsfeuerwehr, bei der du verbeamtet wirst – die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann führt nicht automatisch in den öffentlichen Dienst. Der Beruf ist eng verwandt mit dem Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr und dem Notfallsanitäter, mit denen es inhaltliche Überschneidungen im Rettungsdienst gibt. Weil nur große Industriebetriebe eigene Feuerwehren unterhalten, sind Ausbildungsplätze regional auf entsprechende Standorte konzentriert.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • technisches Verständnis
  • • Teamgeist
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Chemie
  • • Physik
  • • Sport

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Werkfeuerwache
  • Industrieanlage
  • Übungsgelände

Nach der Ausbildung

  • Werkfeuerwehrtechniker/in
  • Brandschutzbeauftragte/r
  • Studium Gefahrenabwehr

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Werkfeuerwehrmann/-frau?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Werkfeuerwehrmann/-frau?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.237 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.385 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.016 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Physik und Sport. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, technisches Verständnis, Teamgeist und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Werkfeuerwehrtechniker/in, Brandschutzbeauftragte/r oder Studium Gefahrenabwehr. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.

Ähnliche Ausbildungsberufe