Das machst du in der Ausbildung
- Holzfeuchte und Untergrund prüfen
- Parkett verkleben, nageln oder schwimmend verlegen
- Muster wie Fischgrät oder Tafelparkett ausführen
- Oberflächen schleifen, ölen und versiegeln
- Altparkett aufarbeiten und ausbessern
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Parkettleger/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.584 € im Jahr
entspricht 11.220 € im Jahr
entspricht 12.096 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
33.900 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Parkettleger?
Bevor der erste Meter Parkett verlegt wird, prüfst du, ob der Untergrund überhaupt tragfähig ist und wie viel Feuchtigkeit im Holz und im Estrich steckt – ein Fehler an dieser Stelle rächt sich Monate später mit Rissen oder sich lösenden Dielen. Erst danach beginnt die eigentliche Verlegung: Du verklebst, nagelst oder verlegst Parkett schwimmend, je nachdem, was Untergrund und Kundenwunsch verlangen. Bei anspruchsvollen Aufträgen legst du Muster wie Fischgrät oder Tafelparkett, bei denen jedes Element exakt zugeschnitten und ausgerichtet werden muss, damit das Gesamtbild stimmt. Nach dem Verlegen ist die Arbeit noch nicht vorbei: Du schleifst die Oberfläche, bis sie glatt ist, und versiegelst oder ölst sie, damit der Boden vor Feuchtigkeit und Abnutzung geschützt ist. Auch die Aufarbeitung von Altparkett gehört zu deinem Alltag – abgeschliffene, verkratzte oder stumpfe Böden bringst du wieder auf Hochglanz, statt sie komplett zu ersetzen. Deine Baustellen sind Wohnungen, aber auch Ladenlokale, wo Böden gestalterisch und funktional oft besonders anspruchsvoll sein müssen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual: den Großteil der Zeit im Betrieb, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Holz- und Materialkunde, den Umgang mit Werkzeug und Maschinen sowie einfache Verlegetechniken. Im zweiten Jahr kommen komplexere Verlegearten und erste Musterverlegungen dazu, außerdem bereitest du dich auf die Zwischenprüfung vor, mit der dein bisheriger Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Oberflächenbehandlung, die Aufarbeitung von Altböden und die Kalkulation von Aufträgen, bevor die Ausbildung mit der Gesellenprüfung bei der Handwerkskammer abschließt, für die du ein eigenes Werkstück anfertigst.
Passt der Beruf zu dir?
Geduld ist entscheidend, denn gerade Musterverlegungen wie Fischgrät lassen sich nicht überstürzen – jedes Element muss exakt sitzen, bevor das nächste folgt. Präzision hängt eng damit zusammen: Schon kleine Abweichungen fallen bei einer glatten Holzfläche sofort auf. Materialgefühl brauchst du, um Holzfeuchte, Spannungen im Material und die richtige Verlegetechnik richtig einzuschätzen, und Gestaltungssinn, wenn es um Muster, Farbtöne und die Wirkung eines Bodens im Raum geht. In der Schule zählen Mathematik für Flächenberechnung und Zuschnitt, Technik oder Werken für den handwerklichen Umgang mit Maschinen, und Kunst, weil Mustergestaltung auch ein gutes Auge verlangt. Die Arbeit findet oft kniend oder gebückt statt, das ist körperlich anstrengender, als es aussieht, und sollte dir bewusst sein, bevor du dich für den Beruf entscheidest.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 882 Euro im 1. Lehrjahr, 935 Euro im 2. Lehrjahr und 1.008 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat, abhängig von Region, Betrieb und Auftragslage. Wer sich später selbstständig machen oder einen Betrieb übernehmen möchte, kann den Parkettlegermeister ablegen. Interessierte an historischen Böden können sich zum Restaurator im Handwerk weiterbilden und alte, denkmalgeschützte Parkettböden fachgerecht aufarbeiten. Wer stärker in Richtung Betriebsführung und Kalkulation gehen will, kann eine Weiterbildung zum Betriebswirt im Handwerk anschließen.
Gut zu wissen
Der Beruf verlangt körperliche Belastbarkeit, vor allem für Knie und Rücken, weil viel in kniender oder gebückter Haltung gearbeitet wird. Beim Schleifen entsteht außerdem Staub, weshalb Atemschutz zur Grundausstattung gehört. Die Arbeit findet meist in bewohnten oder frisch übergebenen Räumen statt, dadurch ist Rücksicht auf Kunden und andere Gewerke auf der Baustelle gefragt. Wer handwerkliche Präzision mit einem Auge für Gestaltung verbinden will, findet im Parkettlegen einen Beruf, bei dem das fertige Ergebnis sofort sichtbar ist.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Geduld
- • Präzision
- • Materialgefühl
- • Gestaltungssinn
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Technik/Werken
- • Kunst
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Wohnungen
- Ladenbau
- Werkstatt
Nach der Ausbildung
- Parkettlegermeister/in
- Restaurator/in im Handwerk
- Betriebswirt/in im Handwerk
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Parkettleger/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Parkettleger/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 882 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.008 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 33.900 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Kunst. Mitbringen solltest du vor allem Geduld, Präzision, Materialgefühl und Gestaltungssinn.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Parkettlegermeister/in, Restaurator/in im Handwerk oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.