Das machst du in der Ausbildung
- Gebäudeautomation planen und installieren
- Bussysteme wie KNX programmieren
- Gewerke aufeinander abstimmen und einregeln
- Anlagen in Betrieb nehmen und Nutzer einweisen
- Systeme fernwarten und Störungen analysieren
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 9.600 € im Jahr
entspricht 10.560 € im Jahr
entspricht 11.760 € im Jahr
entspricht 12.600 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
38.220 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.600 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration?
In einem modernen Bürogebäude sprechen Heizung, Licht, Lüftung und Sicherheitstechnik miteinander, statt getrennt vor sich hin zu laufen – dieses Zusammenspiel planst und installierst du. Du planst Gebäudeautomation, verlegst und programmierst Bussysteme wie KNX, über die verschiedene Anlagen digital vernetzt werden, und stimmst die einzelnen Gewerke aufeinander ab, damit sich zum Beispiel Heizung und Lüftung nicht gegenseitig ausbremsen. Nach der Installation nimmst du Anlagen in Betrieb und weist Nutzer ein, damit sie mit der Technik zurechtkommen. Später wartest du Systeme auch aus der Ferne und analysierst Störungen, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert. Gearbeitet wird auf Baustellen, in Bürogebäuden und direkt bei Kunden vor Ort.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Informatik, Physik und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, einfache Verkabelung und Sicherheitsvorschriften. Im zweiten Jahr kommen Bussysteme wie KNX und die Grundlagen der Programmierung von Gebäudeautomation dazu. Im dritten Jahr vertiefst du die Abstimmung verschiedener Gewerke und übernimmst komplexere Inbetriebnahmen. Im angefangenen vierten Lehrjahr bereitest du dich gezielt auf die Abschlussprüfung vor und arbeitest zunehmend selbstständig an kompletten Projekten. Eine Zwischenprüfung liegt in der ersten Hälfte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer.
Passt der Beruf zu dir?
IT-Interesse ist wichtig, weil viel Arbeit heute über Software und digitale Bussysteme läuft statt über klassische Verkabelung allein. Systemisches Denken hilft dir, das Zusammenspiel verschiedener Gewerke zu verstehen, dazu Kommunikationsfreude, weil du Nutzer einweist und mit anderen Gewerken auf der Baustelle sprichst. Sorgfalt ist entscheidend, weil Fehler in der Programmierung ganze Systeme lahmlegen können. Ehrlich dazu gehört: Auf Baustellen arbeitest du auch bei Kälte, Staub und wechselnden Bedingungen, und Arbeiten in Höhen oder engen Schächten gehören ebenfalls zum Alltag. Wer ausschließlich am Schreibtisch arbeiten möchte, ist hier falsch.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung gilt: Im ersten Lehrjahr bekommst du etwa 800 Euro brutto im Monat, im zweiten rund 880 Euro, im dritten etwa 980 Euro und im vierten rund 1050 Euro. Die tatsächliche Höhe hängt von Tarifbindung, Betriebsgröße, Branche und Bundesland ab. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bildet dabei die Untergrenze, die kein Betrieb unterschreiten darf.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2900 und 3600 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Elektrotechnikermeister oder zur Elektrotechnikermeisterin weiterbilden, eine Technikerausbildung in Gebäudesystemtechnik anschließen, eine KNX-Zertifizierung erwerben oder ein Studium der Gebäudeautomation aufnehmen.
Gut zu wissen
Verwandt sind der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, der Fachinformatiker für Systemintegration und der Mechatroniker für Kältetechnik – wer sich stärker auf klassische Elektroinstallation oder reine IT-Systeme konzentrieren möchte, findet dort passende Alternativen. Der Beruf ist noch recht jung und wächst mit dem Trend zu vernetzten, energieeffizienten Gebäuden, was gute Zukunftsaussichten bedeutet.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • IT-Interesse
- • systemisches Denken
- • Kommunikationsfreude
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Informatik
- • Physik
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bürogebäude
- Baustelle
- Kundenanlagen
Nach der Ausbildung
- Elektrotechnikermeister/in
- Techniker/in Gebäudesystemtechnik
- KNX-Zertifizierung
- Studium Gebäudeautomation
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 800 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.050 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 38.220 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Informatik, Physik und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem IT-Interesse, systemisches Denken, Kommunikationsfreude und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Elektrotechnikermeister/in, Techniker/in Gebäudesystemtechnik, KNX-Zertifizierung oder Studium Gebäudeautomation. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.