Das machst du in der Ausbildung
- Fahrkarten verkaufen und Tarife berechnen
- Fahrgäste zu Verbindungen beraten
- Fahrpläne und Kapazitäten mitplanen
- Reklamationen und Entschädigungen bearbeiten
- Statistiken zu Fahrgastzahlen auswerten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau im Eisenbahn- und Straßenverkehr während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.600 € im Jahr
entspricht 13.560 € im Jahr
entspricht 14.640 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
40.800 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.400 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Kaufmann im Eisenbahn- und Straßenverkehr?
Wer eine Fahrkarte am Schalter kauft oder sich zu einer Anschlussverbindung beraten lässt, hat es meist mit dir zu tun. Du verkaufst Fahrkarten und Abonnements, berechnest Tarife und erklärst Fahrgästen, welche Verbindung für sie am besten passt, gerade wenn Umstiege oder Sonderfahrten dazukommen. Neben dem direkten Kundenkontakt planst du im Hintergrund mit, wie Fahrpläne gestaltet werden und wie viel Kapazität auf welcher Linie gebraucht wird. Wenn ein Zug ausfällt oder deutlich verspätet ist, bearbeitest du Reklamationen und Entschädigungsanträge der Fahrgäste. Zusätzlich wertest du Statistiken zu Fahrgastzahlen aus, die zeigen, wo Angebote angepasst werden sollten. Der Beruf verbindet also direkten Service am Schalter oder Telefon mit kaufmännischer Planung im Büro eines Verkehrsunternehmens.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule mit Fächern wie Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Im ersten Lehrjahr lernst du den Fahrkartenverkauf, einfache Tarifberechnungen und die Grundlagen der Kundenberatung. Im zweiten Jahr kommen Fahrplanung, komplexere Tarifmodelle und die Bearbeitung von Reklamationen dazu. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit prüft deine Grundlagen. Im dritten Lehrjahr übernimmst du anspruchsvollere Planungsaufgaben und wertest Fahrgastdaten aus, bevor die Abschlussprüfung bei der IHK ansteht.
Passt der Beruf zu dir?
Kommunikationsstärke brauchst du für den täglichen Kontakt mit Fahrgästen, die schnelle und freundliche Auskünfte erwarten, auch wenn sie verärgert sind, etwa nach einer Zugverspätung. Serviceorientierung ist wichtig, weil du oft die erste Anlaufstelle bei Problemen bist, Zahlenverständnis für Tarife und Statistiken. Belastbarkeit hilft dir in stressigen Situationen, etwa bei Störungen im Betriebsablauf, wenn viele Fahrgäste gleichzeitig Auskunft wollen. Ehrlich dazu gehört: Schichtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen, ist in vielen Verkehrsunternehmen üblich, und der Umgang mit unzufriedenen Kunden gehört zum Alltag.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung liegt die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr bei etwa 1050 Euro brutto im Monat, im zweiten bei rund 1130 Euro und im dritten bei etwa 1220 Euro. Die genaue Höhe hängt von Tarifbindung, Unternehmensgröße und Region ab. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung darf dabei nicht unterschritten werden.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2700 und 3400 Euro brutto im Monat, bei größeren Bahn- und Verkehrsunternehmen oft am oberen Ende. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Verkehrsfachwirt oder zur Verkehrsfachwirtin weiterbilden, eine Qualifikation als Fachwirt oder Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik anschließen oder ein Studium der Verkehrswirtschaft aufnehmen und dich so Richtung Planung oder Vertrieb entwickeln.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Eisenbahner im Betriebsdienst und der Zugverkehrssteuerung, die beide operativ am und mit dem Zug arbeiten, während du kaufmännisch im Kundenkontakt und in der Planung tätig bist. Wer sich für Logistik allgemein interessiert, findet im Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung eine breitere Alternative. Durch die Digitalisierung verlagert sich ein Teil des Fahrkartenverkaufs in Apps und Automaten, wodurch sich der Schwerpunkt vieler Stellen zunehmend in Richtung Beratung und Planung verschiebt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kommunikationsstärke
- • Serviceorientierung
- • Zahlenverständnis
- • Belastbarkeit
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Deutsch
- • Wirtschaft
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bahnhof oder Haltestelle
- Kundencenter
- Verwaltung
Nach der Ausbildung
- Verkehrsfachwirt/in
- Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik
- Studium Verkehrswirtschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau im Eisenbahn- und Straßenverkehr?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau im Eisenbahn- und Straßenverkehr?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.050 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.220 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 40.800 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Kommunikationsstärke, Serviceorientierung, Zahlenverständnis und Belastbarkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Verkehrsfachwirt/in, Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik oder Studium Verkehrswirtschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.