Fahrzeuge & Technik

Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Du richtest Unfallschäden, baust Fahrzeugaufbauten und montierst alles, was an der Karosserie hängt.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
750 €
Vergütung 4. Jahr
1.000 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Karosserieschäden ausmessen und richten
  • Bleche trennen, formen und einschweißen
  • Fahrzeugaufbauten und Anbauteile montieren
  • Fahrzeuge um- und ausbauen
  • Schäden kalkulieren und dokumentieren

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 750 € / Monat

entspricht 9.000 € im Jahr

2. Lehrjahr 830 € / Monat

entspricht 9.960 € im Jahr

3. Lehrjahr 930 € / Monat

entspricht 11.160 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.000 € / Monat

entspricht 12.000 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

36.120 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.200 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker?

Nach einem Unfall bist du es, der das verbeulte Blech wieder in Form bringt. Du misst Karosserieschäden exakt aus, oft mit computergestützten Vermessungssystemen, und richtest verzogene Karosserieteile wieder gerade. Bei größeren Schäden trennst du beschädigte Bleche heraus, formst neue Teile und schweißt sie passgenau ein. Neben der Unfallreparatur montierst du Fahrzeugaufbauten und Anbauteile, baust Fahrzeuge für Sonderzwecke um oder aus, etwa für einen Kastenwagen mit Regalsystem, und kalkulierst Schäden, damit klar ist, welcher Aufwand auf die Reparatur zukommt. Der Beruf verbindet klassisches Blecharbeiten mit moderner Vermess- und Schweißtechnik und verlangt ein gutes Auge für Maße und Formen.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung, einfache Schweiß- und Trennverfahren sowie den Umgang mit Werkzeug und Messtechnik. Im zweiten Jahr kommen Karosserie-Instandsetzung und der Umgang mit modernen Werkstoffen dazu, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr vertiefst du dich, je nach Betrieb, entweder auf die Instandhaltung nach Unfallschäden oder auf den Aufbau von Fahrzeugen und Sonderkonstruktionen. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du zur Vertiefung und zur Vorbereitung auf die gestreckte Abschlussprüfung, deren zweiter Teil am Ende der Ausbildung steht.

Passt der Beruf zu dir?

Handwerkliches Geschick brauchst du für den präzisen Umgang mit Blech, Werkzeug und Schweißgerät. Genauigkeit ist entscheidend, weil schon kleine Abweichungen bei Karosseriemaßen später zu Problemen bei der Sicherheit oder der Optik führen können. Räumliches Denken hilft dir, dreidimensionale Formen zu verstehen und Bauteile richtig zusammenzusetzen. Ausdauer brauchst du, weil manche Reparaturen mehrere Arbeitsschritte hintereinander erfordern, bevor das Ergebnis stimmt. In der Schule sind Physik für Kräfte und Materialverhalten, Mathematik für Maße und Berechnungen, und Technik oder Werken für den praktischen Umgang mit Werkzeug hilfreich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierungswerte gelten etwa 750 Euro im ersten, 830 Euro im zweiten, 930 Euro im dritten und 1.000 Euro im vierten Lehrjahr brutto im Monat. Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifbindung, Branche, Betriebsgröße und Bundesland ab, größere Fahrzeugbaubetriebe zahlen häufig mehr als kleine Werkstätten. In jedem Fall gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als Untergrenze.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird in Karosseriewerkstätten, Fahrzeugbaubetrieben oder im angrenzenden Lackierbereich. Wer sich weiterentwickeln will, kann Karosseriebauermeister werden und einen eigenen Betrieb führen oder übernehmen, sich zum Techniker für Fahrzeugtechnik weiterbilden oder als Schadensgutachter arbeiten und Reparaturkosten für Versicherungen bewerten.

Gut zu wissen

Die Arbeit ist körperlich anstrengend, du stehst viel, hebst schwere Teile und arbeitest zeitweise in unbequemen Positionen am Fahrzeug. Lärm durch Schleif- und Schweißarbeiten sowie der Kontakt mit Lackdämpfen im angrenzenden Bereich gehören zum Alltag, weshalb Arbeitsschutz und Schutzausrüstung eine wichtige Rolle spielen. Dafür ist der Beruf durch die dauerhafte Nachfrage nach Unfallreparaturen und Fahrzeugumbauten sehr sicher, und du siehst nach jeder Reparatur ein sichtbares Ergebnis deiner Arbeit.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • handwerkliches Geschick
  • • Genauigkeit
  • • räumliches Denken
  • • Ausdauer

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Mathematik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Karosseriewerkstatt
  • Fahrzeugbaubetrieb
  • Lackierbereich

Nach der Ausbildung

  • Karosseriebauermeister/in
  • Techniker/in Fahrzeugtechnik
  • Schadensgutachter/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 750 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.000 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 36.120 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem handwerkliches Geschick, Genauigkeit, räumliches Denken und Ausdauer.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Karosseriebauermeister/in, Techniker/in Fahrzeugtechnik oder Schadensgutachter/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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