Das machst du in der Ausbildung
- Arzneimittel herstellen und abfüllen
- Rezepturen und Fertigarzneimittel prüfen
- Kundinnen und Kunden zu Medikamenten beraten
- Warenwirtschaft und Bestellwesen der Apotheke unterstützen
- Qualitätskontrollen im Labor durchführen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in (PTA) während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.800 € im Jahr
entspricht 11.640 € im Jahr
entspricht 12.600 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
35.040 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.300–2.900 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in?
Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten arbeiten in Apotheken und stellen dort Arzneimittel her, prüfen ihre Qualität und beraten Kundinnen und Kunden. Im Labor der Apotheke rührst du Cremes und Salben an, füllst Arzneimittel ab und kontrollierst Fertigpräparate auf ihre Zusammensetzung. Am Verkaufstresen berätst du zu rezeptfreien Medikamenten, erklärst die richtige Einnahme und Dosierung und erkennst, wann eine Kundin oder ein Kunde stattdessen zur Ärztin oder zum Arzt geschickt werden sollte. Zusätzlich gehören Aufgaben der Warenwirtschaft und Lagerhaltung zum Berufsalltag. Der Beruf verbindet naturwissenschaftliches Fachwissen mit direktem Kundenkontakt.
So läuft die Ausbildung ab
Die PTA-Ausbildung ist keine duale Ausbildung, sondern eine schulische Ausbildung nach dem PTA-Reformgesetz. Sie umfasst zwei Jahre Unterricht an einer Berufsfachschule mit den Fächern Chemie, Arzneimittelkunde und Pharmakologie sowie ein anschließendes praktisches Jahr in einer Apotheke, insgesamt also drei Jahre. Während der praktischen Ausbildung wendest du das theoretische Wissen direkt am Arbeitsplatz an, arbeitest im Labor und im Kundengespräch und übernimmst zunehmend eigenständige Aufgaben. Am Ende der schulischen Phase steht eine staatliche Prüfung, nach dem Praktischen Jahr eine weitere Prüfung, die zur Berufserlaubnis führt.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du dich für Chemie und Biologie interessierst und gerne mit Menschen sprichst, denn die Beratung am Handverkaufstisch ist ein zentraler Teil der Arbeit. Sorgfalt ist unverzichtbar, weil Fehler bei der Arzneimittelherstellung gesundheitliche Folgen haben können. Freundlichkeit und Geduld helfen dir im Umgang mit teils besorgten oder kranken Kundinnen und Kunden. Da viele PTA-Schulen privat sind, solltest du dich vorab über mögliches Schulgeld informieren, auch wenn es an öffentlichen und einigen privaten Schulen davon befreite Angebote gibt.
Was du in der Ausbildung verdienst
Während der zwei schulischen Jahre erhältst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung, an manchen privaten Schulen kann zusätzlich Schulgeld anfallen. Im anschließenden praktischen Jahr in der Apotheke wird meist eine Vergütung gezahlt. Als grobe Orientierungswerte über die gesamte Ausbildungszeit gelten etwa 900 Euro im ersten, 970 Euro im zweiten und 1.050 Euro im dritten Jahr brutto im Monat, wobei die tatsächliche Höhe stark vom Träger, der Apothekengröße und der Region abhängt. Wo ein Vergütungsverhältnis besteht, gilt mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat, abhängig von Apotheke, Region und Tarifbindung. Apotheken suchen bundesweit PTA, weshalb die Berufsaussichten gut sind, auch wenn das Gehaltsniveau im Vergleich zu anderen Gesundheitsberufen eher moderat bleibt. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann sich in Fachbereichen wie Homöopathie oder Ernährungsberatung weiterqualifizieren, zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter werden oder ein Studium der Pharmazie oder des Pharmamanagements anschließen.
Gut zu wissen
Die PTA-Ausbildung ist keine duale, sondern eine rein schulische Ausbildung mit anschließendem praktischem Jahr – einen klassischen Ausbildungsbetrieb von Anfang an gibt es nicht. Viele Schulen sind in privater Trägerschaft, weshalb Schulgeld anfallen kann; es gibt aber auch staatliche und schulgeldfreie Angebote, die sich bei der Schulwahl lohnen zu prüfen. Die Reform des PTA-Berufs hat die Ausbildung praxisnäher gestaltet und die Vergütung im praktischen Jahr verbessert, dennoch bleibt die finanzielle Situation während der Schulzeit angespannter als bei dualen Ausbildungsberufen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Kommunikationsfähigkeit
- • Interesse an Chemie
- • Verantwortungsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Biologie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Apotheke
- Krankenhausapotheke
- pharmazeutisches Labor
Nach der Ausbildung
- Fachapotheker-Assistenz-Weiterbildungen
- Praxisanleiter/in
- Studium Pharmazie
- Studium Pharmamanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in (PTA)?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in (PTA)?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 900 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.050 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 35.040 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Biologie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Kommunikationsfähigkeit, Interesse an Chemie und Verantwortungsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachapotheker-Assistenz-Weiterbildungen, Praxisanleiter/in, Studium Pharmazie oder Studium Pharmamanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.