Bau & Ausbau

Ausbildung als Straßenwärter/in

Du hältst Straßen, Wege und Verkehrsanlagen instand und sorgst mit Winterdienst und Reparaturen für sichere Verkehrswege.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.057 €
Vergütung 3. Jahr
1.237 €
Abschluss bei
IHK/öffentlicher Dienst

Das machst du in der Ausbildung

  • Straßen, Wege und Verkehrsanlagen kontrollieren und instand halten
  • Schäden an Fahrbahnen, Markierungen und Verkehrszeichen beseitigen
  • Bäume, Sträucher und Grünflächen entlang der Straßen pflegen
  • Winterdienst mit Räum- und Streufahrzeugen durchführen
  • Unfallstellen und Baustellen absichern

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Straßenwärter/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.057 € / Monat

entspricht 12.684 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.149 € / Monat

entspricht 13.788 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.237 € / Monat

entspricht 14.844 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

41.316 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.300 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Straßenwärter?

Damit Autos, Radfahrende und Fußgängerinnen sicher unterwegs sein können, müssen Straßen und Verkehrsanlagen ständig kontrolliert und instand gehalten werden. Genau darum kümmerst du dich als Straßenwärter. Du fährst Straßenabschnitte ab, prüfst den Zustand von Fahrbahnen, Markierungen und Verkehrszeichen und beseitigst kleinere Schäden wie Schlaglöcher oder beschädigte Leitplanken selbst. Auch das Grün entlang der Straßen gehört zu deinem Aufgabenbereich: Du schneidest Bäume und Sträucher zurück, damit die Sicht frei bleibt, und pflegst Grünstreifen. Im Winter übernimmst du den Winterdienst, räumst Schnee und streust Split oder Salz, oft auch nachts oder in den frühen Morgenstunden, damit die Straßen rechtzeitig befahrbar sind. Bei Unfällen oder Baustellen sicherst du die Stelle ab, damit sich niemand in Gefahr begibt.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual, also in der Straßenmeisterei und in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du grundlegende Bau- und Reparaturtechniken sowie den Umgang mit Werkzeugen und kleineren Baumaschinen. Im zweiten Jahr kommen der Umgang mit größeren Fahrzeugen und Maschinen, etwa Räumfahrzeugen, sowie vertiefte Kenntnisse in Grünpflege und Verkehrssicherung dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Kontroll- und Instandhaltungsaufgaben und bereitest dich auf komplexere Einsätze wie den Winterdienst vor. Zwischen zweitem und drittem Lehrjahr steht eine Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung, je nach Bundesland vor der IHK oder im öffentlichen Dienst.

Passt der Beruf zu dir?

Du solltest körperlich belastbar sein und dir vorstellen können, bei jedem Wetter draußen zu arbeiten – vom Sommer auf der aufgeheizten Fahrbahn bis zum Winterdienst bei Schnee und Kälte. Verantwortungsbewusstsein ist wichtig, weil deine Arbeit direkt zur Verkehrssicherheit beiträgt. Da du oft im Team unterwegs bist, solltest du gut mit anderen zusammenarbeiten können. Der Winterdienst bringt unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich, teils auch Bereitschaftsdienste in der kalten Jahreszeit – das solltest du bei deiner Entscheidung einplanen. Wer geregelte Arbeitszeiten ohne saisonale Schwankungen sucht, findet die eher in anderen Bauberufen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.057 Euro im 1. Lehrjahr, 1.149 Euro im 2. Lehrjahr und 1.237 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung arbeitest du in Straßenmeistereien von Ländern, Landkreisen oder Kommunen, teils auch bei privaten Bauunternehmen im Straßenbetriebsdienst. Der Einstieg liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Werkpolier oder zur Werkpolierin weiterbilden, die Meisterprüfung ablegen oder eine Technikerausbildung in Bautechnik anschließen. Im öffentlichen Dienst gibt es zudem den Weg zum Straßenmeister oder zur Straßenmeisterin mit entsprechender Zusatzqualifikation.

Gut zu wissen

Der Beruf ist im öffentlichen Dienst stark verankert und bietet dadurch eine hohe Beschäftigungssicherheit, weil Straßen dauerhaft gepflegt werden müssen. Gleichzeitig bedeutet das saisonabhängige Arbeitsaufkommen, etwa durch den Winterdienst, dass die Arbeitsbelastung über das Jahr schwankt. Wer Freude an Arbeit im Freien hat und mit wechselnden Einsatzzeiten gut zurechtkommt, findet hier einen sicheren und vielseitigen Beruf.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Belastbarkeit
  • • Verantwortungsbewusstsein
  • • Teamfähigkeit
  • • technisches Verständnis

Wichtige Schulfächer

  • • Werken/Technik
  • • Mathematik
  • • Biologie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Straßenmeisterei
  • Straßen und Autobahnen im Freien
  • Bauhof

Nach der Ausbildung

  • Werkpolier/in
  • Meister/in Straßenwärter
  • Techniker/in Bautechnik
  • Straßenmeister/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Straßenwärter/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Straßenwärter/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.057 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.237 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 41.316 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Werken/Technik, Mathematik und Biologie. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und technisches Verständnis.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Werkpolier/in, Meister/in Straßenwärter, Techniker/in Bautechnik oder Straßenmeister/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.

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