Elektro & Energie

Ausbildung als Mechatroniker/in für Kältetechnik

Du baust Kälte- und Klimaanlagen ein, füllst Kältemittel und hältst Kühlhäuser, Supermärkte und Serverräume kalt.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
933 €
Vergütung 4. Jahr
1.156 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Kälteanlagen montieren und Rohrleitungen löten
  • Elektrische Steuerungen anschließen und programmieren
  • Anlagen befüllen, einregulieren und übergeben
  • Dichtheitsprüfungen und Wartungen durchführen
  • Störungen im Kältekreislauf analysieren

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Mechatroniker/in für Kältetechnik während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 933 € / Monat

entspricht 11.196 € im Jahr

2. Lehrjahr 985 € / Monat

entspricht 11.820 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.080 € / Monat

entspricht 12.960 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.156 € / Monat

entspricht 13.872 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

42.912 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.600 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Mechatroniker/in für Kältetechnik?

Ob Kühlregal im Supermarkt, Kühlhaus für Lebensmittel oder Klimaanlage im Serverraum – überall dort, wo es dauerhaft kalt bleiben muss, kommst du ins Spiel. Du montierst Kälte- und Klimaanlagen, verlegst und verlötest Rohrleitungen, durch die später das Kältemittel zirkuliert. Elektrische Steuerungen schließt du an und programmierst sie so, dass die Anlage automatisch die richtige Temperatur hält. Nach dem Einbau befüllst du die Anlage mit Kältemittel, regulierst sie ein und übergibst sie an den Kunden. Regelmäßige Dichtheitsprüfungen und Wartungen gehören ebenfalls zu deinem Alltag, denn ausströmendes Kältemittel schadet der Umwelt und muss zuverlässig verhindert werden. Wenn eine Anlage ausfällt, etwa im laufenden Betrieb eines Supermarkts, analysierst du den Kältekreislauf, findest die Ursache und behebst die Störung, oft unter Zeitdruck, weil verderbliche Ware auf dem Spiel steht.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du Grundlagen der Metall- und Elektrotechnik sowie einfache Montagearbeiten. Im zweiten Jahr kommen Rohrleitungsbau, Löttechniken und erste Arbeiten an Steuerungen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du die Inbetriebnahme von Anlagen und den sicheren Umgang mit Kältemitteln, im angefangenen vierten Lehrjahr übernimmst du zunehmend eigenständig Wartung, Störungsanalyse und komplexere Steuerungstechnik. Eine Zwischenprüfung findet in der Mitte der Ausbildung statt, den Abschluss bildet die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis ist die Grundlage, denn du arbeitest mit Kältekreisläufen, Elektrik und Steuerungstechnik gleichermaßen. Sorgfalt ist entscheidend, weil undichte Verbindungen oder falsch eingestellte Steuerungen teure Folgeschäden verursachen können. Umweltbewusstsein zählt im Umgang mit Kältemitteln, die bei unsachgemäßer Handhabung der Umwelt schaden. Reisebereitschaft brauchst du, weil Einsätze bei Kunden vor Ort – Supermärkten, Industriebetrieben oder Baustellen – zum Alltag gehören. Die Fächer Physik, Mathematik und Chemie passen gut zu den Anforderungen im Beruf. Ehrlich dazu gehört: Notdienst und Wochenendarbeit sind in dieser Branche verbreitet, weil Kühlketten nicht ausfallen dürfen, und die Arbeit findet oft in kalten oder engen Umgebungen wie Kühlhäusern statt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 933 Euro im 1. Lehrjahr, 985 Euro im 2. Lehrjahr, 1.080 Euro im 3. Lehrjahr und 1.156 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit deinem HWK-Abschluss steigst du mit etwa 2900 bis 3600 Euro brutto ein, abhängig von Betrieb und Region. Eine klassische Weiterbildung ist die zum/zur Kälteanlagenbauermeister/in, die dir den Weg zur Betriebsführung oder Selbstständigkeit öffnet. Auch Techniker/in Kälte- und Klimatechnik sowie ein Sachkundenachweis für Kältemittel erweitern deine Möglichkeiten.

Gut zu wissen

Kältetechnik ist ein Bereich mit stetig wachsender Bedeutung, etwa durch Kühlketten in der Lebensmittelbranche oder Klimatisierung von Rechenzentren. Wer sich breiter auf Heizung, Sanitär und Klima statt Kälte spezialisieren möchte, findet mit Anlagenmechaniker/in SHK eine verwandte Alternative, während Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration stärker auf die Vernetzung von Gebäudetechnik setzt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • Umweltbewusstsein
  • • Reisebereitschaft

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Chemie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Supermärkte
  • Industriebetriebe
  • Baustelle
  • Werkstatt

Nach der Ausbildung

  • Kälteanlagenbauermeister/in
  • Techniker/in Kälte- und Klimatechnik
  • Sachkundenachweis Kältemittel

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Mechatroniker/in für Kältetechnik?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Mechatroniker/in für Kältetechnik?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 933 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.156 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.912 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, Umweltbewusstsein und Reisebereitschaft.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Kälteanlagenbauermeister/in, Techniker/in Kälte- und Klimatechnik oder Sachkundenachweis Kältemittel. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.

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