Logistik & Verkehr

Ausbildung als Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

Du berätst und betreust Reisende im Bahnhof oder Zug: Auskunft, Verkauf, Service – und behältst auch bei Verspätungen den Überblick.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.136 €
Vergütung 3. Jahr
1.333 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Fahrgäste beraten und Fahrkarten verkaufen
  • Reisende bei Anschluss und Umstieg unterstützen
  • Service im Zug oder Bahnhof leisten
  • Beschwerden bearbeiten und Erstattungen prüfen
  • Abrechnungen und Statistiken erstellen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Verkehrsservice während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.136 € / Monat

entspricht 13.632 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.217 € / Monat

entspricht 14.604 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.333 € / Monat

entspricht 15.996 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

44.232 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.700–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Kaufmann/-frau für Verkehrsservice?

Am Bahnschalter oder im Reisezentrum bist du oft die erste Anlaufstelle, wenn jemand den passenden Zug sucht, eine Fahrkarte kaufen will oder wissen möchte, welcher Anschluss bei einer Verspätung noch klappt. Du berätst Reisende zu Verbindungen, Tarifen und Ermäßigungen und verkaufst Fahrkarten am Schalter oder Automaten. Im Zug selbst kümmerst du dich um den Service an Bord, kontrollierst Fahrkarten und hilfst, wenn jemand die Orientierung verliert oder Hilfe beim Umsteigen braucht. Wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet, bist du diejenige Person, die Alternativen findet, Anschlüsse organisiert und aufgebrachte Fahrgäste beruhigt – das gehört zum Alltag genauso wie der ruhige Normalbetrieb. Beschwerden und Erstattungsanträge bearbeitest du ebenfalls, prüfst Ansprüche und sorgst für eine nachvollziehbare Lösung. Am Ende der Schicht stehen oft Abrechnungen und kleine Statistiken an, mit denen du den Überblick über Verkäufe und Vorfälle behältst.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual: Im Betrieb – meist bei einem Bahnunternehmen oder Verkehrsverbund – sammelst du praktische Erfahrung an Schaltern, im Reisezentrum oder im Zug, parallel dazu besuchst du die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Tarifsystemen, Kundengespräch und Verkauf. Im zweiten Jahr kommen komplexere Beratungssituationen, Beschwerdemanagement und der Einsatz im Zugbegleitdienst dazu. Im dritten Jahr vertiefst du betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und übernimmst zunehmend eigenständig anspruchsvolle Servicesituationen, etwa bei Großveranstaltungen oder Störungen im Netz. Eine Zwischenprüfung nach dem ersten Jahr zeigt dir und deinem Betrieb, wo du stehst, bevor am Ende die IHK-Abschlussprüfung ansteht.

Passt der Beruf zu dir?

Kontaktfreude ist die Grundvoraussetzung, denn du sprichst den ganzen Tag mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Stimmung. Serviceorientierung hilft dir, auch bei Stress freundlich zu bleiben, Belastbarkeit brauchst du an Tagen mit vielen Störungen oder vollen Zügen. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, sind an größeren Bahnhöfen mit internationalen Reisenden ein klarer Vorteil. Die Schulfächer Deutsch, Englisch und Wirtschaft passen gut zu den Anforderungen im Beruf. Ehrlich dazu gehört: Schichtdienst mit früher Frühschicht, späten Abenden, Wochenend- und Feiertagsarbeit ist in diesem Beruf normal, weil Bahnverkehr rund um die Uhr läuft. Wer mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und gelegentlich schwierigen Kundengesprächen gut umgehen kann, findet hier einen abwechslungsreichen Job mit viel direktem Kundenkontakt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.136 Euro im 1. Lehrjahr, 1.217 Euro im 2. Lehrjahr und 1.333 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mit deinem IHK-Abschluss steigst du je nach Unternehmen und Einsatzbereich mit rund 2700 bis 3400 Euro brutto ein. Wer sich weiterentwickeln will, kann sich zum/zur Fachwirt/in Verkehr oder Teamleiter/in Service weiterbilden, ein Studium im Verkehrsmanagement öffnet zusätzlich den Weg in planende oder leitende Positionen.

Gut zu wissen

Der Beruf bringt dich mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt und verlangt gerade bei Störungen Nervenstärke. Wer lieber im Flugverkehr statt auf der Schiene arbeiten möchte, findet mit Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr eine ähnliche, aber eigenständige Alternative.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Kontaktfreude
  • • Serviceorientierung
  • • Belastbarkeit
  • • Fremdsprachen

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Englisch
  • • Wirtschaft

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Bahnhof
  • Reisezentrum
  • Zug

Nach der Ausbildung

  • Fachwirt/in Verkehr
  • Teamleiter/in Service
  • Studium Verkehrsmanagement

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Verkehrsservice?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Verkehrsservice?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.136 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.333 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.232 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Englisch und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Kontaktfreude, Serviceorientierung, Belastbarkeit und Fremdsprachen.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachwirt/in Verkehr, Teamleiter/in Service oder Studium Verkehrsmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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