Logistik & Verkehr

Ausbildung als Fachlagerist/in

Die zweijährige Ausbildung im Lager: Waren annehmen, lagern, kommissionieren und versandfertig machen.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.151 €
Vergütung 2. Jahr
1.231 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Warenlieferungen entladen und kontrollieren
  • Güter fachgerecht einlagern
  • Bestellungen zusammenstellen
  • Sendungen verpacken und beschriften
  • Flurförderzeuge bedienen

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fachlagerist/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.151 € / Monat

entspricht 13.812 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.231 € / Monat

entspricht 14.772 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

28.584 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fachlagerist?

Ohne funktionierendes Lager kommt keine Ware dahin, wo sie hin soll. Du nimmst Lieferungen entgegen, kontrollierst sie auf Menge und Zustand und sorgst dafür, dass die Güter fachgerecht eingelagert werden, damit sie später schnell wiedergefunden werden. Kommt eine Bestellung rein, stellst du die passenden Artikel zusammen, verpackst und beschriftest sie für den Versand. Dabei bedienst du auch Flurförderzeuge wie Gabelstapler oder Hubwagen, um schwere oder sperrige Waren zu bewegen. Der Beruf verlangt Ordnungssinn, weil ein gut sortiertes Lager die Grundlage für schnelle und fehlerfreie Abläufe ist, egal ob es um Rohstoffe für die Produktion oder um Waren für den Onlinehandel geht.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Lagerlogistik: Warenannahme, Lagerorganisation, den sicheren Umgang mit Flurförderzeugen und einfache Kommissionieraufgaben. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Versandvorbereitung, Bestandsführung und den Einsatz von Lagerverwaltungssystemen, bevor die Abschlussprüfung ansteht. Danach kannst du die Ausbildung um ein weiteres Jahr aufsatteln und die Fachkraft für Lagerlogistik erwerben, die zusätzlich Planung, Steuerung und kaufmännische Aufgaben in der Logistik umfasst.

Passt der Beruf zu dir?

Zuverlässigkeit ist entscheidend, weil andere Abteilungen sich darauf verlassen, dass Ware pünktlich und richtig eingelagert oder versendet wird. Körperliche Fitness brauchst du, weil du oft stehst, läufst und Pakete oder Kisten hebst. Ordnungssinn hilft dir dabei, den Überblick über verschiedene Artikel und Lagerplätze zu behalten, auch wenn es hektisch wird. Da du meist im Team arbeitest, ist Teamarbeit wichtig, besonders wenn große Lieferungen gemeinsam bewältigt werden müssen. In der Schule sind Mathematik für Mengen- und Bestandsberechnungen, Deutsch für Lieferscheine und Kommunikation, und Wirtschaft für das Verständnis von Warenflüssen hilfreich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.151 Euro im 1. Lehrjahr und 1.231 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird im Lager, im Wareneingang oder im Versand, oft in Schichtarbeit, weil viele Lager rund um die Uhr laufen. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Fachkraft für Lagerlogistik aufsatteln, sich zum Logistikmeister weiterbilden oder Zusatzqualifikationen wie den Gabelstaplerschein erwerben und dadurch vielseitiger einsetzbar werden.

Gut zu wissen

Die Arbeit im Lager ist körperlich fordernd, du bist viel in Bewegung, hebst und trägst, und arbeitest je nach Betrieb auch in Schichten, teils an Wochenenden, wenn zum Beispiel im Onlinehandel Bestellspitzen bewältigt werden müssen. In Kühl- oder Außenlagern kann es zudem kalt sein. Dafür ist der Beruf durch den wachsenden Onlinehandel und die allgemeine Bedeutung von Logistik sehr gefragt, mit guten Übernahmechancen und klaren Aufstiegswegen in der Lagerlogistik.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Zuverlässigkeit
  • • körperliche Fitness
  • • Ordnungssinn
  • • Teamarbeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Deutsch
  • • Wirtschaft

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Lager
  • Wareneingang
  • Versand

Nach der Ausbildung

  • Aufbau zur Fachkraft für Lagerlogistik
  • Logistikmeister/in
  • Gabelstaplerschein und Zusatzqualifikationen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachlagerist/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fachlagerist/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.151 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.231 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 28.584 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Zuverlässigkeit, körperliche Fitness, Ordnungssinn und Teamarbeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufbau zur Fachkraft für Lagerlogistik, Logistikmeister/in oder Gabelstaplerschein und Zusatzqualifikationen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.

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