Bau & Ausbau

Ausbildung als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in

Du verlegst Fliesen in Bädern, Küchen und Hallen – vom Aufmaß über die Abdichtung bis zur letzten Fuge.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.075 €
Vergütung 3. Jahr
1.526 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Untergründe prüfen, ausgleichen und abdichten
  • Fliesenspiegel planen und Verlegemuster festlegen
  • Fliesen zuschneiden, verlegen und verfugen
  • Naturstein und Mosaik verarbeiten
  • Kunden zu Material und Pflege beraten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.075 € / Monat

entspricht 12.900 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.279 € / Monat

entspricht 15.348 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.526 € / Monat

entspricht 18.312 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.560 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.400–3.000 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in?

Ein neues Bad, eine sanierte Eingangshalle oder eine große Industriehalle mit rutschfestem Bodenbelag – überall dort, wo Fliesen oder Platten verlegt werden, bist du zuständig. Bevor du überhaupt eine Fliese anfasst, prüfst du den Untergrund, gleichst Unebenheiten aus und dichtest ihn ab, besonders wichtig in Feuchträumen wie Bädern, wo undichte Stellen später zu Schäden führen können. Danach planst du den Fliesenspiegel, also wie die Fliesen später angeordnet sind, und legst das Verlegemuster fest, damit am Ende alles gerade und symmetrisch aussieht. Fliesen schneidest du passgenau zu, verlegst sie mit Kleber oder Mörtel und verfugst sie zum Schluss, damit Wasser nicht eindringen kann. Bei anspruchsvolleren Projekten verarbeitest du auch Naturstein oder Mosaik, was mehr Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt. Zusätzlich berätst du Kundinnen und Kunden zu Material und Pflege, damit die Fliesen lange schön bleiben.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual, du arbeitest also im Handwerksbetrieb und besuchst parallel die Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Untergrundvorbereitung und einfache Verlegetechniken. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Abdichtung, komplexere Verlegemuster und den Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Im dritten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Projekte, etwa mit Naturstein oder Mosaik, und arbeitest zunehmend eigenständig, auch in der Kundenberatung. Nach dem zweiten Jahr steht eine Zwischenprüfung an, mit der die Handwerkskammer feststellt, ob die praktischen Grundlagen sicher sitzen, bevor am Ende die Gesellenprüfung folgt.

Passt der Beruf zu dir?

Genauigkeit ist entscheidend, weil schief verlegte Fliesen oder ungleichmäßige Fugen sofort ins Auge fallen und sich schwer korrigieren lassen. Augenmaß hilft dir, Muster und Symmetrien schon beim Planen richtig einzuschätzen, bevor die erste Fliese klebt. Ausdauer brauchst du, weil Verlegearbeiten oft in kniender oder gebückter Haltung über längere Zeit stattfinden. Sinn für Gestaltung rundet das Profil ab, denn du berätst Kundinnen und Kunden auch zu Farben, Mustern und Materialien. Wenn dir handwerkliche Präzisionsarbeit liegt und du gern sichtbare, langlebige Ergebnisse schaffst, ist der Beruf eine gute Wahl.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.075 Euro im 1. Lehrjahr, 1.279 Euro im 2. Lehrjahr und 1.526 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit dem Gesellenbrief der HWK arbeitest du auf Baustellen, in Neubauten oder bei Sanierungen weiter an der Verlegung von Fliesen, Platten und Naturstein. Über die Meisterprüfung zum/zur Fliesenlegermeister/in kannst du einen eigenen Betrieb gründen oder Ausbildungsverantwortung übernehmen. Die Weiterbildung zum/zur Techniker/in Bautechnik führt in Planung und Bauleitung. Wer sich auf Schadensbeurteilung spezialisiert, kann sich zum/zur Sachverständigen weiterbilden und etwa bei Streitfällen zu mangelhaften Verlegearbeiten begutachten.

Gut zu wissen

Der Beruf ist körperlich fordernd: Knien, Bücken und das Heben von Fliesenkisten gehören zum Alltag, und auf Baustellen arbeitest du oft bei wechselnden Bedingungen zwischen Neubau und laufendem Betrieb. Termindruck kommt vor allem gegen Ende eines Bauprojekts vor, wenn mehrere Gewerke aufeinander abgestimmt werden müssen. Wer handwerkliche Präzision mit gestalterischem Anspruch verbinden möchte, findet in diesem Beruf eine gute Mischung – wer sich für verwandte Bereiche interessiert, sollte auch Bodenleger/in oder Stuckateur/in vergleichen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Genauigkeit
  • • Augenmaß
  • • Ausdauer
  • • Sinn für Gestaltung

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Kunst
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Badezimmer
  • Neubau und Sanierung

Nach der Ausbildung

  • Fliesenlegermeister/in
  • Techniker/in Bautechnik
  • Sachverständige/r

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.075 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.526 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.560 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Kunst und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Genauigkeit, Augenmaß, Ausdauer und Sinn für Gestaltung.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fliesenlegermeister/in, Techniker/in Bautechnik oder Sachverständige/r. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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