Logistik & Verkehr

Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Du organisierst Transporte weltweit: Angebote kalkulieren, Frachtraum buchen, Zoll klären und Sendungen verfolgen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.119 €
Vergütung 3. Jahr
1.287 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Transporte per Lkw, Schiff, Bahn oder Flugzeug planen
  • Frachtpreise kalkulieren und Angebote erstellen
  • Sendungen verfolgen und Kunden informieren
  • Zoll- und Versandpapiere erstellen
  • Reklamationen und Schadensfälle bearbeiten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.119 € / Monat

entspricht 13.428 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.206 € / Monat

entspricht 14.472 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.287 € / Monat

entspricht 15.444 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

43.344 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.800–3.500 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?

Wenn eine Palette Ware von Deutschland nach Asien soll, organisierst du den Transport. Du planst, ob eine Sendung per Lkw, Schiff, Bahn oder Flugzeug reist, kalkulierst die Frachtpreise und erstellst Angebote für Kunden. Ist der Auftrag erteilt, verfolgst du die Sendung und informierst den Kunden, wenn sich etwas verzögert. Für den internationalen Versand erstellst du Zoll- und Versandpapiere, damit die Ware an Grenzen keine Probleme bekommt. Kommt es zu Schäden oder Reklamationen, kümmerst du dich um die Klärung mit Kunden und Transportpartnern. Dabei stimmst du dich häufig mit Reedereien, Frachtführern oder Zollbehörden ab, damit Sendungen trotz Hindernissen ihr Ziel erreichen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Speditionsbüro und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Transportplanung und einfache Kalkulationen, im zweiten Jahr kommen Zollabwicklung und der Umgang mit internationalen Kunden dazu. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Aufträge, etwa Kombinationen aus mehreren Verkehrsträgern, und bereitest dich auf die Prüfung vor. Auch der Umgang mit Speditionssoftware zur Sendungsverfolgung gehört zunehmend zum Ausbildungsalltag. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der IHK.

Passt der Beruf zu dir?

Organisationstalent ist zentral, weil du mehrere Sendungen gleichzeitig im Blick behalten musst. Englischkenntnisse brauchst du im Kontakt mit ausländischen Partnern und für Frachtdokumente, die oft auf Englisch verfasst sind. Belastbarkeit hilft dir, wenn es bei Verzögerungen oder Zollproblemen schnell gehen muss, Verhandlungsgeschick beim Aushandeln von Frachtpreisen. Der Beruf spielt sich überwiegend am Schreibtisch und Telefon ab, mit gelegentlichen Terminen bei Kunden oder im Umschlaglager. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem in Englisch, erleichtern dir die tägliche Kommunikation mit internationalen Geschäftspartnern erheblich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.119 Euro im 1. Lehrjahr, 1.206 Euro im 2. Lehrjahr und 1.287 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit der Abschlussprüfung steigst du orientierungsweise mit 2.800 bis 3.500 Euro brutto im Monat ein, je nach Betrieb und Spezialisierung. Über die Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt oder Fachwirt für Logistiksysteme kannst du größere Verantwortung übernehmen, etwa in der Disposition oder im internationalen Vertrieb. Auch ein Studium im Logistikmanagement öffnet dir später Wege in Richtung Supply-Chain-Management.

Gut zu wissen

Die Branche ist stark international ausgerichtet, Zeitverschiebungen und wechselnde Zollregeln gehören zum Alltag. Verwandte Berufe wie die Fachkraft für Lagerlogistik oder der Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement zeigen, wie eng Logistik mit Handel verzahnt ist. Wer international denkt und gerne mit Zahlen und Verträgen arbeitet, findet hier ein vielseitiges Berufsfeld. Der Beruf eignet sich besonders für alle, die gerne den Überblick über komplexe Abläufe behalten.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Organisationstalent
  • • Englischkenntnisse
  • • Belastbarkeit
  • • Verhandlungsgeschick

Wichtige Schulfächer

  • • Wirtschaft
  • • Englisch
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Speditionsbüro
  • Umschlaglager
  • Kundentermine

Nach der Ausbildung

  • Verkehrsfachwirt/in
  • Fachwirt/in Logistiksysteme
  • Studium Logistikmanagement

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.119 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.287 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.344 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Englisch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Organisationstalent, Englischkenntnisse, Belastbarkeit und Verhandlungsgeschick.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Verkehrsfachwirt/in, Fachwirt/in Logistiksysteme oder Studium Logistikmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat.

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