Das machst du in der Ausbildung
- Produkte im Shopsystem anlegen und beschreiben
- Onlinemarketing und Kampagnen begleiten
- Bestellungen, Retouren und Zahlungen abwickeln
- Kundenanfragen über Chat und Mail bearbeiten
- Shop-Kennzahlen auswerten und Sortiment steuern
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau im E-Commerce während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.752 € im Jahr
entspricht 14.796 € im Jahr
entspricht 16.008 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.556 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.400 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Kaufmann/-frau im E-Commerce?
Du sorgst dafür, dass ein Onlineshop reibungslos läuft und Kunden finden, was sie suchen. Im Shopsystem legst du Produkte an, schreibst Beschreibungen und pflegst Bilder und Preise. Du begleitest Onlinemarketing-Kampagnen, etwa auf Social Media oder in Suchmaschinen, und beobachtest, wie gut sie funktionieren. Bestellungen, Retouren und Zahlungen wickelst du ab, und wenn Kunden Fragen haben, beantwortest du sie über Chat oder Mail. Anhand von Shop-Kennzahlen wie Klicks, Bestellungen oder Absprungraten erkennst du, wo es hakt, und passt das Sortiment entsprechend an. Bei saisonalen Aktionen wie dem Sommer- oder Winterschlussverkauf planst du zudem, wie Angebote im Shop beworben werden.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Shopsystemen, Produktpflege und Kundenservice, im zweiten Jahr kommen Onlinemarketing und die Auswertung von Kennzahlen dazu. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Aufgaben, etwa die Steuerung von Kampagnen oder Sortimentsentscheidungen, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Onlineaffinität ist naheliegend, da du dich täglich in digitalen Systemen und im Netz bewegst. Textsicherheit hilft dir bei Produktbeschreibungen und der Kommunikation mit Kunden, analytisches Denken brauchst du, um Kennzahlen richtig zu deuten und daraus Schlüsse zu ziehen. Serviceorientierung ist wichtig, weil du auch bei Beschwerden freundlich und lösungsorientiert bleiben musst. Der Beruf findet überwiegend am Bildschirm statt, oft im Büro, teils auch im Homeoffice. Da sich Trends im Onlinehandel schnell ändern, gehört es dazu, neue Plattformen und Verkaufskanäle im Blick zu behalten.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.146 Euro im 1. Lehrjahr, 1.233 Euro im 2. Lehrjahr und 1.334 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.700 bis 3.400 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Betrieb und Spezialisierung. Über die Weiterbildung zum Fachwirt E-Commerce oder zum Online-Marketing-Manager kannst du dich auf einzelne Bereiche wie Kampagnensteuerung spezialisieren. Auch ein Studium im E-Commerce oder in Betriebswirtschaft ist ein möglicher Weg, wenn du später strategischer arbeiten willst.
Gut zu wissen
Der E-Commerce verändert sich schnell, neue Plattformen und Tools gehören zum ständigen Lernen dazu. Verwandte Berufe wie Kaufmann im Einzelhandel oder Kaufmann für Marketingkommunikation zeigen angrenzende Bereiche zwischen klassischem Handel und digitalem Marketing. Wer gerne mit Zahlen, Texten und digitalen Werkzeugen gleichzeitig arbeitet, findet hier ein modernes kaufmännisches Berufsfeld. Wer sich zusätzlich für Grafik oder Fotografie interessiert, kann diese Fähigkeiten oft direkt für die Produktpräsentation einbringen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Onlineaffinität
- • Textsicherheit
- • analytisches Denken
- • Serviceorientierung
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Deutsch
- • Informatik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Büro
- Homeoffice
- Versandlager
Nach der Ausbildung
- Fachwirt/in E-Commerce
- Online-Marketing-Manager/in
- Studium E-Commerce oder BWL
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau im E-Commerce?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau im E-Commerce?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.146 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.334 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.556 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Deutsch und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem Onlineaffinität, Textsicherheit, analytisches Denken und Serviceorientierung.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachwirt/in E-Commerce, Online-Marketing-Manager/in oder Studium E-Commerce oder BWL. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.