Fahrzeuge & Technik

Ausbildung als Fahrzeuglackierer/in

Du bringst Fahrzeuge wieder zum Glänzen: schleifen, spachteln, Farbton mischen und lackieren.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.028 €
Vergütung 3. Jahr
1.191 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Untergründe schleifen, spachteln und grundieren
  • Farbtöne mischen und Farbmuster anfertigen
  • Fahrzeuge in der Lackierkabine lackieren
  • Beschriftungen und Folierungen anbringen
  • Lackschäden ausbessern und polieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Fahrzeuglackierer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.028 € / Monat

entspricht 12.336 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.095 € / Monat

entspricht 13.140 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.191 € / Monat

entspricht 14.292 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

39.768 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.100 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Fahrzeuglackierer/in?

Ein Auto kommt nach einem Unfall mit einer verbeulten und zerkratzten Tür in die Werkstatt. Bevor überhaupt Farbe aufgetragen wird, schleifst und spachtelst du den Untergrund, bis die Oberfläche wieder glatt ist, und trägst eine Grundierung auf. Der eigentliche Lackton wird oft individuell gemischt, denn Fahrzeugfarben unterscheiden sich je nach Modell, Baujahr und sogar Lichteinfall minimal – du fertigst dazu Farbmuster an, bis der Ton passt. Lackiert wird anschließend in der Lackierkabine, einem staubfreien Raum mit spezieller Belüftung, damit der Lack sauber und gleichmäßig trocknet. Neben klassischen Reparaturlackierungen bringst du auch Beschriftungen und Folierungen an, etwa für Firmenfahrzeuge, und besserst kleinere Lackschäden wie Steinschläge oder Kratzer aus, bevor du das Fahrzeug am Ende polierst, damit es wieder glänzt.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen: Schleifen, Spachteln, Grundieren und den sicheren Umgang mit Lacken und Chemikalien. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Lackierarbeiten dazu, etwa das Mischen komplexer Farbtöne und erste eigenständige Reparaturlackierungen. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend komplette Aufträge selbstständig, etwa aufwendige Sonderlackierungen oder Folierungen, und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Nach der ersten Hälfte der Ausbildung steht eine Zwischenprüfung an, mit der überprüft wird, ob die grundlegenden Techniken sitzen.

Passt der Beruf zu dir?

Ein gutes Farbgefühl ist in diesem Beruf entscheidend, denn ein falsch gemischter Ton fällt sofort auf, besonders bei Reparaturen, wo der neue Lack zur alten Karosserie passen muss. Genauso wichtig ist Sorgfalt: Staub, Fusseln oder Unebenheiten im Untergrund zeigen sich später im fertigen Lack. Geduld brauchst du, weil viele Arbeitsschritte – schleifen, grundieren, mehrere Lackschichten auftragen, trocknen lassen – nicht abgekürzt werden können, ohne dass die Qualität leidet. Da du mit Lösemitteln und Lacken arbeitest, solltest du zudem sauber und diszipliniert mit Schutzausrüstung umgehen können. Wer sich vor Chemikalien oder dem typischen Geruch einer Lackiererei scheut, wird in diesem Beruf auf Dauer wenig Freude haben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.028 Euro im 1. Lehrjahr, 1.095 Euro im 2. Lehrjahr und 1.191 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Fahrzeuglackierer/innen arbeiten anschließend häufig in Karosserie- und Lackierbetrieben, bei Autohäusern oder in Spezialwerkstätten für Sonderlackierungen. Mit der Meisterprüfung kannst du selbst ausbilden und einen Betrieb übernehmen oder leiten. Wer sich auf Farben spezialisieren möchte, kann eine Weiterbildung zum/zur Farbtechniker/in machen, wer nach Unfällen Schäden begutachten will, eine Weiterbildung zum/zur Sachverständigen für Lackschäden.

Gut zu wissen

Die Arbeit in der Lackierkabine bedeutet, über längere Zeit mit Atemschutz und Schutzkleidung zu arbeiten, was anfangs gewöhnungsbedürftig sein kann. Auch wenn moderne Lackierkabinen gut belüftet sind, solltest du keine Abneigung gegen Lösemittelgerüche haben. Der Beruf verlangt außerdem stehendes Arbeiten und wiederholende Bewegungen beim Schleifen und Polieren, was auf Dauer körperlich anstrengend sein kann.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Farbgefühl
  • • Sorgfalt
  • • Geduld
  • • saubere Arbeitsweise

Wichtige Schulfächer

  • • Chemie
  • • Kunst
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Lackiererei
  • Werkstatt
  • Lackierkabine

Nach der Ausbildung

  • Fahrzeuglackierermeister/in
  • Farbtechniker/in
  • Sachverständige/r für Lackschäden

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Fahrzeuglackierer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Fahrzeuglackierer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.028 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.191 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 39.768 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Kunst und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Farbgefühl, Sorgfalt, Geduld und saubere Arbeitsweise.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fahrzeuglackierermeister/in, Farbtechniker/in oder Sachverständige/r für Lackschäden. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.

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