Das machst du in der Ausbildung
- Ladungen und Frachtraum disponieren
- Schiffsabfertigungen im Hafen organisieren
- Frachtverträge und Konnossemente bearbeiten
- Kunden und Reedereien international betreuen
- Kosten kalkulieren und abrechnen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Schifffahrtskaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.984 € im Jahr
entspricht 14.124 € im Jahr
entspricht 15.588 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
42.696 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Schifffahrtskaufmann/-frau?
Wenn ein Containerschiff im Hafen anlegt, sind Ladung, Zeitfenster und Papiere längst geregelt – und daran hast du mitgearbeitet. Du disponierst Frachtraum, buchst Ladung für Reedereien und sorgst dafür, dass Schiffe im Hafen pünktlich abgefertigt werden. Dazu bearbeitest du Frachtverträge und Konnossemente, also die Dokumente, die den Transport einer Ladung rechtlich absichern. Du stehst in Kontakt mit Kunden und Reedereien auf der ganzen Welt, kalkulierst Kosten und erstellst Abrechnungen. Der Beruf spielt sich vor allem im Büro einer Reederei oder eines Hafenbetriebs ab, mit gelegentlichem Kontakt zu Schiffen und Terminals – international geprägt und oft auf Englisch.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre im dualen System aus Betrieb und Berufsschule, mit Fächern wie Englisch, Wirtschaft und Erdkunde. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Seeschifffahrt, Warenkunde und einfache Sachbearbeitung kennen. Im zweiten Jahr kommen Frachtverträge, Zollabwicklung und die Kalkulation von Transportkosten dazu, außerdem vertiefst du dein Fachenglisch. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Vorgänge wie die internationale Kundenbetreuung und wirkst bei der Disposition ganzer Ladungen mit. Eine Zwischenprüfung markiert die Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Ohne solide Englischkenntnisse geht in diesem Beruf wenig, weil Kunden, Reedereien und Dokumente oft international sind. Du solltest kaufmännisch denken können, also Zahlen und Verträge nicht scheuen, und ein Organisationstalent sein, weil viele Termine und Fristen gleichzeitig laufen. Kommunikationsstärke hilft dir im Kontakt mit Geschäftspartnern in unterschiedlichen Zeitzonen. Ehrlich dazu gehört: Der Beruf ist inzwischen selten geworden, weil viele Reedereien Verwaltungsaufgaben zentralisiert haben – Ausbildungsplätze findest du vor allem in großen Hafenstädten. Der Arbeitsalltag ist überwiegend Büroarbeit am Bildschirm, weniger draußen am Kai.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.082 Euro im 1. Lehrjahr, 1.177 Euro im 2. Lehrjahr und 1.299 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2900 und 3600 Euro brutto im Monat, wobei internationale Reedereien und größere Häfen oft am oberen Ende zahlen. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Verkehrsfachwirt oder zur Verkehrsfachwirtin weiterbilden, eine Fachwirt-Qualifikation in Außenwirtschaft anschließen oder ein Studium im Bereich Maritime Management aufnehmen und so in Richtung Disposition, Vertrieb oder Geschäftsführung wachsen.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, der Fachkraft für Hafenlogistik und dem Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement – wer sich eher für den praktischen Umschlag im Hafen interessiert statt für Verträge und Disposition, sollte sich diese Alternativen ansehen. Wer international arbeiten und mit wechselnden Ansprechpartnern rund um den Globus zu tun haben möchte, findet hier einen Beruf mit echtem Weitblick über den eigenen Hafen hinaus.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Englischkenntnisse
- • kaufmännisches Denken
- • Organisationstalent
- • Kommunikationsstärke
Wichtige Schulfächer
- • Englisch
- • Wirtschaft
- • Erdkunde
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Reederei
- Hafen
- Büro
Nach der Ausbildung
- Verkehrsfachwirt/in
- Fachwirt/in Außenwirtschaft
- Studium Maritime Management
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Schifffahrtskaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Schifffahrtskaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.082 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.299 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.696 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Englisch, Wirtschaft und Erdkunde. Mitbringen solltest du vor allem Englischkenntnisse, kaufmännisches Denken, Organisationstalent und Kommunikationsstärke.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Verkehrsfachwirt/in, Fachwirt/in Außenwirtschaft oder Studium Maritime Management. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.