Das machst du in der Ausbildung
- Natursteine zuschneiden und bearbeiten
- Bauteile und Grabmale herstellen
- Schriften und Ornamente einarbeiten
- Denkmäler restaurieren
- Steinbauteile vor Ort versetzen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Steinmetz/in und Steinbildhauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 11.304 € im Jahr
entspricht 12.780 € im Jahr
entspricht 14.544 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
38.628 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.100 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Steinmetz und Steinbildhauer?
Ein rauer Steinblock kommt in die Werkstatt, und du entscheidest, wie er zugeschnitten und bearbeitet wird – ob mit der Sägemaschine, dem Winkelschleifer oder von Hand mit Hammer und Meißel. Aus dem Rohmaterial entstehen Bauteile wie Treppenstufen, Fensterbänke oder Fassadenverkleidungen, aber auch Grabmale, die du nach den Wünschen der Angehörigen gestaltest. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist das Einarbeiten von Schrift und Ornamenten, etwa Namen und Daten auf einem Grabstein oder ein Wappen auf einer Fassade, teils klassisch von Hand, teils mit CNC-gesteuerten Maschinen. Bei der Restaurierung von Denkmälern arbeitest du behutsam, ergänzt fehlende Teile und passt neue Steine an alte Substanz an. Fertige Bauteile transportierst du zur Baustelle oder zum Friedhof und versetzt sie dort, was Kraft, Präzision und oft Hebetechnik erfordert.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual im Steinmetzbetrieb und in der Berufsschule statt. Im ersten Lehrjahr lernst du den Umgang mit Werkzeug und Maschinen sowie einfache Zuschnitte und Bearbeitungsschritte. Im zweiten Jahr vertiefst du die Herstellung von Bauteilen und Grabmalen und übernimmst erste Schrift- und Ornamentarbeiten. Im dritten Jahr arbeitest du an anspruchsvolleren Restaurierungsaufgaben mit, versetzt Steinbauteile vor Ort und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Eine Zwischenprüfung während der Ausbildung zeigt, ob der Ausbildungsstand zum jeweiligen Zeitpunkt passt.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du körperlich belastbar bist, denn Steinblöcke sind schwer und die Arbeit mit Meißel und Maschine ist kräftezehrend. Formgefühl brauchst du, um Proportionen und Linien eines Grabmals oder einer Ornamentik richtig einzuschätzen, und Genauigkeit, weil ein falscher Schlag den Stein unbrauchbar machen kann. Geduld ist wichtig, weil viele Arbeitsschritte, etwa das Einmeißeln einer Schrift, nicht beschleunigt werden können. In der Schule helfen dir Kunst für Gestaltung, Mathematik für Maße und Berechnungen sowie Technik oder Werken. Ehrlich gesagt: Die Arbeit ist laut und staubig, du trägst Gehörschutz und Atemschutz, und ein Teil der Arbeit findet auf dem Friedhof oder auf der Baustelle bei jedem Wetter statt.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 942 Euro im 1. Lehrjahr, 1.065 Euro im 2. Lehrjahr und 1.212 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Gesellenprüfung liegt der Einstieg je nach Betrieb und Region ungefähr zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann den Steinmetzmeister oder die Steinmetzmeisterin ablegen, sich zum Restaurator beziehungsweise zur Restauratorin im Handwerk weiterbilden oder eine Technikerausbildung in Steintechnik anschließen. Mit Meistertitel kannst du einen eigenen Betrieb führen und ausbilden.
Gut zu wissen
Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Verwandt ist der Beruf mit dem Maurerhandwerk und dem Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, da überall der Umgang mit Stein- und Baumaterialien gefragt ist, sowie mit dem Keramikhandwerk, wenn es um Formgefühl und Materialbearbeitung geht. Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernen CNC-Techniken und bietet damit sowohl klassische als auch technische Arbeitsschritte.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kraft und Ausdauer
- • Formgefühl
- • Genauigkeit
- • Geduld
Wichtige Schulfächer
- • Kunst
- • Mathematik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Steinmetzbetrieb
- Werkstatt
- Friedhof und Baustelle
Nach der Ausbildung
- Steinmetzmeister/in
- Restaurator/in im Handwerk
- Techniker/in Steintechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Steinmetz/in und Steinbildhauer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Steinmetz/in und Steinbildhauer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 942 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.212 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 38.628 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Kraft und Ausdauer, Formgefühl, Genauigkeit und Geduld.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Steinmetzmeister/in, Restaurator/in im Handwerk oder Techniker/in Steintechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.