Das machst du in der Ausbildung
- Fahrwege stellen und Signale bedienen
- Zugfolge überwachen und disponieren
- Bei Verspätungen Prioritäten entscheiden
- Mit Triebfahrzeugführern kommunizieren
- Betriebsunterlagen führen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.156 € im Jahr
entspricht 15.984 € im Jahr
entspricht 16.836 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
47.976 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.100–3.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung?
Aus der Betriebszentrale oder einem Stellwerk heraus sorgst du dafür, dass Züge sicher und pünktlich fahren. Du stellst Fahrwege und bedienst Signale, damit jeder Zug den richtigen Weg über die Gleise findet, ohne dass es zu Konflikten kommt. Die Zugfolge überwachst du laufend und disponierst, welcher Zug wann welches Gleis nutzt, gerade an belebten Knotenpunkten eine anspruchsvolle Aufgabe. Kommt es zu Verspätungen, etwa durch eine Störung oder einen medizinischen Notfall, musst du schnell entscheiden, welcher Zug Vorrang bekommt und wie sich Folgeverspätungen möglichst gering halten lassen. Dabei stehst du in ständiger Kommunikation mit Triebfahrzeugführern und anderen Stellen im Netz, und du führst die Betriebsunterlagen, die jeden Vorgang nachvollziehbar dokumentieren.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, praktisch in der Betriebszentrale oder im Stellwerk, theoretisch in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Eisenbahrbetriebstechnik, Signalkunde und Sicherheitsvorschriften. Im zweiten Jahr übernimmst du unter Aufsicht erste Aufgaben in der Fahrwegstellung und Zugüberwachung, im dritten Jahr arbeitest du zunehmend selbstständig und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der IHK vor. Eine Zwischenprüfung zeigt, ob du auf einem guten Weg bist, bevor du eigenverantwortlich Verantwortung für den Zugverkehr übernimmst.
Passt der Beruf zu dir?
Stressresistenz ist entscheidend, weil du auch bei mehreren gleichzeitigen Störungen einen kühlen Kopf behalten musst. Konzentration über lange Zeiträume hinweg ist notwendig, denn ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann sicherheitsrelevant sein. Du musst schnelle Entscheidungen treffen können, oft unter Zeitdruck, und dabei trotzdem sorgfältig bleiben, weil Fehler im Zugverkehr gravierende Folgen haben können. Weil in diesem Beruf rund um die Uhr gearbeitet wird, gehören Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten fest dazu.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.263 Euro im 1. Lehrjahr, 1.332 Euro im 2. Lehrjahr und 1.403 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss steigst du meist mit 3100 bis 3900 Euro brutto im Monat ein, weil der Beruf hohe Verantwortung mit sich bringt und entsprechend vergütet wird. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Fachwirt für Bahnbetrieb weiterbilden oder als Disponent größere Streckenabschnitte koordinieren. Ein Studium im Verkehrsingenieurwesen ist ebenfalls ein möglicher Weg, wenn du später an der Planung und Weiterentwicklung von Bahnnetzen mitarbeiten willst.
Gut zu wissen
Dieser Beruf trägt eine Sicherheitsverantwortung, die man in vielen anderen Ausbildungen so nicht hat, jede Entscheidung im Stellwerk betrifft direkt den laufenden Zugverkehr. Wer mit Verantwortung und Schichtarbeit gut umgehen kann und gerne konzentriert an technischen Systemen arbeitet, findet hier einen sicheren Arbeitsplatz mit überdurchschnittlicher Vergütung. Weil Bahnbetreiber ständig Nachwuchs für die Verkehrssteuerung suchen, sind die Übernahmechancen nach der Ausbildung ausgesprochen gut.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Stressresistenz
- • Konzentration
- • schnelle Entscheidungen
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Deutsch
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Betriebszentrale
- Stellwerk
- Schichtbetrieb
Nach der Ausbildung
- Fachwirt/in Bahnbetrieb
- Disponent/in
- Studium Verkehrsingenieurwesen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.263 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.403 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.976 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Deutsch und Physik. Mitbringen solltest du vor allem Stressresistenz, Konzentration, schnelle Entscheidungen und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachwirt/in Bahnbetrieb, Disponent/in oder Studium Verkehrsingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.100 und 3.900 Euro brutto im Monat.