Das machst du in der Ausbildung
- Lkw oder Bus sicher führen
- Ladung aufnehmen, sichern und abliefern
- Touren planen und Lenkzeiten einhalten
- Fahrzeug prüfen und kleinere Wartungen erledigen
- Frachtpapiere und digitale Nachweise führen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Berufskraftfahrer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.368 € im Jahr
entspricht 14.400 € im Jahr
entspricht 15.480 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
43.248 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.400 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Berufskraftfahrer/in?
Frühmorgens auf dem Speditionshof beginnst du deinen Tag damit, den Lkw zu prüfen: Reifen, Bremsen, Beleuchtung, alles muss stimmen, bevor du losfährst. Dann wird die Ladung aufgenommen und ordnungsgemäß gesichert, damit auf der Autobahn nichts verrutscht. Unterwegs planst du deine Tour so, dass du die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten einhältst, und behältst dabei Verkehr, Wetter und Baustellen im Blick. Am Zielort lieferst du die Ware ab, lässt dir die Übergabe bestätigen und führst Frachtpapiere, die heute meist digital erfasst werden. Wer stattdessen Personen befördert, etwa im Busverkehr, kümmert sich zusätzlich um Fahrgäste, Fahrpläne und einen sicheren, ruhigen Fahrstil. Kleinere Wartungsarbeiten am Fahrzeug, etwa das Nachfüllen von Betriebsstoffen oder das Melden technischer Probleme, gehören ebenfalls zu deinem Alltag.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du bist überwiegend im Speditions- oder Transportunternehmen unterwegs, dazu kommt der Unterricht in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Fahrzeugtechnik, das sichere Führen des Fahrzeugs und die Vorschriften rund um Ladungssicherung. Im zweiten Jahr kommen Tourenplanung, der Umgang mit Frachtpapieren und erste eigenständige Fahrten dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend komplette Touren, auch grenzüberschreitend, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Während der Ausbildung erwirbst du zudem die notwendigen Führerscheinklassen und die Grundqualifikation, die du für den Beruf brauchst. Eine Zwischenprüfung überprüft nach der ersten Ausbildungshälfte den Lernstand.
Passt der Beruf zu dir?
Verantwortungsbewusstsein ist zentral, denn du trägst allein die Verantwortung für Fahrzeug, Ladung und die Sicherheit im Straßenverkehr – über viele Stunden am Stück. Konzentration brauchst du bei langen Fahrten, oft bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter, wenn Müdigkeit zur echten Gefahr werden kann. Weil du einen Großteil der Arbeitszeit allein im Fahrzeug verbringst, solltest du gut mit Selbstständigkeit umgehen können, ohne ständig Ansprache von Kolleginnen und Kollegen zu brauchen. Trotzdem ist Freundlichkeit gefragt, etwa gegenüber Kundinnen und Kunden bei der Anlieferung. Wer lange Abwesenheiten von zu Hause, unregelmäßige Arbeitszeiten und häufiges Sitzen nicht mag, sollte den Beruf gut überdenken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.114 Euro im 1. Lehrjahr, 1.200 Euro im 2. Lehrjahr und 1.290 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der IHK-Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat, je nach Unternehmen und Einsatzgebiet. Berufskraftfahrer/innen sind gefragt, weil der Güterverkehr auf der Straße weiter zunimmt und viele erfahrene Fahrer in den Ruhestand gehen. Mit einer Zusatzqualifikation als Gefahrgutfahrer/in nach ADR kannst du dich auf den Transport gefährlicher Stoffe spezialisieren, was sich in der Regel im Verdienst bemerkbar macht. Wer später mehr planen als fahren möchte, kann sich zum/zur Fuhrparkmanager/in oder Verkehrsfachwirt/in weiterbilden.
Gut zu wissen
Der Beruf bedeutet häufig mehrtägige Touren, bei denen du im Fahrzeug übernachtest, sowie frühe Startzeiten und Arbeit am Wochenende. Langes Sitzen ist die Regel, Bewegung findet vor allem beim Be- und Entladen statt. Wer diese Seite des Berufs kennt und in Kauf nimmt, bekommt dafür einen Beruf mit viel Eigenverantwortung und Abwechslung durch wechselnde Strecken und Ziele.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Konzentration
- • Selbstständigkeit
- • Freundlichkeit
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Erdkunde
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Lkw oder Bus
- Speditionshof
- unterwegs in Europa
Nach der Ausbildung
- Gefahrgutfahrer/in (ADR)
- Fuhrparkmanager/in
- Verkehrsfachwirt/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Berufskraftfahrer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Berufskraftfahrer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.114 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.290 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.248 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Erdkunde und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Verantwortungsbewusstsein, Konzentration, Selbstständigkeit und Freundlichkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Gefahrgutfahrer/in (ADR), Fuhrparkmanager/in oder Verkehrsfachwirt/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.400 Euro brutto im Monat.