Das machst du in der Ausbildung
- Triebfahrzeuge führen oder Fahrwege im Stellwerk stellen
- Signale und Betriebsvorschriften beachten
- Züge rangieren und Wagen kuppeln
- Störungen im Betriebsablauf bewältigen
- Fahrzeuge und Anlagen kontrollieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Eisenbahner/in im Betriebsdienst während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.072 € im Jahr
entspricht 15.864 € im Jahr
entspricht 16.704 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
47.640 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.000–3.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Eisenbahner/in im Betriebsdienst?
Der Beruf hat mehrere Fachrichtungen, in denen du entweder selbst Triebfahrzeuge führst oder im Stellwerk dafür sorgst, dass Züge sicher ihren Weg finden. Als Lokführerin oder Lokführer steuerst du Züge, beobachtest die Strecke und reagierst auf Signale und Betriebsvorschriften, die exakt eingehalten werden müssen. Im Stellwerk stellst du stattdessen Fahrwege und Weichen, damit Züge kollisionsfrei fahren können, und behältst dabei den gesamten Zugverkehr eines Abschnitts im Blick. In der Fachrichtung Transport rangierst du Wagen, kuppelst sie zu Zügen zusammen und sorgst für die richtige Zusammensetzung von Güter- oder Personenzügen. Kommt es zu Störungen, etwa einer Signalstörung oder einem liegen gebliebenen Zug, musst du schnell und besonnen reagieren, um den Betriebsablauf wieder in Gang zu bringen. Regelmäßig kontrollierst du außerdem Fahrzeuge und Anlagen, um Mängel früh zu erkennen, bevor sie zum Sicherheitsrisiko werden.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual: Du arbeitest bei einem Eisenbahnunternehmen, etwa im Führerstand, Stellwerk oder Rangierbereich, und besuchst parallel die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Bahnbetriebs, Signalkunde und Sicherheitsvorschriften. Im zweiten Jahr spezialisierst du dich auf deine Fachrichtung, etwa Lokführer, Fahrweg oder Transport, und übernimmst zunehmend eigenständig Aufgaben unter Aufsicht. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr vertiefst du deine Fachrichtung weiter, bevor die IHK-Abschlussprüfung ansteht, die theoretische und praktische Teile umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Verantwortungsbewusstsein ist zentral, denn deine Entscheidungen betreffen die Sicherheit von Fahrgästen, Kollegen und teils sehr wertvoller Fracht. Konzentration brauchst du, weil du Signale, Vorschriften und Betriebsabläufe über Stunden fehlerfrei im Blick behalten musst, und eine schnelle Auffassungsgabe hilft dir, bei Störungen richtig zu reagieren. Der Bahnbetrieb läuft rund um die Uhr, deshalb gehören Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten zum Beruf – Schichtbereitschaft ist deshalb unverzichtbar. Wer gerne Verantwortung übernimmt, ruhig bleibt und sich für Technik und Logistik interessiert, findet hier einen krisensicheren Beruf mit direktem Bezug zur Mobilität vieler Menschen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.256 Euro im 1. Lehrjahr, 1.322 Euro im 2. Lehrjahr und 1.392 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem IHK-Abschluss arbeitest du in deiner Fachrichtung bei einem Eisenbahnunternehmen, vom Regionalverkehr bis zum Fernverkehr oder Güterverkehr. Über die Weiterbildung zum Fachwirt oder zur Fachwirtin Bahnbetrieb qualifizierst du dich für koordinierende Aufgaben im Betriebsablauf. Mit entsprechender Erfahrung ist auch die Qualifikation zum Betriebsleiter oder zur Betriebsleiterin nach BOStrab möglich, bei der du Verantwortung für einen ganzen Betriebsbereich trägst. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium des Verkehrswesens anschließen, das zu Planungs- und Leitungsaufgaben bei Bahnunternehmen führt.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit der Fachkraft im Fahrbetrieb, dem Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung und dem Berufskraftfahrer, mit denen es Überschneidungen im Bereich Mobilität und Logistik gibt. Weil der Bahnbetrieb sicherheitsrelevant ist, gelten strenge gesetzliche Vorgaben, unter anderem zu Ruhezeiten und regelmäßigen Tauglichkeitsuntersuchungen. Der Beruf gilt als zukunftssicher, weil der Schienenverkehr eine wachsende Rolle in Mobilität und Klimaschutz spielt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Konzentration
- • Schichtbereitschaft
- • schnelle Auffassungsgabe
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Führerstand
- Stellwerk
- Bahnhof
Nach der Ausbildung
- Fachwirt/in Bahnbetrieb
- Betriebsleiter/in nach BOStrab
- Studium Verkehrswesen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Eisenbahner/in im Betriebsdienst?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Eisenbahner/in im Betriebsdienst?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.256 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.392 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.640 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Verantwortungsbewusstsein, Konzentration, Schichtbereitschaft und schnelle Auffassungsgabe.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachwirt/in Bahnbetrieb, Betriebsleiter/in nach BOStrab oder Studium Verkehrswesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat.