Bau & Ausbau

Ausbildung als Bodenleger/in

Du bereitest Untergründe vor und verlegst alles, worauf man später läuft: Parkett, Vinyl, Teppich oder Linoleum.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
885 €
Vergütung 3. Jahr
1.032 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Untergrund prüfen, spachteln und grundieren
  • Bodenbeläge zuschneiden und verkleben
  • Sockelleisten und Übergangsprofile montieren
  • Alte Beläge entfernen und entsorgen
  • Kunden zu Material und Nutzung beraten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Bodenleger/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 885 € / Monat

entspricht 10.620 € im Jahr

2. Lehrjahr 952 € / Monat

entspricht 11.424 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.032 € / Monat

entspricht 12.384 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

34.428 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Bodenleger/in?

Bevor ein neuer Boden verlegt werden kann, muss der Untergrund stimmen. Du prüfst ihn auf Feuchtigkeit und Ebenheit, spachtelst Unebenheiten aus und grundierst die Fläche, damit der neue Belag später hält. Danach schneidest du Parkett, Vinyl, Teppich oder Linoleum passgenau zu und verklebst oder verlegst den Belag – jede Materialart hat dabei eigene Anforderungen an Werkzeug und Technik. Zum fertigen Bild gehören auch Sockelleisten und Übergangsprofile, die du montierst, damit Kanten sauber abschließen. Bevor ein neuer Boden einziehen kann, muss oft erst der alte raus: Du entfernst bestehende Beläge und sorgst für die fachgerechte Entsorgung. Zwischen all diesen Arbeitsschritten berätst du Kund/innen, welches Material zu ihrer Nutzung passt – ein Vinylboden in der Küche hält andere Belastungen aus als Teppich im Schlafzimmer.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du Grundlagen der Untergrundvorbereitung und den Umgang mit einfachen Belägen. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Verlegetechniken für Parkett und Design-Beläge sowie erste eigenständige Kundenberatung dazu. Im dritten Jahr vertiefst du komplexe Verlegemuster, den Umgang mit Übergangsprofilen und die Kalkulation von Materialbedarf. Eine Zwischenprüfung findet in der Mitte der Ausbildung statt, den Abschluss bildet die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Eine saubere Arbeitsweise ist entscheidend, weil sichtbare Fugen oder Kleberreste die gesamte Arbeit schmälern. Rückenkraft brauchst du, weil du viel kniend und in gebückter Haltung arbeitest und schwere Materialrollen oder Fliesenpakete bewegst. Augenmaß hilft dir beim exakten Zuschnitt und beim Erkennen kleinster Unebenheiten. Freundlichkeit zählt in der Kundenberatung, weil du direkt in Wohnungen und Büros der Auftraggeber arbeitest. Die Fächer Mathematik, Technik/Werken und Chemie passen gut zu den Anforderungen im Beruf. Ehrlich dazu gehört: Die Arbeit ist körperlich fordernd, besonders für Knie und Rücken, und Kleber sowie Grundierungen enthalten teils Lösungsmittel, die eine gute Belüftung und Schutzausrüstung erfordern.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 885 Euro im 1. Lehrjahr, 952 Euro im 2. Lehrjahr und 1.032 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit deinem HWK-Abschluss steigst du mit etwa 2300 bis 2900 Euro brutto ein, abhängig von Betrieb und Region. Die Meisterprüfung im Parkettlegerhandwerk eröffnet dir den Weg zur eigenen Werkstatt oder zur Ausbildung von Lehrlingen. Als Betriebswirt/in im Handwerk oder Objektberater/in kannst du dich zusätzlich in Richtung Planung und Beratung größerer Projekte weiterentwickeln.

Gut zu wissen

Bodenleger/in ist ein Beruf mit direktem sichtbarem Ergebnis – am Ende jedes Auftrags steht ein fertiger, begehbarer Raum. Wer sich stärker auf Fliesen und Mosaike statt auf textile und elastische Beläge spezialisieren möchte, findet mit Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in eine verwandte Alternative, während Raumausstatter/in zusätzlich Vorhänge und Polster mit einbezieht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • saubere Arbeitsweise
  • • Rückenkraft
  • • Augenmaß
  • • Freundlichkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Technik/Werken
  • • Chemie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Wohnungen
  • Büros
  • Baustelle

Nach der Ausbildung

  • Meister/in im Parkettlegerhandwerk
  • Betriebswirt/in im Handwerk
  • Objektberater/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Bodenleger/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Bodenleger/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 885 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.032 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 34.428 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem saubere Arbeitsweise, Rückenkraft, Augenmaß und Freundlichkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Meister/in im Parkettlegerhandwerk, Betriebswirt/in im Handwerk oder Objektberater/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.

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