Das machst du in der Ausbildung
- Entwürfe am Rechner erstellen
- Schilder aus Metall und Kunststoff fertigen
- Leuchtelemente und LED-Technik einbauen
- Beschriftungen plotten und aufbringen
- Anlagen montieren und in Betrieb nehmen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Schilder- und Lichtreklamehersteller/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.452 € im Jahr
entspricht 14.376 € im Jahr
entspricht 15.300 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
43.128 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Schilder- und Lichtreklamehersteller?
Ob Firmenschild, Leuchtreklame oder beschriftetes Firmenfahrzeug: Du sorgst dafür, dass Unternehmen sichtbar werden. Zunächst erstellst du Entwürfe am Rechner, oft nach den Vorgaben eines Kunden oder einer Werbeagentur. Anschließend fertigst du Schilder aus Metall und Kunststoff, teils per Hand, teils an computergesteuerten Maschinen. Leuchtelemente und LED-Technik baust du in die Schilder ein, damit sie auch bei Dunkelheit wirken. Beschriftungen plottest du und bringst sie exakt und blasenfrei auf die Oberfläche auf. Zum Schluss montierst du die fertigen Anlagen beim Kunden vor Ort und nimmst sie in Betrieb, was manchmal Arbeiten in größerer Höhe bedeutet.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: im Betrieb, zwischen Werkstatt, Grafikbüro und Montage vor Ort, in der Berufsschule mit den Fächern Kunst, Physik und Technik. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Materialbearbeitung und einfache Gestaltung, später kommen LED- und Elektrotechnik sowie anspruchsvollere Montagearbeiten dazu. Eine Zwischenprüfung nach etwa anderthalb Jahren zeigt deinen Ausbildungsstand, am Ende steht die Gesellenprüfung bei der Handwerkskammer.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du Gestaltungssinn mit technischem Verständnis verbindest, denn du entwirfst nicht nur, sondern baust und montierst die Schilder auch selbst. Genauigkeit ist wichtig, besonders beim Plotten und Anbringen von Beschriftungen, wo schon kleine Ungenauigkeiten auffallen. Schwindelfreiheit brauchst du für Montagen in größerer Höhe, etwa an Fassaden oder Masten. Wenn dir Arbeiten auf Leitern oder Hebebühnen grundsätzlich unangenehm sind, solltest du dir den praktischen Teil des Berufs vorher genauer ansehen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.121 Euro im 1. Lehrjahr, 1.198 Euro im 2. Lehrjahr und 1.275 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeitest du bei Werbetechnik- oder Schilderbetrieben, die Firmenschilder, Leuchtreklame oder Fahrzeugbeschriftungen herstellen. Mit der Meisterprüfung im Schilder- und Lichtreklamehandwerk kannst du einen eigenen Betrieb führen oder ausbilden. Als Techniker oder Technikerin vertiefst du dein technisches Wissen, wer sich stärker für Gestaltung interessiert, kann Kommunikationsdesign studieren und sich auf Konzeption und Design spezialisieren.
Gut zu wissen
Der Beruf verbindet kreative Arbeit am Rechner mit handwerklicher Fertigung und Montage im Freien, was ihn abwechslungsreich macht. Montagen finden bei jedem Wetter statt, teils in größerer Höhe, weshalb Absturzsicherung und Schutzausrüstung dazugehören. Weil jedes Schild und jede Reklame ein Unikat ist, bleibt die Arbeit auch nach Jahren der Berufserfahrung abwechslungsreich. Elektrische Kenntnisse sind zunehmend gefragt, weil moderne Leuchtreklame fast ausschließlich mit LED-Technik arbeitet, die sicher verkabelt und angeschlossen werden muss.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Gestaltungssinn
- • technisches Verständnis
- • Genauigkeit
- • Schwindelfreiheit
Wichtige Schulfächer
- • Kunst
- • Physik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Werkstatt
- Montage vor Ort
- Grafikbüro
Nach der Ausbildung
- Meister/in im Schilder- und Lichtreklamehandwerk
- Techniker/in
- Studium Kommunikationsdesign
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Schilder- und Lichtreklamehersteller/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Schilder- und Lichtreklamehersteller/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.121 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.275 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.128 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Gestaltungssinn, technisches Verständnis, Genauigkeit und Schwindelfreiheit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Meister/in im Schilder- und Lichtreklamehandwerk, Techniker/in oder Studium Kommunikationsdesign. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.