Das machst du in der Ausbildung
- Fahrzeuge im Linienverkehr führen
- Fahrgäste informieren und Fahrkarten verkaufen
- Fahrzeuge prüfen und Störungen melden
- Betriebsabläufe und Umläufe planen helfen
- In Notfällen Fahrgäste sicher evakuieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fachkraft im Fahrbetrieb während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.908 € im Jahr
entspricht 15.060 € im Jahr
entspricht 15.972 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.940 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Fachkraft im Fahrbetrieb?
Wer morgens mit dem Bus oder der Straßenbahn zur Schule oder Arbeit fährt, verlässt sich darauf, dass jemand am Steuer sicher und pünktlich unterwegs ist – das bist du. Du führst Fahrzeuge im Linienverkehr, hältst Fahrpläne ein und passt dich gleichzeitig dem Verkehr, dem Wetter und unvorhergesehenen Situationen an. Fahrgäste informierst du über Anschlüsse und Umleitungen und verkaufst Fahrkarten, wenn kein automatisches System vorhanden ist. Vor jeder Fahrt prüfst du dein Fahrzeug auf technische Mängel und meldest Störungen, damit sie behoben werden können, bevor sie zum Problem werden. Du hilfst außerdem mit, Betriebsabläufe und Umläufe zu planen, also welches Fahrzeug wann auf welcher Strecke eingesetzt wird. Im Notfall, etwa bei einem technischen Defekt oder einem Unfall, bist du dafür verantwortlich, Fahrgäste sicher zu evakuieren und ruhig zu handeln, auch wenn es hektisch wird.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual, du arbeitest also bei einem Verkehrsunternehmen und besuchst parallel die Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die rechtlichen Grundlagen des Personenverkehrs, Fahrzeugtechnik und erste Fahrpraxis unter Aufsicht. Im zweiten Jahr erwirbst du die notwendigen Fahrerlaubnisse für Bus oder Bahn und übernimmst zunehmend eigenständig Linienfahrten. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Kundenservice, Betriebsplanung und den sicheren Umgang mit Notfallsituationen und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Nach dem zweiten Jahr findet eine Zwischenprüfung statt, die zeigt, ob die Grundlagen für den eigenständigen Fahrbetrieb sitzen.
Passt der Beruf zu dir?
Verantwortungsbewusstsein ist die Grundlage, denn du trägst während jeder Fahrt Verantwortung für viele Menschen gleichzeitig. Kundenfreundlichkeit brauchst du, weil du ständig mit Fahrgästen zu tun hast, auch mit ungeduldigen oder gestressten. Schichtbereitschaft ist Pflicht, denn Busse und Bahnen fahren früh morgens, spät abends, an Wochenenden und Feiertagen – ein geregelter Nine-to-five-Alltag ist in diesem Beruf nicht zu erwarten. Ruhe in Stresssituationen hilft dir, wenn es im Berufsverkehr eng wird, ein Fahrgast Probleme macht oder ein technischer Defekt auftritt. Wenn dir Verantwortung und der Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen liegen und dich unregelmäßige Arbeitszeiten nicht abschrecken, ist der Beruf eine gute Wahl.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.159 Euro im 1. Lehrjahr, 1.255 Euro im 2. Lehrjahr und 1.331 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Mit dem IHK-Abschluss arbeitest du bei Verkehrsbetrieben als Bus- oder Straßenbahnfahrer/in weiter, oft mit der Möglichkeit, zwischen verschiedenen Linien und Fahrzeugtypen zu wechseln. Über die Weiterbildung zum/zur Verkehrsmeister/in übernimmst du Verantwortung für die Betriebsplanung und Personaleinsatz. Die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in Verkehr führt in kaufmännische und organisatorische Bereiche des Verkehrsunternehmens. Wer sein Wissen weitergeben möchte, kann sich zum/zur Ausbilder/in im Fahrbetrieb qualifizieren und neue Fachkräfte im Betrieb anleiten.
Gut zu wissen
Der Beruf bedeutet Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie viel Zeit allein im Führerstand mit direktem Kundenkontakt – wer geregelte Arbeitszeiten sucht, sollte das vorher bedenken. Gleichzeitig bieten Verkehrsunternehmen meist sichere, tarifgebundene Arbeitsplätze mit klaren Aufstiegswegen. Wichtig ist auch: Für die Fahrerlaubnis zum Führen von Bus oder Bahn musst du bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllen, etwa in Bezug auf Sehvermögen und allgemeine Fahrtauglichkeit, die vor Ausbildungsbeginn geprüft werden.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Kundenfreundlichkeit
- • Schichtbereitschaft
- • Ruhe in Stresssituationen
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Deutsch
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bus oder Straßenbahn
- Betriebshof
- Leitstelle
Nach der Ausbildung
- Verkehrsmeister/in
- Fachwirt/in Verkehr
- Ausbilder/in im Fahrbetrieb
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft im Fahrbetrieb?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft im Fahrbetrieb?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.159 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.331 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.940 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Deutsch und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Verantwortungsbewusstsein, Kundenfreundlichkeit, Schichtbereitschaft und Ruhe in Stresssituationen.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Verkehrsmeister/in, Fachwirt/in Verkehr oder Ausbilder/in im Fahrbetrieb. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.